Offene Jugendarbeit

Isselburgs Jugendhäuser informierten sich über Online-Spiele

Die Mitglieder des Arbeitskreises Offene Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Borken befassten sich mit den Chancen und Gefahren von Online-Games

Die Mitglieder des Arbeitskreises Offene Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Borken befassten sich mit den Chancen und Gefahren von Online-Games

Foto: Kreis Borken

Isselburg.   Isselburger Delegation informierte sich bei einem Vortrag über Chancen und Gefahren von Online-Spielen. Experte gab Anregungen für den Alltag.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Digitalisierung beeinflusst in großem Maße die Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das stellen auch die Mitarbeiter der Jugendhäuser in Isselburg bei ihrer täglichen Arbeit fest.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit im Westmünsterland befasst sich seit langem mit diesem Themenfeld. So hat auch der Arbeitskreis Offene Kinder- und Jugendarbeit Kreis Borken die Entwicklung im Fokus.

Isselburger waren bei einem Expertenvortrag

Vor diesem Hintergrund haben sich dessen Mitglieder – die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aus dem Kreis Borken gemeinsam mit der Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreises – in ihrer jüngsten Sitzung mit den Chancen und Gefahren der Online-Games befasst.

Unter ihnen waren unter anderem auch Reinhard Wolffs und Ramkumar Kisoensingh von der aufsuchenden Jugendarbeit Isselburg.

Jugendschutz als Thema im Fokus

Der Experte Daniel Heinz vom „Spieleratgeber NRW“ gab ihnen dabei Antworten auf Fragen, wie: Was ist neu im Bereich der Online-Games? Wo lauern Gefahren und wie können Jugendliche geschützt werden?

„Bei den vor Ort tätigen Fachkräften besteht großer Informationsbedarf, gerade auch, was die Auswirkungen auf den Jugendschutz betrifft“, erklärte dazu Ute Isferding, Leiterin der das Treffen ausrichtenden Fachabteilung Kinder- und Jugendförderung im Fachbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung Borken.

E-Sports ist auf dem Vormarsch

Der Referent erläuterte – und zwar „sympathisch und authentisch“, wie Reinhard Wolff vom Jugendhaus Anholt sagt – zunächst Neuerungen im Spielebereich und im Jugendschutz. Überdies wies er darauf hin, dass sich derzeit der Bereich E-Sports als ganz neuer Sektor herauskristallisiere. Hierbei handelt es sich um sportliche Wettbewerbe an den Spielkonsolen.

In Deutschland fülle dieses Angebot bereits Stadien und die sogenannten Gamer würden wie Megastars gefeiert. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sei sogar festgehalten, E-Sports als Sportart anzuerkennen. Damit bekämen Online-Games noch einmal eine ganz neue Dimension und Bedeutung.

Es wird vor Cyber-Grooming gewarnt

Daniel Heinz hielt diese Entwicklung allerdings für bedenklich. Für die Spieleanbieter gehe es schließlich um kommerzielle Interessen.

Zudem werde kritisch gesehen, dass über derartige Spielplattformen auch soziale Netzwerke betrieben werden. Das heißt, dass Spieler online unmittelbar miteinander in Kontakt treten. „Auch bei uns im Kreis Borken ist es auf diese Weise bereits zu ersten Fällen von sogenanntem Cyber-Grooming gekommen“, ergänzte Ulrich Kolks vom Kriminalkommissariat (KK) Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Borken.

Aufklären um Gefahren zu mindern

Gemeint sei damit, dass Täter im Internet gezielt nach Opfern suchen. So bestehe die Gefahr, dass sich Erwachsene unter einem Pseudonym als jugendliche Spieler ausgeben und dann Jugendliche angehen mit dem Ziel, ihnen Geldzahlungen abzupressen oder von ihnen Nacktbilder zu fordern. Einzige Möglichkeit, hier gegen zu wirken, sei es, Aufklärung zu betreiben und vor den Gefahren zu warnen, so Kolks.

Daniel Heinz zeigte in seinem Vortrag aber nicht nur Negativentwicklungen auf. Vielmehr stellte er den Arbeitskreismitgliedern auch Beispiele vor, wie Online-Games in die Offene Kinder- und Jugendarbeit integriert werden können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben