Wochenkommentar

Die Emmericher sollten Weihnachtsmärkte jetzt neu denken

Marco Virgillito kommentiert diese Woche das Aus des Lions-Adventsmarktes Borghees, die Situation der Emmericher Werbegemeinschaft und die Kita-Beitrags-Tabelle.

Marco Virgillito kommentiert diese Woche das Aus des Lions-Adventsmarktes Borghees, die Situation der Emmericher Werbegemeinschaft und die Kita-Beitrags-Tabelle.

Foto: Thorsten Lindekamp

Nachdem die Lions das Aus für den Adventsmarkt am Schlösschen Borghees verkündet haben, sollte Emmerich ein neues, modernes Angebot schaffen.

Das Ende des Lions-Weihnachtsmarktes am Schlösschen Borghees ist bitter. Vielleich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Idee eines Weihnachtsmarktes neu zu denken, denn Emmerich bräuchte hier ein neues Zugpferd.

Erstmal sollte man sich einen schönen Ort ausgucken. Der Rheinpark, das Zentrum von Hochelten (je nach Lage der Bauarbeiten) oder die Rheinpromenade. Ein neuer potenzieller Fokus: mehr Kulinarisches, mehr Kultur, weniger Verkauf. Klar, ein Wetterrisiko bleibt immer. Aber das gilt für alle Weihnachtsmärkte – kein Grund, die Tradition auslaufen zu lassen.

Welche gemeinsamen Interessen verfolgt die EWG?

Die Emmericher Werbegemeinschaft sieht sich als gut funktionierende Vereinigung. Auch wenn sie noch keinen neuen Vorsitzenden gefunden hat. Ob die Emmericher diese Wahrnehmung teilen, darf bezweifelt werden. Das kann auch daran liegen, dass die EWG mehr hinter den Kulissen wirkt und das Handeln nur wenige sehen.

Die EWG lässt die grundsätzlichen Fragen vermissen: Hat die Händlerschaft in Emmerich noch ausreichend gemeinsame Interessen, um eine gemeinsame Vertretung beizubehalten? Was kann diese wirklich leisten, um überhaupt mehr Publikumsverkehr in der City zu erreichen?

Kita-Gebühren dürfen kein Arbeits-Hindernis sein

In Emmerich wird über die Kita-Beitrags-Tabelle diskutiert. Ist sie ungerecht? Sind die Beiträge zu hoch? Wenn ein Elternteil hinterfragt, ob es sich überhaupt lohnt arbeiten zu gehen oder nur für eine geringere Stundenzahl, dann stimmt hier etwas nicht.

Wer jetzt weniger arbeitet, der kostet womöglich später dem Staat mehr Geld, weil die Rente nicht reicht. Kita-Gebühren dürfen kein Arbeits-Hindernis sein. Politiker, bitte anpacken!

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