NRW-Wahl

Landtagswahl 2022 in Emmerich, Kleve und Rees – CDU siegt

| Lesedauer: 15 Minuten
NRW-Landtagswahlen 2022: So entsteht das neue Parlament

NRW-Landtagswahlen 2022- So entsteht das neue Parlament

In der Regel wird alle fünf Jahre ein neuer NRW-Landtag gewählt. Aus welchen Abgeordneten sich das Parlament zusammensetzt, erklären wir im Video.

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Kreis Kleve.  Wie haben die Menschen in Bedburg-Hau, Emmerich, Goch, Kleve, Kranenburg und Rees bei der Landtagswahl abgestimmt? Ein Überblick.

AmSonntag (15. Mai) war Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen sind die Stimmen in Bedburg-Hau, Emmerich, Goch, Kleve, Kranenburg und Rees ausgezählt. In unserem Newsblog haben wir Sie über alle Entwicklungen rund um die Wahl im Wahlkreis Kleve II auf dem Laufenden gehalten.

NRW-Wahl: Alle Entwicklungen im Überblick

21.27: Auch aus Goch liegt das vorläufige Endergebnis vor: Die CDU liegt mit 45,5 Prozent vorne. Die SPD kommt auf 22,9 Prozent. Die Grünen können sich über einen deutlichen Zuwachs auf 14,2 Prozent freuen. Die FDP fällt auf 6,3 Prozent ab, die AfD auf 4,6 Prozent.

21.13: So hat Isselburg abgestimmt: Die CDU liegt mit 47,0 Prozent klar vorne. Die SPD hat mit 24,7 Prozent stark eingebüßt. Die Grünen kommen mit einem Plus von 9,4 Prozent auf 14,0 Prozent. Die FDP liegt bei 6,0 Prozent. Die AfD kommt auf 3,1 Prozent.

21.05: In Bedburg-Hau wurden mittlerweile alle Stimmen ausgezählt - ein vorläufiges Endergebnis liegt vor. Die CDU macht mit 46,5 Prozent das Rennen und liegt leicht über dem Wert bei der Landtagswahl 2017. Die stärksten Zuwächse verzeichnen die Grünen, die mit 14,5 Prozent hinter der SPD (23,7%) landen. Die stärksten Verluste muss die FDP hinnehmen, die im Vergleich zur NRW-Wahl 2017 mehr als die Hälfte ihrer Stimmen einbüßt.

20.44: Bei den Zweitstimmen liegt die CDU nach der Auszählung aller 40 Wahllokale in Kleve deutlich vorn. Mit 41,3 Prozent konnten die Christdemokraten die SPD deutlich distanzieren, die ein Minus von 4,5 Prozent im Vergleich zur letzten Landtagswahl verzeichnete und 26,1 Prozent der Stimmen erhielt. Größter Gewinner mit einem Zugewinn von 11,7 Prozentpunkten sind die Grünen, die mit 17,6 Prozent als drittstärkste Kraft aus der Wahl gehen. Die FDP verliert in Kleve 7,0 Prozentpunkte zu 2017 und erzielt ein Ergebnis von 5,6 Prozent. Die AfD kommt auf 3,9 Prozent, 1,7 Prozentpunkte weniger als bei der vergangenen NRW-Wahl. Auch die Linkspartei zählt zu den Verlierern in Kleve. Sie erhielt nur 1,3 Prozent der Stimmen. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 5,6 Prozent.

20.40: Auch in Rees haben die Wähler mittlerweile entschieden. Bei den Zweitstimmen geht die CDU als klarer Sieger aus der Wahl in Rees. Die Christdemokraten liegen nach der Auszählung aller 25 Wahllokale mit 43,2 Prozent deutlich vor der SPD, die 26,1 Prozent der Stimmen erhielt. Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit 15,6 Prozent. Die FDP erzielt in Rees ein Ergebnis von 5,4 Prozent und verzeichnet mit einem Minus von 5,6 Prozent einen deutlichen Stimmverlust im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl. Auch die AfD muss leichte Einbußen von 1,7 Prozentpunkten hinnehmen und kommt auf 4,1 Prozent. Die Linke erhielt 1,3 Prozent der Stimmen in Rees. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 4,3 Prozent.

