Schlägerei

Emmericher Anwohner klagen über Ärger auf dem Schulgelände

Nachbarn berichten: Auf dem Schulhof des Willibrord-Gymnasiums in Emmerich treffen sich abends zwielichtige Gestalten.

Nachbarn berichten: Auf dem Schulhof des Willibrord-Gymnasiums in Emmerich treffen sich abends zwielichtige Gestalten.

Foto: Christian Creon / NRZ

Emmerich.  Nach Aussagen von Anwohnern seien Pöbeleien auf dem Schulhof des Gymnasiums an der Tagesordnung. Zwielichtige Gestalten sprächen die Schüler an.

Die Anwohner der Hansastraße sind besorgt. Seinen Hund führe man abends besser nicht mehr rund ums Emmericher Gymnasium aus, schildert ein Mann, der ganz in der Nähe wohnt. Die Gefahr, dass man von jungen Männer angepöbelt und einem Schläge angedroht werden, sei groß.

Seit Wochen und Monaten tummelten sich zwielichtige Gestalten auf dem Schulhof. Anwohner berichten von dunkel gekleideten Männern, die sich in den Schulpausen mit Schülern unterhalten. Der Verdacht des Drogenhandels wird geäußert. „Hier muss man aufpassen“, sagt ein anderer Mann der NRZ, der seinen Namen nicht veröffentlicht wissen möchte.

Emmerich: Dubiose Männer sollen Schüler angesprochen haben

Das Umfeld des Gymnasiums ist zu einer Problemecke geworden. Pöbeleien und Anmachen gehören für die Anwohner der Hansastraße zum Alltag. Ein Mann, der seit vielen Jahren in Emmerich wohnt, berichtet der NRZ, dass er regelmäßig beschimpft werde. „Wenn man sein Auto auslädt, dann kommen die übelsten Wörter von der anderen Straßenseite. Ich ignoriere das.“

Er beobachtet, dass regelmäßig dubiose Männer sich auf dem Schulhof aufhalten, um mit den Schülern in Kontakt zu treten. „Emmerich ist seit Jahrzehnten eine Drogenstadt. Aber die Stadt will das nicht wahrhaben. An der Hansastraße und am Friedhof wird regelmäßig gedealt.“

In seinem Vorgarten finde er oft Müll, die Jalousien wurden hochgedrückt, Fußabdrücke im Beet verraten nächtlichen Besuch: „Wir tanken hier immer nur noch für fünf bis zehn Euro. Das Benzin wird regelmäßig abgesaugt“, schildert er.

Stadt Emmerich hat zuletzt vermehrt Beschwerden bekommen

Tim Terhorst, Sprecher der Stadt, bestätigt, dass es in der jüngsten Vergangenheit häufig Anrufe von Anwohnern gegeben hat, die sich über Lärmbelästigung und Vandalismusbeschwerten. „Hier hat sich ein Treffpunkt gebildet“, sagt Terhorst. Das Ordnungsamt arbeite hier mit der Polizei zusammen. Auch der Streetworker sei eingeschaltet worden.

Schulleiter Stephan Bieke sagte auf NRZ-Nachfrage, dass es im April mehrere Probleme mit Graffiti-Sprayern gegeben habe. Daraufhin habe die Stadt regelmäßig kontrolliert. Probleme mit Drogen seien ihm nicht bekannt.

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