Stadtgeschichte

Ennepetal: Heimatverein gibt Kalender 2020 heraus

„Anlässlich des 70-Jährigen der Stadt zeigen wir diesmal Motive aus ganz Ennepetal“: Ursel Au und Friedrich Rothenberg stellen den neuen Kalender 2020 des Heimatvereins Rüggeberg vor.

„Anlässlich des 70-Jährigen der Stadt zeigen wir diesmal Motive aus ganz Ennepetal“: Ursel Au und Friedrich Rothenberg stellen den neuen Kalender 2020 des Heimatvereins Rüggeberg vor.

Foto: Andreas Gruber

Ennepetal.  Der neue Kalender des Heimatvereins Rüggeberg steht ganz im Zeichen des 70-Jährigen von Ennepetal.

Über den eigenen Sprengel hinweg richtet sich der Blick diesmal auf die Stadt als Ganzes. Der Heimatverein Rüggeberg hat einen neuen historischen Kalender herausgebracht, und der steht ganz im Zeichen des 70-Jährigen von Ennepetal.

Es ist ein hochwertiger Kalender, den Vorsitzender Friedrich Rothenberg und Ursel Au am Montag gemeinsam am Haferkasten in Rüggeberg gegenüber der Feuerwehr vorstellten. Gedruckt auf Hochglanz-Pappe sind Motive und Abbildungsqualität bestens geeignet, später auch eingerahmt die eine oder andere Wand zu zieren.

Zeichnungen von Horst Wolfgang Zopp

„Normalerweise zeigen unsere Kalender immer Bilder von Rüggeberg“, erzählt Friedrich Rothenberg. Doch man habe sich ja vorgenommen, sich immer etwas Neues einfallen zu lassen. Und das ist dem Heimatverein mit seinem neuen Kalender gelungen. „Anlässlich des 70-Jährigen der Stadt Ennepetal zeigen wir Motive aus ganz Ennepetal“, fährt Rothenberg fort. Und gezeigt werden, auch das ist neu, erstmals nur Zeichnungen, allesamt aus der Feder von Horst Wolfgang Zopp.

Zopp, der in Altenvoerde wohnt und laut Rothenberg in diesem Jahr seinen 87. Geburtstag feiern wird, hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten zig Zeichnungen auf Grundlage alter Fotos oder Bilder angefertigt. Fein im Strich und detailreich in der Ausführung geben sie Eindrücke von der Heimatgeschichte. Das eine oder andere Motiv fand sich auch schon in den Heimatbriefen wieder. Eine besonders schöne Auswahl seiner Werke stellte Horst Wolfgang Zopp dem Heimatverein nun zum Abdruck zur Verfügung.

Alte Sensenhammer

Da wäre beispielsweise der alte Sensenhammer am Kruiners Kotten, der den Monat Januar ziert. Zopp habe die Zeichnung nach Vorlage eines historischen Bildes angefertigt, berichtet Friedrich Rothenberg. Detailscharf ist darauf zu sehen, wie einst die Sensen im Heilenbecker Tal gefertigt wurden.

Oder die Straßenansicht von „In der Enge“ in Voerde, dem Motiv für den Monat Oktober. Auch dies eine Zeichnung nach historischer Vorlage, wahrscheinlich einem alten Foto. „Das Haus auf der Zeichnung erkennt man. Das gibt es heute noch“, sagt Ursel Au.

Sie spricht damit an, welche Funktion ein heimatkundlicher Kalender auch hat: Er bietet eine Begegnung mit der Vergangenheit, die durchaus bis in die Gegenwart führen kann.

Alte Schule Friedenshöhe

Das gilt nicht für die Alte Schule Friedenshöhe, die früher an der Heinrich-Heine-Straße stand und heute nicht mehr existiert, wie Ursel Au erzählt. Die Zeichnung von Horst Wolfgang Zopp – sie schmückt den Monat Dezember – führt die Existenz der alten beschaulichen Schule noch einmal direkt vor Augen.

Wiederbegegnung ist das eine, ein neues Verstehen, was ein solcher Kalender leisten kann, das andere. Den Februar ziert eine Zeichnung von „In der Oehde 1927“. Zu sehen sind Häuser, Wasser und eine Brücke. „Oehde bedeutet feuchte Niederung“, erklärt Friedrich Rothenberg. Und das, was vor 92 Jahren noch sehr ländlich und idyllisch aussah, würde man heute nicht mehr wiedererkennen. „Das ist in Milspe, wo jetzt der Hellweg-Baumarkt steht“, verrät der Heimatvereinsvorsitzende und muss schmunzeln.

Es gibt viel zu entdecken

Es gibt viel zu entdecken. Weitere Motive zeigen „Am Altenschemm“, „Haus Rahlenbecke“, die „Alte Ahlhauser Mühle“, „Gut Ahlhausen“, „Haus Heilenbeck“, das Rathaus in der Bismarckstraße, den „Gasthof Zur Post“ und die Ennepetalsperre.

Auf dem Deckblatt des Kalenders 2020 ist übrigens der Haferkasten am Eicken in Mühlinghausen zu sehen. Das lag dann doch wieder nahe. Das Gebäude aus dem Jahr 1703 ziert schließlich auch das Logo des Heimatvereines Rüggeberg.

Der Kalender 2020 ist nach 2019 der zweite, den der Heimatverein in Eigenregie herausbringt. Die Jahre zuvor geschah dies immer über eine Kalendermanufaktur. Der besondere Dank des Heimatvereins gilt daher auch der Firma DMS Druck&Medien Scheer in Oelkinghausen, die mit ihrem Entgegenkommen das Ganze erst ermöglichte.

Der Kalender 2020 ist in einer Auflage von 50 Stück herausgegeben worden. Er kostet fünf Euro und ist über den Heimatverein Rüggeberg zu beziehen. Ansprechpartner ist Friedrich Rothenberg, .

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