Trauer

Schwelmer Martin Schwamborn stirbt mit 81 Jahren

2010 erhielt Martin Schwamborn (Mitte) den CDU-Bürgerpreis, überreicht durch Matthias Kampschulte (rechts) und Oliver Flüshöh.

Foto: Bernd Richter

2010 erhielt Martin Schwamborn (Mitte) den CDU-Bürgerpreis, überreicht durch Matthias Kampschulte (rechts) und Oliver Flüshöh. Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Martin Schwamborn hat sich in vielfältiger Weise für Schwelm engagiert. Die Nachricht von seinem Tod löst große Trauer aus.

Die Stadt trauert um eine prägende Persönlichkeit: Martin Schwamborn, langjähriger Vorsitzender des Verschönerungsvereins und CDU-Bürgerpreisträger, starb nach langer schwerer Krankheit in der Nacht von Montag auf Dienstag im Alter von 81 Jahren.

„Mit Martin Schwamborn verliert unsere Stadt eine wichtige Stimme, einen Freund und eine außergewöhnliche Persönlichkeit“, teilte Vorsitzender Matthias Kampschulte im Namen der CDU mit. Der Verstorbene war mehr als 48 Jahre Mitglied der Partei.

In Schwelm geboren

Sein Engagement reichte weit über die Parteigrenze hinaus. Martin Schwamborn, 1936 hier geboren und der Stadt ein Leben lang eng verbunden, gehörte seit 1977 dem Vorstand des Verschönerungsvereins an. Zunächst als Schriftführer und ab 1980 als 2. Vorsitzender. Im Jahr 1999 übernahm er den Vorsitz des Vereins, der sich seit 1896 in vielfältiger Weise für Verbesserungen in der Stadt stark macht. Sein besonderes Augenmerk galt dabei ab 1996 der Kapelle Martfeld, für deren Erhalt und Öffnung sich Martin Schwamborn bis zuletzt einsetzte.

Das war längst nicht alles: „Er engagierte sich in vielen Bereichen für Schwelm, ob im Beirat des Heimatkundevereines oder in den Arbeitskreisen der GSWS“, erinnert Matthias Kampschulte an das Wirken des Verstorbenen. „Mit seiner Frau Christel unterstützte er von Anfang an den Aufbau und die Aktivitäten der Städtepartnerschaft zu Fourqueux. Er verstand es wie kaum ein zweiter, mit seinem außergewöhnlichen Humor, Charme und Witz die Menschen für eine Sache zu begeistern.“ Angesichts dieses besonderen Engagements und dieser außergewöhnlichen Lebensleistung wurde ihm im Jahr 2010 der CDU-Bürgerpreis verliehen – damals übrigens als erst zweite Einzelperson, der diese Ehre zuteil wurde. Mit dem ersten Einzelpreisträger Gerd Helbeck (1996) verband Schwamborn die Liebe zur Heimatforschung und -geschichte.

Zuletzt, beim diesjährigen Heimatfest, wurde Martin Schwamborn mit der Wilhelm-van-Dage-Medaille ausgezeichnet. Damit würdigt die Werbegemeinschaft Menschen, die in besonderer Weise die Geschichte der Stadt bewahren und Traditionen in die Gegenwart führen, wie Bürgermeisterin Gabriele Grollmann in ihrer Laudatio damals sagte.

Doch Martin Schwamborn konnte die Auszeichnung nicht mehr persönlich entgegennehmen. Die Krankheit zwang ihn bereits Mitte des Jahres, von einer erneuten Kandidatur für den Vorsitz beim Verschönerungsvereins abzusehen. Es war ein bitterer Moment für den Verein, der sich daraufhin neu aufstellen musste. „Wir hatten beschlossen, ihn als Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit zu ernennen. Leider war es nicht mehr vergönnt, ihm diese Ehrung zukommen zu lassen“, erklärte der amtierende Vorsitzende, Michael Lindermann. „Wir verlieren eine große, prägende Persönlichkeit.“

„Er hat lange und mutig gegen seine Krankheit gekämpft“, erklärte Matthias Kampschulte. In der Nacht von Montag auf Dienstag hat er den Kampf verloren. „Mit großem Respekt und Anerkennung verneigen wir uns vor seiner Lebensleistung. Gerade an diesem Tag werden wir Martin Schwamborn in unsere Gebete einschließen. Wir wünschen seiner Familie, besonders seiner Frau Christel, in diesen schweren Stunden des Abschieds Trost und Zuversicht“, erklärte CDU-Vorsitzender Matthias Kampschulte auch im Namen der Partei.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik