Innenstadt

Freifunk-Netz wird immer dichter

Barbara Mittag, die an der Voerder Straße ein Kosmetik-Institut betreibt, engagiert sich für den Auf - und Ausbau des Freifunk-Netzes in der Innenstadt. Hier mit dem WLAN-Router, den sie in ihrem Geschäft installiert hat.

Barbara Mittag, die an der Voerder Straße ein Kosmetik-Institut betreibt, engagiert sich für den Auf - und Ausbau des Freifunk-Netzes in der Innenstadt. Hier mit dem WLAN-Router, den sie in ihrem Geschäft installiert hat.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Das Freifunknetz in der Ennepetaler Innenstadt wird dichter. Etwa 80 Router sind dort inzwischen installiert. Doch es sollen noch mehr werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Freifunk-Netz in der Ennepetaler Innenstadt ist im vergangenen Jahr immer dichter geworden. Inzwischen sind etwa 80 Router in der Innenstadt installiert. Barbara Mittag vom Freifunkverein Ennepetal, die zugleich Initiatorin der Händlerinitiative „My City“ ist, möchte die Grundversorgung mit frei zugänglichem WLAN künftig in eine kommerzialisierte Marketingstrategie für die Innenstadt einbinden.

Bei der Datenübertragung seien aufgrund der großen Zahl an installierten Routern die Geschwindigkeit und das Volumen an ihre Grenzen gestoßen, berichtet Barbara Mittag. „Deshalb haben wir seit einigen Wochen eine eigene Firmware“, erklärt sie. Das heißt, dass die Betriebssoftware für die Router speziell auf die Ennepetaler Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dadurch konnten die Kapazitäten erhöht werden. Als Provider fungiert nach wie vor der Freifunkverein Rheinland. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, meint Barbara Mittag.

„Wir würden gerne noch mehr Akteure einbinden, weil es ja jetzt möglich ist“, erklärt Mittag. Mit dem Freifunkverein könne jeder zusammenarbeiten, zum Beispiel Privatpersonen, Vertreter des Handels und der Gastronomie sowie Dienstleister. Auch Arztpraxen möchte sie nach Möglichkeit einbeziehen. „Was uns sehr freut, ist, dass unsere Stadtverwaltung schon eigene Zugänge zu einzelnen städtischen Gebäuden eingerichtet hat“, betont sie. So gibt es öffentliches WLAN, teils im Rahmen des Freifunks, teils mit einer anderen Lösung, im Bürgerbüro, im Haus Ennepetal (Jugendzentrum und Stadtbücherei), an der Feuerwehr-Hauptwache, im Rathaus, im Haus der Begegnung und an der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule in Oberbauer. Geplant ist es für den Bereich Dorma-Sportpark/Dreifachsporthalle am Gymnasium sowie für die Gerätehäuser der Feuerwehr.

Übrigens sind auch in Voerde und Altenvoerde Freifunk-Router installiert, auch dort wünscht sich Barbara Mittag weitere Mitstreiter, um das Netz enger zu knüpfen.

Die Inhaberin eines Kosmetik-Instituts an der ­Voerder Straße möchte das WLAN-Angebot nun auch im Rahmen der von ihr auf den Weg gebrachten Initiative „My City“ gewinnbringend für das Innenstadt-Marketing einsetzen: „Da ich gerne für unsere Innenstadt eine kommerzialisierte Marketingstrategie vorantreiben möchte, sehe ich den Freifunk als Grundversorgung und gleichzeitig als Imagegewinn. Darauf können wir aufbauen.“ Freies WLAN in der Innenstadt schaffe die Voraussetzungen für verschiedene Maßnahmen und Nutzungsmöglichkeiten.

Chance für aktives Marketing

Dabei würden sich zwei Nutzungsstrategien herauskristallisieren: „Zum einen wird freies WLAN als Basis genutzt und als Grundversorgung angesehen, wodurch den Besucherinnen und Besuchern der Stadt die Möglichkeit gegeben wird, das Internet frei und unabhängig zu benutzen“, so Barbara Mittag. „Zum anderen eröffnen sich neue Chancen für ein aktives Marketing.“ Als Beispiele dafür nennt sie die Stadtwerbung (Handel, Gastronomie, Tourismus etc.), das Stadtmarketing (Veranstaltungsmanagement, Leerstandsmanagement, Stadt-App, virtuelle Stadtrundgänge, Geocaching, digitalen Tourismus-Chip etc.).

Nicht nur in Sachen Freifunk soll es bei „My City“ im neuen Jahr weitergehen. Barbara Mittag kündigte an, dass sie mit ihren Mitstreitern an der Umsetzung einer gemeinsamen Strategie arbeiten werde und diese auch transparent für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt machen wolle.

INFO:

Wer Interesse daran hat, sich dem Freifunkverein Ennepetal und/oder einen Router bei sich zu installieren, kann sich bei Barbara Mittag im Kosmetik-Institut an der Voerder Straße 85 oder per E-Mail an info@kosmetik-mittag.de melden.

Auch Interessenten für die Händlerinitiative „My City“ können sich dorthin wenden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben