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Propstei schickt Schwelmer London-Taxi aufs Abstellgleis

Auch bei Hochzeitspaaren war das London-Taxi der Propstei St. Marien beliebt.

Auch bei Hochzeitspaaren war das London-Taxi der Propstei St. Marien beliebt.

Foto: privat / Privat

Schwelm  Dreieinhalb Jahre war das London-Taxi der Propstei Schwelm, Gevelsberg, Ennepetal der Blickfang für das Projekt "St.. Marien bewegt".

Schwelm. Es war dreieinhalb Jahre lang der Blickfang für das Projekt "St. Marien bewegt", das London-Taxi für die Katholiken in Schwelm, Ennepetal und Gevelsberg. Nun hat die Propstei das Projekt beendet und den roten Pkw an einen, wie es heißt, "sehr mit der Propstei verbundenen" Käufer veräußert. Die Gemeinde hofft deshalb, das zu einem späteren Zeitpunkt der Wagen für die Propstei und mit Kooperationspartnern noch einmal reaktiviert werden kann.

Mit dem Projekt wollte die Propstei deutlich machen, dass alle, die zu einem Gottesdienst oder einer Gemeindeveranstaltung kommen wollen, das auch können. Blickfang für das Projekt war das London-Taxi, das fleißig durch die Propstei gefahren ist. Zusammen mit den beiden Bonifatius-Bullis wurden viele Fahrten durch die ehrenamtlichen Fahrer und den mit einer geringfügigen Stelle angestellten Fahrer Detlef Neutenkötter absolviert. Rund 7.000 Kilometer sind dabei rumgekommen. Das ist für einen Wagen im Privatgebrauch nicht viel, für einen Wagen, der fast nur im Pfarreigebiet gefahren ist, schon eher. Durchschnittlich gab es eine Fahrt pro Woche mit dem Taxi, dazu die zusätzlichen Fahrten mit den Bullis.

Es wären noch mehr Fahrten möglich gewesen, aber die Bilanz lässt sich trotzdem sehen, meint die Gemeinde. Im vergangenen Jahr waren coronabedingt viele Veranstaltungen ausgefallen, daher gab es wenige Anfragen für Fahrgelegenheiten. Allerdings gab es noch einige Hochzeitspaare, die den Wagen gerne nutzten.

Das zweite Ziel des Projektes war, in die Öffentlichkeit mit dem London-Taxi als Blickfang positiv ein Zeichen der Präsenz zu schicken. Bei den Veranstaltungen, die es mit dem Wagen gab (z.B. Feierabendmarkt und Wochenmärkte in Schwelm, Heimatfest Schwelm, Mondscheinshopping Gevelsberg) sei das gut gelungen, so die Gemeinde.

Nicht geklappt hat die Einrichtung eines fahrenden Büros mit dem London-Taxi. Anfragen in die Richtung für Standpunkte an zentralen Stellen verliefen ins Leere. Gemeindemitglieder konnten sich zudem den Nutzen eines "Fahr-Büros" nicht so recht vorstellen. Das Jahr 2020 sollte nun genutzt werden, um Kooperationspartner für einen Weiterbetrieb ausfindig zu machen. Auch hier hat Corona vielen Initiativen in dieser Hinsicht ein Ende bereitet. Planmäßig wird im Januar das London-Taxi nun verkauft.

Ein dickes "DANKESCHÖN" sendet die Gemeinde an ihren Fahrer Detlef Neutenkötter, der sich souverän und freundlich um Fahrgäste und Fahrzeuge gekümmert habe. Auch die ehrenamtlichen Fahrer in den drei Städten wird ein Lob gezollt "für ihren unermüdlichen Einsatz mit privaten oder Gemeindefahrzeugen. Gut, dass es euch gibt!" So sagt die Propstei wir fürs Erste dem Taxi aus London „Good bye“ und freut sich auf ein eventuelles „See you later“.

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