Feuerwehr

Neues Fahrzeug komplettiert HFS-System in Emmerich

Bürgermeister Peter Hinze hielt eine Rede bei der Übergabe des neuen Fahrzeugs.

Bürgermeister Peter Hinze hielt eine Rede bei der Übergabe des neuen Fahrzeugs.

Foto: Thorsten Lindekamp

Vrasselt.   Die Freiwillige Feuerwehr Emmerich freut sich über neues Fahrzeug. Das komplettiert das HFS-System. Beste Ausstattung für den Katastrophenschutz.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es einen Neuzugang. Der Löschzug Vrasselt durfte am Dienstagabend das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF20 KatS) nun auch offiziell in Empfang nehmen.

Zur symbolischen Schlüsselübergabe und Einsegnung des neuen Fahrzeugs am Vrasselter Feuerwehrgerätehaus durfte Löschzugführer Gregor Amting, neben Vertretern der lokalen Politik, auch den Kreisbrandmeister Reiner Gilles begrüßen.

Viele Vertreter nach Vrasselt gekommen

Zudem waren auch Stadtbrandinspektor Martin Bettray, viele Kräfte der Emmericher Wache, die Jugendfeuerwehr, sowie Vertreter der Wache aus Rees, der Polizei und des THW nach Vrasselt gekommen.

„Die große Gruppe, die hier versammelt ist, zeigt, dass das Thema Feuerwehr bei uns in Emmerich ein sehr heißes Thema ist“, war Bürgermeister Peter Hinze der Einladung gerne gefolgt und bekräftigte noch einmal, „dass wir als Stadt immer hinter der Feuerwehr stehen.“ Als eine der ersten Wehren erhielten die Vrasselter nun den LF20 KatS vom Land NRW.

Ausstattung auf höchstem Niveau

„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, scherzte Wehrleiter Martin Bettray, fügte aber umgehend hinzu: „Bei unserem Fahrzeug handelt es sich um ein reinrassiges Spitzenpferd. Die Ausstattung ist auf höchstem Niveau.“ Angeschafft wurde das Fahrzeug insbesondere für den Einsatz innerhalb des Katastrophenschutzes im Kreis Kleve, kann darüber hinaus aber auch im alltäglichen Einsatzdienst genutzt werden.

Allerdings wurde das neue Gerät nicht zusätzlich angeschafft, sondern ersetzt seinen Vorgänger, damals bereitgestellt vom Bund, der zukünftig bei einer anderen Wache im Kreis zum Einsatz kommen wird.

Auch für die Betuwe relevant

„Dass wir so ein Fahrzeug hier haben, ist eine ganz wichtige Sache. Gerade in Bezug auf die Betuwe und das HFS-System, dass damit vervollständigt wird“, fand Kreisbrandmeister Gilles mit Blick auf das Sicherheitskonzept entlang der Bahnstrecke.

Der rund 14 Tonnen schwere Koloss wird vermutlich beim Konzept rund um die Betuwe eine wichtige Rolle spielen, ist mit seinem Allrad-Antrieb geländegängig. Zusätzliche, dünnere Schläuche sichern die Wasserversorgung auch bei wenig Wasser über eine längere Entfernung. Somit ist das LF 20 die perfekte Ergänzung zum Abrollbehälter des HFS-Systems in Emmerich. Es durchfährt auch Wassertiefen bis 90 Zentimeter mühelos.

Beim Equipment nicht gespart

Damit ist es zum Einsatz im Hochwassergebiet ebenfalls bestens geeignet. Hocherfreut ist man bei den Einsatzkräften über die Tatsache, dass beim Equipment nicht gespart wurde. Alles entspricht den neuesten Standards, vieles ist in doppelter oder dreifacher Ausführung vorhanden, was jederzeit einen schnellen Zugriff ermöglicht.

Zusätzliche Löschrucksäcke, ABC-Ausrüstung, hitzegeschützte LED-Strahler und ein leistungsstarker Generator, der das autarke Arbeiten ermöglicht, sind nur einige Details die zukünftig noch bessere Bedingungen im Katastrophenschutz gewährleisten sollen.

>> KOLOSS VON 14 TONNEN

Das LF 20 KatS ist 7,3 m lang und 2,5 m breit. Es wiegt beladen rund 14 t, erreicht mit seinen 340 PS eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Ausgestattet mit zwei Löschwasserpumpen, 600 Meter Schlauchleitung, die während der Fahrt verlegt werden kann, einem 1000 Liter Löschwasserbehälter und zusätzlicher ABC-Ausrüstung, bietet das Fahrzeug bis zu neun Einsatzkräften Platz.

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