Brauerei

Die Zukunft der Schwelmer Innenstadt entscheidet sich

Die Brauereibrache ist das zentralste unbebaute Grundstück im Stadtgebiet. Einfluss darauf nehmen, was dort nun passiert.

Foto: Hans Blossey

Die Brauereibrache ist das zentralste unbebaute Grundstück im Stadtgebiet. Einfluss darauf nehmen, was dort nun passiert. Foto: Hans Blossey

Schwelm.   Ultimatum der Stadt für den Verkauf der Brauereibrache endet am Donnerstag zur Sitzung des Stadtrats um 17 Uhr. Noch ist alles möglich.

Bekommt die Brauereibrache noch rechtzeitig einen neuen Eigentümer? Wo wird das neue Rathaus der Stadt Schwelm entstehen? Und, resultierend aus diesen Antworten: Wie wird die Schwelmer Innenstadt ihr Gesicht verändern? Für die nächsten Jahrzehnte werden diese Neuerungen schließlich das Stadtbild prägen – wenn zeitnah überhaupt etwas passiert.

Investor war bereits vor Ort

Seit Tagen glühen die Telefondrähte in alle möglichen Richtungen, um doch noch zu ermöglichen, dass die Kaufverträge für die Brauereibrache bis Donnerstag, 27. April, unterzeichnet sind. Weiterhin ist die Euroconcept Eigentümerin des Grundstücks, auf dem die Stadt Schwelm gern ihr neues Rathaus für die zentralisierte Verwaltung bauen möchte – inklusive der bisherigen Planungen. Von Seiten der Politik gibt es jedoch das klare Bekenntnis: „Mit der Euroconcept werden wir das Vorhaben nicht umsetzen.“

Nachdem der Verkauf an einen Investor aus Niedersachsen bereits vor einigen Wochen während des Notartermins geplatzt war (wir berichteten) vermeldete Euroconcept, dass es vier weitere Interessenten für das Grundstück inklusive der Rathauspläne geben würde.

Dieser Kreis hat sich nach Informationen dieser Zeitung mittlerweile auf drei reduziert. In der vergangenen Woche hat bereits ein Besichtigungstermin mit einem potenziellen Interessenten stattgefunden. „Dies ist eine große Investorengruppe, die klar zum Ausdruck gebracht hat, dass sie kaufen will“, sagt Philipp Webler, Pressesprecher der Euroconcept. Gleichwohl betont er: „Bis Donnerstag werden wir die Verträge kaum unterschreiben können.“ Nun wolle man dafür werben, die Frist über die Sitzung des Stadtrats hinaus zu verlängern.

Kein Abrücken von der Frist

Bislang steht die Vorgabe der Politik: Wenn am Donnerstag der Verkauf nicht vollzogen ist, werden die Pläne, das Rathaus dort zu bauen, beerdigt. Dann muss der Ratsbeschluss, die Verwaltung in der Gustav-Heinemann-Schule zu zentralisieren weiterverfolgt werden, das Verwaltungsgericht würde über das derzeit ruhend gestellte Bürgerbegehren entscheiden.

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