20.35: Enttäuscht vom Wahlergebnis ist man bei der SPD. „Wir sind natürlich nicht zufrieden“, sagt Thorsten Rupp, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kreis Kleve. „Wir hatten uns mehr erhofft.“ SPD-Kandidatin hätte im Wahlkreis einen hervorragenden Einsatz gezeigt – ebenso wie Lars Aengenvoort im Südkreis. „Wir sind eigentlich angetreten, um in NRW wieder die Nummer Eins zu werden und davon sind wir jetzt weit entfernt“, erklärt Rupp. Wer am Ende NRW regieren wird, darüber möchte Thorsten Rupp nicht spekulieren. „Ich glaube, es ist klar, wer jetzt Gespräche führt“, sagt er.

20.18: In Emmerich steht mittlerweile auch das offizielle Ergebnis der Wahl fest. Hier gewinnt die CDU mit 40,3 Prozent der Zweitstimmen vor der SPD mit 30,7 Prozent und den Grünen mit 14,2 Prozent. Die FDP kommt auf 4,3 Prozent und liegt damit, wie die AfD mit 4,1 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke.

20.08: In Isselburg zeichnet sich ein großer Vorsprung für die CDU ab. Sie kommt aktuell auf 46,3 Prozent. Die SPD büßt 7,7, Prozent ein und kommt auf 24,9 Prozent. Die Grünen können sich über ein kräftiges Plus von 8,1 Prozent freuen, dass ihnen ein vorläufiges Ergebnis von 12,7 Prozent beschert. Die FDP kommt auf 6,2 Prozent und die AfD liegt mit 4,1 Prozent aktuell unter der Fünf-Prozent-Hürde

19.48: Auch bei der CDU im Kreis Kleve freut man sich über das Ergebnis. „Aus Klever Sicht sind wir mit dem Ergebnis total zufrieden“, sagt Andrea Kamps, Vorsitzende des CDU-Stadtverbands von Kleve. Kaum verwunderlich, sieht es doch so aus, als wäre die Partei wieder deutlich die stärkste Kraft im Land. Zu dem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die beiden Kandidaten der CDU im Kreis, und in den beiden Wahlkreisen gewinnen werden. „Jetzt bleibt abzuwarten, was die Grünen machen“, sagt Andrea Kamps. Denn die Grünen werden wohl die zweitstärkste Kraft im Land, könnten sowohl mit der CDU, als auch mit SPD und FDP regieren. „In Kleve läuft die Zusammenarbeit zwischen CDU und Grünen sehr gut. Das kann man auch für eine Landesregierung empfehlen“, sagt Andrea Kamps.

19.05: Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen ist die Freude bei den Grünen bereits groß. „Wir sind wirklich sehr glücklich“, sagt Bruno Jöbkes, Sprecher der Grünen im Kreis Kleve. „Die Menschen sehen die Themen, die uns immer wichtig waren, bei uns gut beheimatet“, erklärt er. Gerade Themen wie Energie und Klima seien im Wahlkampf präsent gewesen und davon hätten die Grünen profitieren können. „Das Ergebnis ist eine schöne Bestätigung, das unsere Politik ankommt“, sagt Jöbkes. Quasi sicher im Landtag ist, geht man nach den Prognosen in Hochrechnungen, der Grüne Landtagskandidat im Wahlkreis 55 (Kleve II), Volkhard Wille. Er steht auf Platz 18 der Landesliste seiner Partei und dürfte damit der erste Politiker sein, der für die Grünen aus dem Kreis Kleve in den Landtag in Düsseldorf einzieht.

18.36: Auch in Emmerich ist der erste Stimmbezirk – die Nummer 120, Rheinmuseum – ausgezählt: Hier führt bei den Zweitstimmen die SPD mit 47 (36,43 Prozent) vor der CDU mit 37 (28,68 Prozent).

