Städtepartnerschaft

Die Mitgliederzahl des Freundeskreis Silute sinkt

Letztes Jahr nahmen noch 30 Mitglieder an der Jahreshauptversammlung des Freundeskreis teil, jetzt waren es gerade einmal 16.

Letztes Jahr nahmen noch 30 Mitglieder an der Jahreshauptversammlung des Freundeskreis teil, jetzt waren es gerade einmal 16.

Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   Freundeskreis Emmerich-Silute hat nicht nur weniger Mitglieder, auch die Spendenfreudigkeit ist nicht mehr so hoch. Neues Projekt vorgestellt.

Rückläufige Mitgliederzahlen – von einst zu den besten Zeiten 100 ging’s runter auf 60. Damit hat der Freundeskreis Emmerich-Silute derzeit zu kämpfen. Denn neben fehlenden Beiträgen ist auch die Spendenfreudigkeit nicht mehr so hoch, wusste Kassierer Werner Gerhardt am Samstag in der Evangelischen Bildungsstätte an der Hansastraße zu berichten: „Jedes Jahr schließen wir mit einem Negativsaldo ab.“

Aber, und das ist Vorstand und Vereinsmitgliedern (16 waren anwesend) wichtig, die Unterstützung in der Partnerstadt Silute soll weiterhin aufrechterhalten werden. So ist es schon gute Tradition, dass ein Kinderzeltlager am Meer, eine kleine Nikolausfeier für die Kleinen und für die einkommensschwachen Rentner ein Frühlingsfest und eine Weihnachtsfeier organisiert werden.

Eine großartige Verbundenheit

Wie wichtig gerade in schwierigen Zeiten der EU das Bewusstsein sei, „alle Bürger eines vereinten Europas“ zu sein, brachte Vize-Bürgermeister und Mitglied Herbert Ulrich auf den Punkt.

Eine großartige Verbundenheit zwischen Silute in Litauen und Emmerich am Rhein in Deutschland sei: „Wir wählen im Mai das Europäische Parlament.“ Bei den eher düsteren Freundeskreis-Prognosen gab’s zum Schluss der Jahreshauptversammlung einen Lichtblick der besonderen Art.

Brieffreundschaften sind entstanden

Sabine Machelett stellte die Partnerbrieffreundschaft zwischen der Emmericher Gesamtschule und der Martyno Jankaus Schule in Silute vor. Die Deutschlehrerin betreut das Projekt, an dem zehn Schüler der Klasse 7c und weitere sechs der 8f auf freiwilliger Basis seit Oktober 2018 teilnehmen.

In Kommunikationszeiten von Facebook, WhatsApp und Instrgram könnte man denken, dass das Briefschreiben (vornehmlich in Englisch) kein Thema mehr wäre.

Freude über Briefe aus Silute

Doch „die Schüler sind ganz aufgeregt, wenn ein Brief aus Silute kommt“, berichtete Sabine Machelett. Die Handschrift neu entdecken und die Förderung der Schreibanlässe in Deutsch, das sei eine tolle Erfahrung.

Die Horizonterweiterung über Emmerich hinaus um neue Kulturen kennen zu lernen, werde von den Schülern sehr geschätzt. Dabei wurde auch schnell für die Jugendlichen beim bisher geführten Briefeaustausch deutlich, dass „die Hobbys ziemlich gleich sind“.

Baumkuchen aus Silute und Printen aus Aachen

Zu Weihnachten gab’s Baumkuchen aus Silute und Printen aus Aachen. Und man erzählte sich per Papier und Stift wie Weihnachten im südlichen Baltikum und am Niederrhein abläuft. Für die Zukunft, so die Lehrerin planen beide Schulen die Auflage eines Flyer, in dem sie sich gegenseitig vorstellen, Telefonkonferenzen per Skype und irgendwann einen persönlichen Besuch.

Eine gute Gelegenheit um auf das Projekt und die nötige finanzielle Unterstützung aufmerksam ist sicherlich der traditionelle Grillnachmittag des Freundeskreise am 14. September. Dazu hat der litauische Botschafter in Deutschland, Darius Semaška, sein Kommen zugesagt.

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