Soziales

Ennepetal: Paul Ihmels ist neuer Behindertenbeauftragte

Paul Ihmels ist der neue Behindertenbeauftragte der Stadt Ennepetal. Er trat im August 2019 die Nachfolge von Marie Andree Fallu an, die die Stadtverwaltung verlassen hat.

Paul Ihmels ist der neue Behindertenbeauftragte der Stadt Ennepetal. Er trat im August 2019 die Nachfolge von Marie Andree Fallu an, die die Stadtverwaltung verlassen hat.

Foto: Stadt Ennepetal / WP

Ennepetal.  Paul Ihmels ist neuer Behindertenbeauftragter der Stadt Ennepetal und hat sich einiges vorgenommen.

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Paul Ihmels ist der neue Behindertenbeauftragte der Stadt Ennepetal. Er trat im August die Nachfolge von Marie Andree Fallu an, die die Stadtverwaltung verlassen hat. Der 22-Jährige war vor drei Jahren die erste Nachwuchskraft bei der Stadtverwaltung, die den Dualen Studiengang mit theoretischem Teil an der SRH Hochschule Hamm und Praxisabschnitten angetreten hat.

Nachdem Paul Ihmels, der in Rüggeberg aufwuchs und 2016 sein Abitur am Reichenbach-Gymnasium machte, das Studium erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitet er nun zum einen als soziale Fachkraft in der städtischen Flüchtlingsbetreuung und kümmert sich zum anderen um die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Beirat für Menschen mit Behinderung

„Nach der ,Satzung der Stadt Ennepetal über die Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung’ ist es meine Aufgabe, Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger in Sachen Behinderung und Barrierefreiheit zu sein“, erklärt er. „Außerdem werde ich bei Vorhaben und Maßnahmen unserer Gemeinde beteiligt, sofern sie Belange von Menschen mit Behinderung berühren. Ein Beispiel ist die Öffnung unserer Fußgängerzone.“ Darüber hinaus habe er die Möglichkeit, an Ausschuss- und Ratssitzungen teilzunehmen und Stellung zu Punkten zu nehmen, die sich auf die Themen „Behinderung und Barrierefreiheit“ beziehen. „Und natürlich arbeite ich sehr eng mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung zusammen“, betont er.

Der Beirat wurde in Ennepetal im Jahr 2014 gegründet. „Die Mitglieder sind wie ich Sprachrohr der Ennepetalerinnen und Ennepetaler“, erklärt Paul Ihmels. „Sie sind darüber hinaus Experten in eigener Sache. Zusammen geben wir Menschen mit Behinderung in unserer Stadt eine Stimme. So sorgen wir Schritt für Schritt dafür, dass für die Betroffenen Teilhabe am öffentlichen Leben gelingen kann.“https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/aufruf-zur-mitarbeit-id227847073.html

Der Beirat hat eine beratende Funktion. Seine Anregungen und Anträge werden von den zuständigen politischen Gremien beraten und beschlossen. Wenn es sich um kleinere Angelegenheiten handelt, so Ihmels, dann kümmere sich die Verwaltung direkt darum. „Außerdem finden regelmäßig Informations- und Erörterungsgespräche mit den Stadtbetrieben statt. Dort werden bauliche Vorhaben besprochen und erklärt.“ Zudem fänden Begehungen von öffentlichen Plätzen, Gebäuden und Straßen statt.

Fuzo-Öffnung aktuelles Thema

„Aktuelle Themen sind derzeit die Öffnung der Fußgängerzone, der Bürgersteig bei der Firma Bahrat Forge CDP sowie ein damit gekoppelter eingeschränkter Zugang zum Hülsenbecker Tal“, berichtet der Behindertenbeauftragte. „Die Neueröffnung des Bürgerbüros und der Bücherei ist ebenfalls brandaktuell.“ Weitere Themen sind nicht zuletzt oft barrierefreie Bushaltestellen und Ampelanlagen. Gerade erst ist ein Antrag des Beirats auf Herstellung eines Gehwegs entlang der Breckerfelder Straße zur Beratung in den städtischen Betriebsausschuss verwiesen worden.

Paul Ihmels wirbt dafür, dass Interessierte und Betroffene sich im Beirat für Menschen mit Behinderung einbringen. „Das ist dort sehr niedrigschwellig möglich. Themen, Anregungen, Beschwerden und vieles mehr werden im Beirat vorgetragen, beraten, niedergeschrieben und beschlossen und danach von den zuständigen Stellen bearbeitet.“ Er weist darauf hin, dass die Wahlperiode des aktuellen Beirats im Frühjahr 2020 endet. „Dann muss neu gewählt werden“, so Ihmels. Im kommenden Januar werde deshalb eine Gründungsversammlung stattfinden, in der sich Kandidatinnen und Kandidaten für den Beirat aufstellen lassen können. „Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen möchten.“

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