18.32: Ein Kopf-an-Kopf-Rennenliefern sich SPD und CDU im Stimmbezirk 2.0 Rheinschule Rees, dem ersten, bei dem das Ergebnis feststand: Bei den Zweitstimmen haben jeweils 69 Wähler für eine der beiden Parteien gestimmt. Bei den Erststimmen entfallen 71 auf Günther Bergmann (CDU) und 70 auf Christin Becker (SPD).

18.24: Es laufen die ersten Ergebnisse aus den Wahlkreisen ein.

18.00: Nachdem seit heute Morgen um 8 Uhr die Wähler ihre Stimmen in den Wahllokalen abgeben konnten, schließen diese jetzt – auch im Kreis Kleve. Damit sind jetzt alle Stimmen abgegeben. Ab jetzt geht es direkt an die Auszählung. Die ersten Zwischenergebnisse werden sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

17.24: Die Wahlbeteiligung im Nordkreis Kleve (Wahlkreis 55) lag um 16 Uhr bei 52,39 Prozent und ist damit mittlerweile geringer als noch 2017. Damals wurden bis 16 Uhr 56,34 Prozent durchgegeben. Am höchsten fällt die Beteiligung noch immer in Bedburg-Hau aus. Hier liegt sie aktuell bei 56,97 Prozent. Dies meldete jetzt die Kreisverwaltung Kleve. In Emmerich lag die Wahlbeteiligung bis 16 Uhr bei 50,51, in Kleve bei 48,03 in Rees bei 54,14 und in Goch bei 49,80 Prozent.

Im Südkreis (Wahlkreis 54) liegt die Wahlbeteiligung noch immer etwas höher, als im nördlichen Teil des Kreises. Hier gingen bis 16 Uhr 55,68 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. 2017 waren es 61,27 Prozent. In Kalkar liegt die Beteiligung bei 51,82, in Uedem bei 57,02 und in Weeze bei 47,22. Die höchste Wahlbeteiligung gibt es mittlerweile in Rheurdt, wo 61,77 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt haben.

13.28: Die Wahlbeteiligung im Nordkreis Kleve (Wahlkreis 55) lag um 12 Uhr bei 40,55 Prozent und ist damit höher als 2017. Damals wurden bis 12 Uhr 35,5 Prozent durchgegeben. Am höchsten fällt die Beteiligung in Bedburg-Hau aus, hier liegt sie bei 43,56 Prozent. Dies meldete jetzt die Kreisverwaltung Kleve. In Emmerich lag die Wahlbeteiligung bis 12 Uhr bei 41,27, in Kleve bei 37,65 in Rees bei 41,54 und in Goch bei 37,77 Prozent.

Im Südkreis (Wahlkreis 54) liegt die Wahlbeteiligung etwas höher. Hier gingen bis 12 Uhr knapp 42 Prozent zur Abstimmung. 2017 waren es 37 Prozent um 12 Uhr. In Kalkar liegt die Beteiligung bei 40 Prozent, in Uedem bei 42,8 und in Weeze bei 34,69 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung gibt es in Wachtendonk mit 46,9 Prozent

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass bei den vergangenen Wahlen zu beobachten war, dass die Wahlbeteiligung nach 18 Uhr niedriger als um 12 oder 16 Uhr. Der Grund hierfür sind die Briefwähler, so der Kreis. Um 12 und um 16 Uhr werden noch sämtliche Briefwahl-Unterlagen in die Wahlbeteiligung hineingerechnet, die an die Wähler versandt wurden. Nicht alle Briefwähler nutzen auch die Möglichkeit zur Wahl.

12.15 Uhr: Christin Becker von der SPD hat ihre Stimme in der ehemaligen Hauptschule von Schneppenbaum in Bedburg-Hau abgegeben. Sie geht von einem knappen Wahlausgang auf Landesebene aus. „Das wird diesmal ganz knapp“, sagt sie. Günther Bergmann von der CDU im Nordkreis werde sein Ergebnis von 2017 auch nicht wiederholen, ist sie sich sicher. Bergmann holte damals 44,4 Prozent der Stimmen.

