Gerichtsverhandlung

Wegen Waffenbesitz: 59-Jähriger in Emmerich vor Gericht

Weil er einen Schlagring im Auto hatte, stand am Montag ein 59-Jähriger vor Gericht in Emmerich.

Weil er einen Schlagring im Auto hatte, stand am Montag ein 59-Jähriger vor Gericht in Emmerich.

Foto: Dirk Schuster

Emmerich.   Bei einer Kontrolle in Emmerich-Elten war ein 59-Jähriger aufgefallen: Er hatte einen Schlagring im Auto. Deswegen stand er nun vor Gericht.

Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz musste sich ein 59-Jähriger am Montagmorgen vor dem Amtsgericht in Emmerich verantworten. Er war im September von der Polizei angehalten worden, als er mit seinem Auto den Grenzübergang in Elten passierte – die Beamten stellten bei der Durchsuchung des Fahrzeugs einen Schlagring sicher.

Der Schlagring ist eine verbotene Waffe

„Es ist eine verbotene Waffe im Sinne des Waffengesetzes“, erläuterte die vorsitzende Richterin dem Angeklagten. Der seit wenigen Tagen arbeitslose Transportfahrer gab die Tat sofort zu, erklärte aber auch, dass er nicht gewusst habe, dass das Mitführen des Schlagrings verboten ist.

Er habe bereits im Auto gelegen, als er dieses vor einigen Jahren gekauft habe, und er hatte den Ring einfach darin liegen gelassen.

Es sprach mehr für den Angeklagten, als gegen ihn

„Griffbereit im Auto – das macht einen etwas merkwürdigen Eindruck“, fand die Richterin. Für den Angeklagten spreche aber, dass er geständig war, keine Vorstrafen hat und die sichergestellte Waffe auch nicht zurückhaben wollte.

Letztlich waren sich Staatsanwaltschaft und Gericht einig: Gegen eine Zahlung von 400 Euro an die Landeskasse wurde das Verfahren gemäß §153a eingestellt.

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