Autobahn 1

Neue Baustelle auf der A1 - mittlerweile die Dritte

Der Blick auf die A 1 von der Brücke Klosterholzstraße in Gevelsberg aufgenommen: Unmittelbar hinter der Raststätte Bruchmühle (hinten rechts)

Der Blick auf die A 1 von der Brücke Klosterholzstraße in Gevelsberg aufgenommen: Unmittelbar hinter der Raststätte Bruchmühle (hinten rechts)

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.  Die A 1 ist eine Dauerbaustelle. Jetzt werden die Nerven der Autofahrer mit Arbeiten auf dem Gevelsberger Stadtgebiet noch mehr strapaziert.

Der schwere, für die 14 beteiligten Insassen glücklicherweise glimpflich verlaufene Stauenende-Unfall am Samstag auf der A1 hat es noch einmal deutlich vor Augen geführt. Die Autobahn ist eine Dauerbaustelle.

Jetzt werden die Nerven der Autofahrer noch mehr strapaziert. Auf Gevelsberger Stadtgebiet, in Höhe Bruchmühle, lässt Straßen NRW neue Verkehrszeichen-Brücken errichten. Bis voraussichtlich Mitte September müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen.

Bereits Stauende-Unfall bei neuer Baustelle

Es ist genau die Baustelle, vor der sich am Samstag der Rückstau bildete, an dessen Ende die Unachtsamkeit eines 20-Jährigen aus Schleswig-Holstein zu dem folgenschweren Auffahrunfall führte. Die Arbeiten dort erfolgen zu einem Zeitpunkt, zu dem der Verkehrsfluss auf der A 1 ohnehin von mehreren Autobahnbaustellen ausgebremst wird.

Mehrere Baustellen in der Region

Allein zwischen Unna und Wuppertal wird aktuell an vier Stellen gebaut (neue Brücke in Volmarstein, neue Volmetalbrücke in Hagen, zwei Brückenneubauten zwischen Schwerte und Unna). Fahrbahnverschwenkungen, schmalere Fahrspuren, der Wegfall von Fahrspuren und Tempo-Drosselungen verursachen immer wieder Rückstaus, die das Unfallrisiko auf der viel befahrenen Autobahn erhöhen. Verkehrsteilnehmer berichten immer wieder von gefährlichen Situation.

Besonders brenzlig wird’s, wenn die Lkw auf der rechten Spur eng hintereinander stehen und der Verkehr an ihnen vorbeirauscht. Selbst bei Tempo 80 wird das Links-Ausscheren einzelner Pkw auf die Mittelspur dann zur Unfallgefahr.

So zu beobachten in den vergangenen Wochen insbesondere vor der Baustelle in Volmarstein (in beiden Fahrtrichtungen mit teils kilometerlangen Rückstaus) und an der Volmebrücke in Hagen (in Fahrtrichtung Köln).

Baustelle soll Verkehrsfluss um Autobahnkreuz Wuppertal-Nord verbessern

Nun kommt die nächste Baustelle hinzu. Um den Verkehrsfluss rund ums Autobahnkreuz Wuppertal-Nord zu verbessern, lässt Straßen NRW auf der A 1 und auf der A 43 so genannte dynamische Wechselwegweiser errichten.

Die elektronisch gesteuerten Hinweistafeln weisen Verkehrsteilnehmer zeitgenau auf Staulagen rund ums Autobahnkreuz und auf entsprechende Umleitungsstrecken hin.

Auf der A 1 wird der erste dynamische Wegweiser in Fahrtrichtung Köln kurz hinter der Raststätte Bruchmühle (unmittelbar vor der Brücke über die Autobahn) stehen, und ein zweiter als Erinnerungs-Wegweiser 1000 Meter weiter in Richtung Autobahnkreuz.

Weil die Fundamente dafür auf den Mittelstreifen gesetzt werden und links und rechts Platz zum Arbeiten benötigt wird, muss die Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen verengt werden. Der Verkehr wird auf beiden Seiten weiter dreispurig durch die Baustelle geführt, allerdings auf schmaleren Fahrspuren.

Arbeiten laufen voraussichtlich bis Mitte September

Die Baustelle, die vor kurzem eingerichtet wurde, ist insgesamt 1300 Meter lang und wird voraussichtlich bis Mitte September dauern. In Fahrtrichtung Dortmund kann der Verkehr voraussichtlich ab Mitte August wieder normal an den Arbeiten vorbeirollen.

Ansonsten gilt im Baustellenbereich: höchstens Tempo 80, wie der zuständige Projektleiter bei Straßen.NRW in Leverkusen erklärte.

Die aktuelle Situation hat auch die für die A 1 zuständige Polizei in Dortmund im Blick. Auch dort ist von einer erhöhten Unfallgefahr die Rede. „In Baustellen wird oft zu schnell gefahren und der Sicherheitsabstand nicht eingehalten“, erklärte Polizeisprecher Kim Freigang. Gerade auf engeren Fahrspuren reiche es dann schon, wenn ein Sattelzug etwas ausschwenkt oder sich ein Fahrer erschreckt.

Der Polizeisprecher gibt aber nicht den Baustellen die Schuld, sondern sieht vielmehr den Fahrer in der Verantwortung. Und er kennt einen weiteren Risikofaktor: „Je heißer es wird, desto unaufmerksamer wird man.“

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