Kneipe

Der Schwelmer Hopfengarten ist wieder da

Mit einer rauschen Party eröffnete Emanuele Battista die Schwelmer Kultkneipe neu.

Mit einer rauschen Party eröffnete Emanuele Battista die Schwelmer Kultkneipe neu.

Foto: Stefan Meinhardt

Schwelm.   Premiere gelungen: Der neue Pächter Emanuele Battista freut sich über viele Stammkunden und eine rappelvolle Traditionskneipe am Samstagabend.

Es ist fast so, als wäre nie geschlossen gewesen: Knapp einen Monat lang war die Schwelmer Traditionskneipe in der Herzogstraße zu, nachdem der ehemalige Besitzer Iordanis „Johnny“ Bairaktaridis den Hopfengarten nach 15 Jahren aufgab. Jetzt eröffnete der neue Pächter Emanuele Battista die Schwelmer Kultkneipe mit großem Erfolg wieder – und es scheint fast so, als hätte sich kaum etwas geändert. Nur im Namen fehlt künftig das „Johnnys“.

Viele konnten es kaum erwarten, dass der Hopfengarten wieder eröffnet. Für Iordanis Bairaktaridis war die Kneipe wie ein zweites Zuhause, so auch wie für zahlreiche Stammkunden, die zur Neueröffnung am vergangenen Samstag kamen. „Ich bin total zufrieden. Es ist richtig voll und alle sind super drauf“, freute sich Neupächter Emanuele Battista am Eröffnungsabend. Mehr als 300 Leute interessierten sich bei Facebook für die Veranstaltung und Emanuele Battista schätzt eine ungefähr gleiche Anzahl an Gästen über den Abend verteilt. „Ich habe sogar ein bisschen Angst, dass uns das Bier ausgeht, so schnell geht das über die Theke“, erzählte Emanuele Battista.

Als Inhaber des Pavillons am Neumarkt kennt sich Emanuele Battista bereits bestens in der Gastronomie aus. Zuvor führte er auch das Feinkostgeschäft an der Winterberger Straße. Der Hopfengarten wird nun Battistas zweites Standbein in Schwelm. „Am Neumarkt ist im Sommer viel los, hier im Hopfengarten wird es auch im Winter mehr Geschäft geben“, berichtete der neue Pächter. Doch viele Unterschiede im Vergleich zu früher wird er im Hopfengarten nicht einführen. Die komplette Einrichtung behält Emanuele Battista bei, und auch das Konzept der Rock-Kneipe soll weiterhin bestehen.

„Wir haben alles sauber gemacht und auf Vordermann gebracht. Die Kneipe soll für die Stammkunden im Grunde so bleiben, wie sie war“, sagt Emanuele Battista. Einige Pläne und Änderungsvorschläge hat Emanuele Battista trotzdem. So soll die Kneipe mit italienischem Flair angereichert werden, schließlich ist Emanuele Battista Italiener durch und durch. Das wird sich insbesondere beim Essen widerspiegeln. Der gelernte Koch möchte seine Gäste zukünftig mit italienischen Speisen wie Antipasti, Pizza oder Pasta verwöhnen. „Es soll verschiedene Tagesaktionen geben und immer ein paar neue Gerichte“, erklärte Emanuele Battista. Italienische Musik wird es allerdings nicht geben, da behält er das Erfolgsrezept seines Vorgängers bei und wird größtenteils Rock spielen. Ebenso soll es weiterhin Konzerte und Veranstaltungen im Hopfengarten geben. „Alle zwei Monate wollen wir auch 80er- und 90er-Jahre-Musik bieten, und ich freue mich sehr, dass wir schon jetzt viele Anfragen für Geburtstagsfeiern haben“, sagte der Italiener.

Damit bei der Neueröffnung alles glatt lief, bekam Battista viel Unterstützung von seiner Familie. Aus Italien schickten ihm seine Verwandten Pflanzen und Glückwünsche. Dankbar ist er aber besonders für seine drei starken Kellnerinnen, die er von „Johnnys Hopfengarten“ übernommen hat und ohne die der erste Samstag wohl nicht so reibungslos über die Theke gegangen wäre.

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