Verkaufsoffener Sonntag

Adventszauber in Gevelsberg mit verregneter Bilanz

Bis 16 Uhr war der Adventszauber in der Gevelsberger Innenstadt vom Wetter regelrecht verhagelt. Zwei Aussteller packten ihre Sachen vorzeitig ein und reisten wieder ab.

Bis 16 Uhr war der Adventszauber in der Gevelsberger Innenstadt vom Wetter regelrecht verhagelt. Zwei Aussteller packten ihre Sachen vorzeitig ein und reisten wieder ab.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de / WP

Gevelsberg.  Erst als der Regen ab 16 Uhr aufhört, kommen die Menschen in die Stadt, Die Bilanz des ersten Adventszaubers in Gevelsberg fällt verregnet aus.

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„Es wurde schön etwas auf die Beine gestellt“, sagt Susanne Schumacher. „Aber wenn selbst der Glühwein verwässert, dann kann man nichts tun.“ Gegen so einen Regen kommt man nicht an, weiß die Pro-City-Vorsitzende, die selbst bis hoch zu den Knien nass wurde, als sie am Sonntag einmal die Mittelstraße rauf und runter ging, trotz Schirm und regenfester Kleidung. Sie ist sich sicher: „Der Adventszauber wäre ein großer Erfolg geworden.“ Doch das Wetter spielte nicht mit – zumindest bis 16 Uhr, danach klarte es auf. „Das hat man eben nicht in der Hand.“

Gespräche mit Händlern

13 Uhr startete der erste verkaufsoffene Sonntag in der Adventszeit in Gevelsberg, eine Stunde später packten zwei Händler wieder ein. Sturmböen drohten die Zelte umzuwerfen, Teile der Auslage wurden vom Tisch verweht, weiß Susanne Schumacher. Bei Frank Kinateder hat es die Kasse erwischt. Für den Händler wurde der Ausflug in die Gevelsberger Innenstadt zu einem Minusgeschäft. Wiederkommen will er mit seinem Espresso- und Tee-Gefährt aber auf jeden Fall. Auch bei einer möglichen Neuauflage des Adventszaubers? „Nur, wenn es halbwegs trocken ist“, sagt er.

„Trotz des Regens haben fast alle bis 18 Uhr durchgehalten und wurden ab 16 Uhr wenigstens etwas belohnt, da sich doch noch viele Gevelsberger auf den Weg in die Stadt gemacht haben, als der Regen aufhörte“, sagt City-Managerin Lena Becker.

„Ab 16 Uhr sind die Menschen gekommen“, freut sich auch Susanne Schumacher. Auf die Gevelsberger könne man sich eben verlassen, sagt sie und erklärt, dass sie mit dem Ergebnis des Adventszaubers dennoch zufrieden sei. „Das soll jetzt nichts beschönigen.“ Es habe natürlich besser laufen können. Aber in Anbetracht der Umstände sei sie mit der Veranstaltung – mit Blick auf ihre Buchhandlung – zufrieden. Von zwei anderen Händlern habe sie ähnliches gehört. Aber, das sei nur eine persönliche Wahrnehmung.

Wie es jetzt mit dem Adventszauber nach der durchwachsenen Premiere weiter geht? „Das wissen wir noch nicht“, erklärt die Vorsitzende von Pro-City. Die Frage sei, was wünschen sich die Einzelhändler und die Akteure? Einen verkaufsoffenen Sonntag im Mai zum Boulevard oder im Dezember?

Susanne Schumacher erklärt, dass jetzt erst einmal Gespräche geführt würden. Die Idee mit dem Adventszauber sei super gewesen, auch die Citymanagerin Lena Becker habe sich mit dem Programm alle Mühe gegeben – auch wenn nicht alles stattfinden konnte. Nun müsse man schauen.

Lena Becker erklärt, dass etwa 35 Akteure am Programm beteiligt waren: von Kirmesgruppen über Lesementoren, Abiturjahrgang 2020 des Gymnasiums, Kettensägekünstler bis hin zu Kirchengemeinden. „100 Aktive waren insgesamt an der Umsetzung des ersten Adventszaubers beteiligt.“ Lena Becker: „Das Adventssingen der Freien evangelischen Gemeinde war super und wurde gut angenommen, auch die Auftritte der Fidelen Vogelsanger kamen gut an.“ Pro-City freut sich zudem, dass sich fast alle Einzelhändler am Adventszauber beteiligt und geöffnet hatten.

Wie es jetzt weiter gehen soll, und ob der Adventszauber eine einmalige Sache bleibt, das wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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