Pfarrzentrum

Das Pfarrzentrum in Haldern ist beinahe fertiggestellt

Das Pfarrzentrum in Haldern steht vor der Fertigstellung. Mit einem Gottesdienst, einem Festakt und einer Offenen Tür soll es eingeweiht werden.

Das Pfarrzentrum in Haldern steht vor der Fertigstellung. Mit einem Gottesdienst, einem Festakt und einer Offenen Tür soll es eingeweiht werden.

Foto: Markus Weissenfels

Haldern.   Das Pfarrzentrum in Haldern kann jetzt feierlich in Betrieb genommen werden. Die letzten Vorbereitungen laufen für den Festakt am Samstag.

Für die Gläubigen von St. Georg Haldern ist der kommende Samstag, 30. März, ein wichtiges Datum: Dann können sie ihr neues Pfarrzentrum feierlich in Betrieb nehmen. In räumlicher Nähe finden sich ab Samstag dann das Pfarrzentrum mit Pfarrheim, Pfarrbüro und Pfarrbücherei, die Altenbegegnungsstätte sowie das Altenheim St. Marien.

Und nicht zuletzt die Marienkapelle, mit deren Einsegnung die Feierlichkeiten an der Gerhard-Storm-Straße starten. Dazu wird Regionalbischof Rolf Lohmann erwartet.

Mit 130 m² ist die Kapelle, sie befindet sich im 2. Obergeschoss des Giebelhauses, deutlich größer als ihre Vorgängerin. 60 Sitzplätze hat sie, daneben bleibt ausreichend Raum für Rollstuhlfahrer. „Der Kirchenraum ist ja auch nicht nur für die Bewohner von St. Marien gedacht, sondern steht allen Gemeindemitgliedern offen“, erinnert Johannes Fockenberg, Leiter von St. Marien.

Die Türgriffe haben die Form von Fischen

Um die Akustik zu verbessern, wurde der Dachraum nach oben hin geöffnet, der Zwischenboden entfernt. Die Dachstuhl-Last wird nun von vier stählernen Stützen aufgefangen. Die vorhandenen neun Fenster wurden doppelt verglast, zwei neue Dachfenster eingebaut.

Für Licht sorgen bei Dunkelheit zwei große Leuchter, eine stimmungsvolle Beleuchtung ist durch Spotleuchten zu erreichen, die oberhalb der Zugbalken installiert wurden. Die Türgriffe haben Fischform, ersteigert in Düsseldorf nach der Aufgabe eines Fischlokals.

Das Büfett vom Hotel Holzum ist eingebaut

Übrigens: Das Bistum Münster hat sich an den Kosten für die Kapelle mit 200.000 Euro beteiligt.

In der Altenbegegnungsstätte, als Ersatz für das Haus Wesendonk, wird derzeit noch gewerkelt. Hier ist bereits das ehemalige Herz der Gaststätte Holzum, Tresen samt Büfett, eingebaut. „Alles noch original mit Kacheln und Beschlägen“, erklärt Fockenberg.

Die Möbel und Lampen hat er im Internet ersteigert oder auf Flohmärkten gekauft. Alles hier hat Retro-Charme und soll für Wohlgefühl sorgen.

Der alte Räucherofen, einst Teil der Küche des alten Halderner Krankenhauses, erhält in der Altentagesstätte ein „zweites Leben“. Der Ofen wurde hier wieder eingebaut und beherbergt, ganz zeitgemäß, künftig die Mikrowelle.

Musikbox und Fernseher wurden angeschafft

Ein ehemaliger Bewohner von St. Marien hat eine alte Musikbox erstanden, ein Fernseher wird ebenfalls aufgestellt. Angehörige eines Bewohners haben für das TV gesorgt, indem sie um Spenden statt Kränze zur Beerdigung ihres Angehörigen baten.

In der Altenbegegnungsstätte werden sich Senioren aus dem Ort und Bewohner des Altenheims begegnen. Alle Aktivitäten, die derzeit noch im Haus Wesendonk stattfinden, siedeln hierher über. Neu hinzu kommt ein offener Mittagstisch für alle Senioren. „Damit niemand im Dorf mehr allein essen muss, der dies nicht möchte“, sagt Johannes Fockenberg.

Großer Wohnraum mit offener Küche

Im ersten Obergeschoss befinden sich Bücherei, Pfarrbüro und Sitzungssaal, im zweiten Obergeschoss eine Wohnung. Sie misst 135 m². Die Wohnung mit bodentiefen Fenstern und Terrasse verfügt über einen großen Wohnraum mit offener Küche, zwei Schlafzimmern und zwei Bädern.

„Hier kann ein Ehepaar ein neues Zuhause finden oder eine Wohngemeinschaft, z.B. zwei emeritierte Pastöre“, so Immobilienmakler Simon Vos. Zudem hat die Wohnung einen Vorratsraum und über dem Flur noch einen zusätzlichen Abstellraum. Die Wohnung mit Fußbodenheizung kostet 1450 Euro warm, falls nötig, kann eine Garage hinzugemietet werden.

Die Infrastruktur des Hauses kann genutzt werden

„Die Wohnung hat den Vorteil, dass die gesamte Infrastruktur des Hauses den Bewohnern zur Verfügung steht“, so Fockenberg. „Wenn man möchte, kann man unten essen, die Arztpraxis im Hause aufsuchen, die Pfarrbücherei nutzen und alle Pflegeangebote von St. Marien nutzen.“

<<MESSFEIER, FESTAKT UND OFFENE TÜR

Die Katholische Kirche St. Georg Haldern wird am kommenden Samstag, 30. März, nach Jahren des Planens und Bauens ihr neues Pfarrzentrum in Betriebe nehmen können.

Zunächst wird für 10.30 Uhr zur Einsegnung der Marienkapelle eingeladen. Nach kurzem Festakt besteht die Möglichkeit bis 16 Uhr alle Räumlichkeiten zu besichtigen.

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