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Gesprengter Geldautomat in Schwelm: Ersatz in Rekordzeit

Sparkassenvorsitzender Michael Lindermann (rechts) und Vorstandsmitglied Johannes Schulz freuen sich über die schnelle Lösung.

Sparkassenvorsitzender Michael Lindermann (rechts) und Vorstandsmitglied Johannes Schulz freuen sich über die schnelle Lösung.

Foto: Sparkasse

Schwelm.  Vier Tage, nachdem Unbekannte den Geldautomaten an der Barmer Straße in Schwelm in die Luft sprengten, können Bankkunden wieder Geld abheben.

Vier Tage, nachdem Unbekannte den Geldautomaten an der Barmer Straße in Schwelm in die Luft gesprengt haben, können Verbraucher an gleicher Stelle wieder Bargeld abheben. Die Sparkasse zu Schwelm hat dort einen Geldautomaten auf Leihbasis aufstellen lassen und am Donnerstagnachmittag in Betrieb genommen. Sparkassen-Vorstand Michael Lindermann sprach von einer Rekordzeit, in der es gelungen ist, eine Ersatzlösung zu finden. Normalerweise dauere das viel länger. Bei dem jetzigen Automaten handelt es sich um eine Übergangslösung. Die Sparkasse hat bereits als dauerhaften Ersatz einen Geldautomaten bestellt, der sich deutlich von den bisher üblichen Geräten unterscheidet und mehr Sicherheit bieten wird.

Was die Tat am vergangenen Sonntag angeht, gibt es eine neue Erkenntnis der Polizei.

Die Täter, die am vergangenen Sonntag frühmorgens den Geldautomaten an der Barmer Straße in die Luft sprengten, haben dafür kein Gas verwendet, wie erst angenommen wurde, sondern Festsprengstoff. Dies ergaben die kriminaltechnischen Untersuchungen, wie die Kreispolizei mitteilte.

Er habe sich das schon gedacht, erklärte Sparkassenvorstand Michael Lindermann. Als er von der Polizei verständigt am Tatort eintraf, habe es gerochen, als sei gerade ein Feuerwerk abgebrannt worden. Für Festsprengstoff sprach von vornherein auch, dass der Geldautomat an der Barmer Straße mit einer speziellen Sicherung ausgestattet war, die auf Gas reagiert und die Luft dann sofort aus dem Automatengehäuse bläst. Nach mehreren erfolgreichen Automatensprengungen mit Gas sei dies inzwischen eine gängige Sicherung bei Geldautomaten.

Was die Täter betrifft, gibt es laut Polizei keine neuen Erkenntnisse. Es gebe keine neuen Hinweise, außer die bisher bekannten Aussagen, dass es sich um zwei dunkel gekleidete Männer handelte, die mit einem dunklen Pkw – vermutlich einem BMW – in Richtung Wuppertal flüchteten. Aufgrund der Vorgehensweise der Täter geht die Polizei fest von organisierter Kriminalität aus.

Dass für den gesprengten Geldautomaten so schnell Ersatz gefunden wurde, ist womöglich auch den Umständen der Corona-Zeiten geschuldet. Die Sparkasse konnte sich das Gerät von einem Unternehmen ausleihen, dass u. a. Geldautomaten bei Messen und Veranstaltungen aufstellt. Aktuell finden die nicht statt. Das Gerät, das seit Donnerstagnachmittag an der Barmer Straße in Betrieb ist, stammt aus Ratingen. Die Sparkasse zahlt dafür eine Leihgebühr von 6.600 Euro pro Monat.

Eine dauerhafte Lösung für den lukrativen Standort Barmer Straße ist bereits gefunden. Die Sparkasse hat sich für einen Geldautomaten der neuesten Generation entschieden. Vorstand Michael Lindermann hofft, dass er binnen eines Monats ausgeliefert und an der Barmer Straße aufgestellt wird,

Bei dem neuen Modell handelt es sich um eine runde, begehbare Box, in der sich der Geldautomat befindet. Es handele sich um eine Lösung, die noch mehr Sicherungsvorkehrungen als die bisherigen Modell habe, erklärte Sparkassenvorstand Michael Lindermann.

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