Nördlich Vilvoorder Straße

Grünes Licht für Bebauungsplan in Ennepetal

Für das Gebiet nördlich der Vilvoorder Straße stellt die Stadt einen Bebauungsplan auf, der einen Kindergarten sowie ein Wohngebiet vorsieht. Hier eine Ansicht vom Waldrand in Richtung Vilvoorder Straße.

Für das Gebiet nördlich der Vilvoorder Straße stellt die Stadt einen Bebauungsplan auf, der einen Kindergarten sowie ein Wohngebiet vorsieht. Hier eine Ansicht vom Waldrand in Richtung Vilvoorder Straße.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.  Mit klarer Mehrheit hat der Rat der Stadt Ennepetal den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 96 „Nördlich Vilvoorder Straße“ gefasst.

Mit klarer Mehrheit hat der Rat der Stadt den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 96 „Nördlich Vilvoorder Straße“ gefasst. Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und FWE sowie Güzel Albayrak (Fraktion Die Linke/Piratenpartei) stimmten dagegen.

Gespräche mit betroffener Landwirtin

Bürgermeisterin Imke Heymann hatte zuvor erklärt, dass man mit der Landwirtin, die dort Flächen gepachtet hat, nach einer Lösung suchen werde. In der Hauptausschusssitzung am Dienstag hatte Stefan Mayer-Stoye (Grüne) berichtet, dass sie sich bei einem Wegfall von Flächen in ihrer Existenz bedroht sehe (wir berichteten).

Der Bebauungsplan sieht neben dem Bau eines Kindergartens eine Fläche für Wohnbebauung vor, auf der etwa 15 Einfamilien- bzw. Doppelhäuser errichtet werden könnten. SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Rauleff erklärte die Zustimmung seiner Partei, drückte aber auch seine Hoffnung aus, dass es gelinge, der Landwirtin anderweitig Ackerland zu vermitteln. Sein CDU-Amtskollege Daniel Heymann erklärte, dass Baurecht zu schaffen ja nicht heiße, dass sofort gebaut werde. „Wir müssen aber dort sowieso wegen des Kindergartens tätig werden“, betonte er. Dieses Argument führte auch FDP-Fraktionsvorsitzender Michael Haas für die Zustimmung seiner Fraktion an, verbunden mit der Hoffnung, „dass wir dann die Finger vom Baugebiet Homberge lassen.“

Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Hofmann sagte, dass seine Fraktion schon bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans Probleme mit der Wohnbebauung gehabt habe. Zudem entwickle man parallel schon das Gebiet auf Homberge.

FWE behält sich Zustimmung vor

Volker Imlau (FWE) begründete seine Ablehnung damit, dass es sich um eine wertvolle Fläche handele, zudem gebe es beispielsweise eine Abwasserproblematik. Imlau ergänzte aber, dass man abwarten wolle, wie der Bebauungsplan aussehe und sich eine Zustimmung dazu vorbehalte.

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