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Adventival Schwelm: Ortswechsel in Kirche zündet

  Christina Lux und Oliver George eröffnen die Jubiläumsausgabe des Adventivals

  Christina Lux und Oliver George eröffnen die Jubiläumsausgabe des Adventivals

Foto: Laura Dicke / WP

Schwelm.  Zum zehnten Geburtstag zieht das Festival in die Schwelmer Christuskirche. Purple Schulz und viele mehr verbinden leise Töne mit starken Themen.

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Ein Geburtstag mit Neuheiten und mit bekannten Gesichtern – zum zehnten Mal begeisterte das Adventival hunderte Besucher an insgesamt drei Tagen. Das Festival der akustischen Musik, ausgetragen von der Evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit der Katholischen und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, feierte sein Jubiläum in einem neuen Gewand. Erstmalig fand das Kulturereignis in der Christuskirche statt und auch das Organisatorenteam um Stefan Wiesbrock, Mark Wiedersprecher, Jürgen Schröder und Uwe Rahn bekam neue Unterstützung von Andreas Herhaus. Eins ist jedoch gleich geblieben: das Motto „Kultig – Himmlisch – Leise“.

Bereits im Jahr 2010, als das Adventival zum ersten Mal über die Bühne ging, haben Mark Wiedersprecher, Uwe Rahn und Stefan Wiesbrock die Messlatte hoch gehängt. „Wir haben von Beginn an den Anspruch, dass akustische und eigene Musik gespielt wird, dann muss es relativ leise sein und einen christlichen Bezug haben. Schwerer kann man es sich kaum machen, aber wir haben uns bewusst dazu entschieden“, erklärt Stefan Wiesbrock.

Licht und Sound vom Allerfeinsten

Dass das dennoch ganz wunderbar funktioniert, stellen die Organisatoren jedes Jahr neu unter Beweis. Mittlerweile hat sich das Adventival weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht und bietet jedes Jahr regionalen und überregional bekannten Künstlern eine Bühne. „Es ist ein Highlight im Advent und wird es auch immer bleiben“, sagte auch Bürgermeisterin Gabriele Grollmann- Mock, die seit fünf Jahren Schirmherrin des Festivals ist.

Mit dem neuen Veranstaltungsort in der Christuskirche wurde ein Ort gewählt, der passender nicht hätte sein können. „Wir sind hier super aufgestellt, haben das Feinste vom Feinsten was Sound und Lichttechnik angeht. Die Atmosphäre und Akustik sind einfach unschlagbar“, freute sich Stefan Wiesbrock über den neuen Veranstaltungsort. Zuvor fand das Festival im Ibach-Haus und ganz zu Anfang im Märkischen Gymnasium statt. Dabei entspricht nicht nur die Technik dem hohen Niveau des Adventivals, sondern auch die Musiker sind herausragend. Jedes Jahr treten regional und international bekannte Musiker mit handgemachten eigenen Songs auf.

Zum Jubiläum gab es einige Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Headliner Purple Schulz war bereits 2014 Teil des Festivals und Christina Lux stellte bei der ersten Ausgabe ihre warme Stimme unter Beweis. Beide standen gleich am ersten Abend auf der Bühne, nachdem Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock das Konzert eröffnete.

Christina Lux unter Begleitung von Oliver George machten dabei den Anfang. In ihren deutschsprachigen Songs aus dem Album „Leise Bilder“ gibt sie ihre tiefsten Gedanken wieder, erzählt Geschichten oder bezieht klare Stellung. So zum Beispiel im Lied „Reise“, in dem sie sich deutlich gegen antisemitische, rassistische oder jegliche andere Formen der Ausgrenzung stellt. „Demokratie muss eine Sache nicht aushalten und das ist Rassismus. Wir müssen uns dagegenstellen und aus der Geschichte lernen“, erklärte die Musikerin ihre Gedanken zu dem Lied. Auch ihre anderen Songs bringt sie ihre Gedanken auf den Punkt und verleitete das Publikum selbst zum Nachdenken.

Nachdenklich und humorvoll

Anschließend gab eine kleine Pause Gelegenheit zum Klönen und Essen im Petrus-Gemeindehaus. An beiden Abenden sorgten Anna Wiedersprecher, Anna Wiesbrock und Isi Fischer für ein musikalisches Pausenprogramm, bevor es mit dem Hauptprogramm weiterging. Als Headliner stand am Freitagabend der Kölner Singer-Songwriter Purple Schulz auf der Bühne. Auch er scheut in seinen Songs einen scharfen Blick auf Missstände, Politik und aktuelle Thematiken nicht zurück. Nachdenklich und dennoch humorvoll zeigte er sich auch in der Christuskirche.

Der Samstagabend begann mit der Band Encounters um Sängerin Katrin Eggers und die Musiker Thomas Klein, Sven Vilhelmsson, Udo Kehlert und Catrin Groth. Sie spielten deutsche und englische Songs aus der Feder von Katrin Eggert und brachten eine Mischung aus Soul, Jazz und Pop in die sehr gut besuchte Christuskirche. Den musikalischen Abschluss des Samstagabends bereitete Dania König mit ihrer Band um Manuel Steinhoff, Martin Denzin und Jörn Schlüter. Mittlerweile eine feste Tradition ist auch der ökumenische Familiengottesdienst, mit dem das zehnte Adventival am 2. Advent ein besinnliches Ende fand.

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