Prozess

Anklage gegen Ennepetaler wegen versuchten Mordes

Justitia hat Recht zu sprechen: Am Montag beginnt der Prozess am Landgericht Hagen. Der Ennepetaler ist des versuchten Mordes angeklagt.

Justitia hat Recht zu sprechen: Am Montag beginnt der Prozess am Landgericht Hagen. Der Ennepetaler ist des versuchten Mordes angeklagt.

Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

Gevelsberg/Ennepetal.   Streit wegen einer früheren Affäre und Sexfotos aus dieser Zeit. Als die Widersacher sich begegnen, zieht der 28-Jährige das Messer und sticht zu.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein 28-Jähriger Ennepetaler muss sich wegen versuchten Mordes vor dem Schwurgericht verantworten. Er soll nach vorangegangenen Streitigkeiten in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2017 versucht haben, einen 26-jährigen Gevelsberger mit einem Küchenmesser heimtückisch zu erstechen. Dieser wurde lebensgefährlich verletzt. Hintergrund der Tat soll eine Auseinandersetzung wegen einer außerehelichen Beziehung des Angeklagten sein. Nachdem die Beziehung zu seiner Geliebten auseinandergegangen sei, habe diese sich dem Gevelsberger zugewandt.

Verbreitung von Sexfotos

In der weiteren Folge habe der Ennepetaler seiner Ex-Geliebten angedroht, die Verbreitung von während der Beziehung angefertigter Sexfotos zu verbreiten. Eine überwiegend per WhatsApp geführte Auseinandersetzungen zwischen dem Angeklagten und dem Gevelsberger war die Folge. In deren Verlauf habe der Gevelsberger dem Angeklagten auch damit gedroht, die vergangene Affäre der Ehefrau des Angeklagten zu offenbaren.

In der Tatnacht sei der Gevelsberger dann aufgrund der Auseinandersetzungen mit der Ex-Geliebten und weiteren Personen vor der Wohnung des Ennepetalers erschienen, um diesen zur Rede zu stellen. Daraufhin habe sich der Angeklagte mit einem Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge bewaffnet und sei mit seinem Bruder aus dem Haus getreten. Dort habe er dem Gevelsberger das Messer unvermittelt und unter Ausnutzung des Überraschungsmoments in die Seite gestoßen. Dabei habe der Angeklagte den Tod seines Opfers jedenfalls billigend in Kauf genommen.

Schläge und Tritte

Auf das zusammengebrochene Opfer habe der angeklagte Ennepetaler, dessen Messer bei dem Stich zerbrochen sei, eingeschlagen und eingetreten, bis er von seinem Bruder weggezogen worden sei. Die lebensgefährliche Stichwunde des Gevelsbergers habe im Rahmen einer Notoperation versorgt werden können.

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft. Ihm wird versuchter Mord zugleich mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Im Regelfall sieht das Gesetz hierfür eine Freiheitsstrafe von drei bis 15 Jahren vor. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage vorgesehen, es beginnt am kommenden Montag.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben