Handwerk

Individueller Möbelbau entsteht in Rees in neuem Holzbau

Chris Oldenburg und Andreas Kant vor ihrer neuen Halle aus Holz. „Es ist gerichtet“, groß gefeiert wird zur Einweihung voraussichtlich im Oktober.

Chris Oldenburg und Andreas Kant vor ihrer neuen Halle aus Holz. „Es ist gerichtet“, groß gefeiert wird zur Einweihung voraussichtlich im Oktober.

Foto: Konrad Flintrop

Rees  Chris Oldenburg und Andreas Kant legen ihre beiden Betriebe zusammen. Gemeinsam haben sie die Holzhalle an der Marie Curie Straße in Rees gebaut

. Noch fehlt den beiden Holzspezialisten ein griffiger Name für ihren neuen Betrieb. Tischler und Holztechniker Chris Oldenburg und Tischlermeister Andreas Kant haben im Moment noch andere Dinge im Kopf, um auf dem 2600 Quadratmeter großes Grundstück an der Marie-Curie-Straße im Reeser Gewerbegebiet gemeinsam ihre Werkstatt mit Ausstellungsraum und Lager fertigzustellen. So wird das Richtfest nur mit einem kleinen Birkenzweig gefeiert. Holz hat das neue Gebäude allemal.

Kompletter Bau aus Vollholz

Ein echter Hingucker ist das komplett aus Vollholz bestehende Bauwerk, dessen Ausbau die beiden Fachleute in Eigenleistung bewerkstelligen. Bisher lagert Chris Oldenburg das Holz auf dem Hof von Andreas Scholl in Mehr, fertigt Möbel in der Werkstatt von Andreas Kant und vollendet sie im Eigenheim in Mehr. Da sich Chris Oldenburg und Andreas Kant schon lange kennen und gut und gerne zusammenarbeiten, wurden sie sich bald einig, gemeinsam hier in Rees einen neuen Betrieb zu schaffen.

Gemeinsam sind sie stark

„Wir ergänzen uns gegenseitig“, erzählt Tischlermeister Andreas Kant. Er hat seine Tischlerei im März 1999 in Hamminkeln gegründet. In Ringenberg betreibt er seine Werkstatt in gemieteten Räumen, seit Jahren bildet er regelmäßig aus und wird mit einem Gesellen und einem Azubi nach Rees übersiedeln. Was er mitbringen wird, sind selbstverständlich seine computergesteuerten Maschinen, sprich CNC-Technik. Auch sein Schwerpunkt ist der individuelle Möbelbau, wie Einbauschränke, Tische, Sideboards, Betten und Bänke, aber auch Ladenbau für gewerbliche Kunden. Für das evangelische Kinderheim etwa stattet er die Zimmer mit kindgerechten Möbeln aus.

Holz zum Riechen und Anfassen

Beiden Tischlern ist immer wichtig, dass die Kunden Holz riechen, sehen, anfassen und bei dessen Bearbeitung zusehen können. All das wird nun in der neuen Werkstatt möglich sein, die auf 280 m2 Fläche entstehen wird. Hinzu kommt zur Straße hin ein etwa 80 m2 großer Ausstellungsraum mit Büro. Rückseitig wird das Lager untergebracht, weitere 250 m2 Halle werden vermietet. „Für mich ist die Zusammenlegung der zwei Firmen auch ein Generationenprojekt, Chris Oldenburg steht dort, wo ich vor 20 Jahren begonnen habe“, nennt Kant ein weiteres Argument für die Zusammenlegung beider Handwerksbetriebe.

Viele Kunden generieren die beiden über ihre Internetseite, die zukünftig natürlich auch zusammengefügt wird. Hier machen sie mit individuellen Entwürfen auf sich aufmerksam.

Tisch aus einem Ahorn

Kürzlich erst hat ein Ehepaar aus dem Düsseldorfer Raum sie im Internet entdeckt. Es besaß einen Ahornbaum, der gefällt und dann getrocknet wurde. Aus ihm entstanden ein 3,60 Meter langer Tisch. http://Hier_gibt_es_mehr_Artikel_aus_Emmerich,_Rees_und_Isselburg{esc#225914285}[teaser]

In ihrem neuen Ausstellungsraum wird man die Exponate der beiden bewundern können, das anfassen, was man im Internet nicht greifen kann. Den Ausstellungsraum in Grieth will Chris Oldenburg als zweiten Standort beibehalten. „Hierdurch habe ich viele neue Kunden bekommen.“ Ende September/Anfang Oktober wird das auch in Rees an der Marie-Curie-Straße möglich sein.

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