11.29 Uhr: Günther Bergmann hat im Rathaus Kalkar abgestimmt. Der CDU-Politiker rechnet mit einer Wahlbeteiligung von 60 bis 65 Prozent. Aber wie viel Prozent der Stimmen kann die Union am Ende des Wahl-Tages für sich gewinnen? „Wir werden beide Wahlkreise gewinnen“, ist sich Bergmann sicher.

Die Stimmung bei Wahlveranstaltungen und unter seinen Parteikollegen sei in den vergangenen Wochen sehr positiv gewesen. „Ich glaube, dass wir ein gutes Ergebnis bekommen werden“, so Bergmann.

10.31 Uhr: Auch die Kandidatinnen und Kandidaten geben heute ihren Wahlzettel ab. Grünen-Politiker Volkhard Wille bewirbt sich im Wahlkreis Kleve II um ein Mandat für den neu gewählten NRW-Landtag. Er hat vor wenigen Minuten an der Volkshochschule Kleve abgestimmt.

Für Wille gehen wie für viele andere Politiker im Kreis Kleve sechs Wochen anstrengender Wahlkampf zu Ende: „Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis“, gibt sich Wille vor dem Wahllokal optimistisch. Sein Ziel: „Ich würde mich freuen, wenn wir bei den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Kleve den prognostizierten Landesschnitt von 17 Prozent erreichen.“

9.15 Uhr: Für die Parteimitglieder aus dem Kreis Kleve geht heute eine anstrengende Zeit zu Ende. In den vergangenen Wochen haben sie viele Diskussionen geführt, Wahlkampfstände betreut und Internetbeiträge veröffentlicht. Am Samstag hatten alle Parteien noch einmal ihren Endspurt. In der Klever Fußgängerzone waren alle Parteien mit einem Wahlstand vertreten. Der Wahlkampf ging bis zur letzten Minute.

8 Uhr: Erfahrungsgemäß geben bereits viele Menschen in den frühen Morgenstunden ihre Stimme an der Wahlurne ab. Die Direktkandidaten aus dem Kreis Kleve werden in ihrem Heimatort ihren Wahlzettel abgeben. Wo genau und mit welchen Gefühlen sie diesen Tag angehen, lesen Sie gleich hier in unserem Nachrichten-Ticker.

Landtagswahl im Wahlkreis Kleve I: Kandidaten und Ergebnisse

Wahlberechtigt im Kreis Kleve sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag volljährig sind, ihren Hauptwohnsitz in einer Kommune des Kreises haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. 2017 waren bei der Landtagswahl im Kreis Kleve 226.567 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

Der Kreis Kleve ist in zwei Wahlkreise mit den Nummern 54 und 55 aufgeteilt. NRW ist in insgesamt 128 Wahlkreise aufgeteilt. Zum ersten Mal errechnet sich die Verteilung der Wahlkreise nicht nach der Einwohnerzahl, sondern nach der Zahl der Wahlberechtigten. Das Landeswahlgesetz wurde dafür im Jahr 2020 geändert.

Als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2022 in NRW gehen im Wahlkreis Kleve II diese Politikerinnen und Politiker ins Rennen (Meldefrist für die Namen der Direktkandidaten war der 17. März):

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis 55 (Kleve II)

  • Dr. Günther Bergmann (CDU) -
  • Christin Becker (SPD) -
  • Stephan Haupt (FDP) -
  • Dr. Volkhard Wille (Bündnis 90 / Die Grünen) - Hier finden Sie das NRZ-Porträt
  • Sabine Hesseling (Die Linke) -
  • Lutz Kühnen (Freie Wähler) -

Der Wahlkreis Kleve II umfasst die Kommunen Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch, Kleve, Kranenburg und Rees. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier 112.751 Wahlberechtigte, von denen 62,4 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidat wurde bei der Landtagswahl 2017 Dr. Günther Bergmann (CDU) gewählt.

NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick: So wird gewählt
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Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Kleve II war mit 62,4 Prozent etwas niedriger als landesweit (65,2 Prozent).

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