Fusion

Fusion der Sparkassen Gevelsberg und Wetter ist perfekt

Fusion der Sparkassen Gevelsberg und Wetter. Verträge zur neuen Sparkasse Gevelsberg-Wetter (Ruhr) in Ratssaal der Stadt Gevelsberg unterzeichnet. v.l.:Markus Drüke (stellvertretendes Vorstandsmitglied), Frank Hasenberg (Bürgermeister Wetter), Christian Becke (Vorstand Wetter), Claus Jacobi (Bürgermeister Gevelsberg), Thomas Biermann (Vorstandsvorsitzender), Michael Hedtkamp (Vorstand Gevelsberg).

Fusion der Sparkassen Gevelsberg und Wetter. Verträge zur neuen Sparkasse Gevelsberg-Wetter (Ruhr) in Ratssaal der Stadt Gevelsberg unterzeichnet. v.l.:Markus Drüke (stellvertretendes Vorstandsmitglied), Frank Hasenberg (Bürgermeister Wetter), Christian Becke (Vorstand Wetter), Claus Jacobi (Bürgermeister Gevelsberg), Thomas Biermann (Vorstandsvorsitzender), Michael Hedtkamp (Vorstand Gevelsberg).

Foto: Stefan Scherer

Gevelsberg.   Nachdem die Bürgermeister Claus Jacobi (Gevelsberg) Frank Hasenberg (Wetter) die Verträge unterzeichnet haben, geht die Arbeit erst richtig los.

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Die Fusion der Sparkassen aus Gevelsberg und Wetter treibt tausende Kunden um. Seit Bekanntwerden der Pläne werden die Sparkassenmitarbeiter, Vorstände und auch die Lokalpolitiker immer wieder darauf angesprochen. Große Frage: Ändert sich für Kunden etwas in der Zusammenarbeit mit dem Kreditinstitut?

„Klares Nein!“, sagte der Vorstandsvorsitzende der neuen Sparkasse Gevelsberg-Wetter (Ruhr), Thomas Biermann, schon im November, und sein Vorstandskollege Christian Becke bekräftigte im Zuge der Vertragsunterzeichnung für den Zusammenschluss noch einmal: „Niemandem werden Nachteile entstehen. Im Gegenteil: Durch die Zusammenführung werden unsere gewerblichen Kunden im Kreditgeschäft plötzlich ganz andere Möglichkeiten haben.“ Vor allem diejenigen aus Wetter, denn die Sparkasse aus der Nachbarstadt ist bei dem Zusammenschluss mit einer Quote von 75 zu 25 Prozent so etwas wie der Juniorpartner.

Die Stadträte kamen am Donnerstagabend parallel zueinander zusammen, berieten und beschlossen schließlich die Fusion, die zum 1. Juni wirksam wird. Zusätzlich zum neuen Vorstand, dem neben Biermann und Becke auch Michael Hedtkamp angehören wird, muss sich nun auch ein neuer gemeinsamer Verwaltungsrat konstituieren, zu dem die Parteien ihre Vertreter noch benennen müssen, gleiches gilt für den Verwaltungsrat. Dessen Vorsitzender soll Claus Jacobi werden, Frank Hasenberg sein Stellvertreter. Beim zu gründenden Zweckverband werden die Positionen wohl umgekehrt verteilt.

Während in Gevelsberg die Abstimmung nach fraktionsübergreifendem Lob für die hervorragende Arbeit des Sparkassenvorstands und des Verwaltungsratsvorsitzenden Claus Jacobi einstimmig verlief, stimmte auch die Wetteraner Lokalpolitik mit großer Mehrheit zu.

Kritiker noch überzeugen

Frank Hasenberg, der Bürgermeister der Stadt Wetter, sagte: „Ich glaube, dass wir heute die Basis dafür gelegt haben, das Sparkassenwesen zukunftsfest zu machen und bin davon überzeugt, dass am Ende auch die Kritiker diese Lösung gut finden werden.“ Bevor die beiden Vorsitzenden der noch bestehenden Verwaltungsräte zur Unterzeichnung schritten, ergänzte der Gevelsberger Bürgermeister Claus Jacobi: „Es ist eine absolute Ausnahme, dass zwei gesunde Sparkassen zusammengehen.“ Bei den vergangenen Fusionen sei stets einer der Partner dazu gezwungen gewesen, um zu überleben.

„Dies ist ein guter Tag für das heimische Sparkassenwesen“, urteilte dementsprechend auch Thomas Biermann. Das nun deutlich vergrößerte Haus könne Kompetenzen bündeln und den Herausforderungen im Bankenwesen sowie der Digitalisierung nun wesentlich besser begegnen. Bis zum Vereinigungsstichtag am 1. Juni warte noch viel Arbeit auf die beiden Institute, „doch ich gehe ausgesprochen zuversichtlich diese Aufgaben an und freue mich nun zunächst sehr darauf, die vielen neuen Mitarbeiter kennen zu lernen“, sagte Thomas Biermann.

Diese Freude teilt Christian Becke und verweist noch einmal auf die historischen Gemeinsamkeiten der beiden Städte durch das ehemalige Amt Volmarstein, zu dem auch Silschede zählte. Der größere Profiteur wird jedoch die Stadt Gevelsberg sein. Wegen der Größe der Einzelinstitute und der beschlossenen Quote werden 75 Prozent der Gewerbesteuer in das Säckel von Kämmerer Andreas Saßenscheidt fließen. Gleiches gilt für die Gewinnausschüttung und die Zusammensetzung des Zweckverbands.

Dritte Fusion im EN-Kreis

Die beiden Sparkassen sind Nummer drei und vier, die im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Fusion eingehen. Bereits vor vielen Jahren fusionierten die Kreditinstitute aus Ennepetal und Breckerfeld, seit dem vergangenen Jahr geht die Sparkasse aus Herdecke mit dem deutlich größeren Institut aus Hagen einen gemeinsamen Weg.

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