Brand im Krankenhaus

Brand in der Küche des Emmericher St. Willibrord-Spitals

In der Küche des St. Willibrord-Spitals bracht am Dienstagvormittag ein Brand aus.

In der Küche des St. Willibrord-Spitals bracht am Dienstagvormittag ein Brand aus.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   In der Küche des St. Willibrord-Spitals bracht am Dienstagvormittag ein Brand aus. Das Feuer brach bei der Zubereitung von Gyros aus.

Ein klassischer Fall von Glück im Unglück: Am Dienstagvormittag ist ein Brand in der Küche des St. Willibrord-Spitals ausgebrochen. Doch dank des besonnenen Handels der Mitarbeiter und dem zügigen Eintreffen der Feuerwehr gab es weder Verletzte noch einen großen Sachschaden.

Einzig eine Kipppfanne, ein industriell genutztes Kochwerkzeug, das mit dem Herd eine Einheit bildet, ist dem Feuer zum Opfer gefallen. Auf ihr war – bei der Zubereitung von Gyros – auch der Fettbrand entstanden, der letztlich zu dem Alarm führte.

Das Personal verhielt sich vorbildlich

Es war gegen 10.30 Uhr als die Feuerwehr und auch der stellvertretende Geschäftsführer Jürgen Gerhorst benachrichtigt wurden. „Es hat alles gut geklappt. Wir hatten keine Verrauchungen und auch keine Panik“, blickt der Letztgenannte wenige Stunden später erfreut zurück. Zu danken sei das vor allem den Mitarbeitern, die in der Gefahrensituation richtig reagiert hatten und sich zügig am Sammelpunkt sammelten.

Dies bekräftigte auch ein Sprecher der Feuerwehr: „Die Mitarbeiter haben hervorragend reagiert. Sie haben sehr umsichtig und professionell gehandelt“, lobt er. Bei Ausbruch des Brandes hätte das Personal korrekterweise gleich alle Türen geschlossen und die Lüftungsanlage abgestellt. Ein Feuerwehrtrupp (zwei Einsatzkräfte) konnte dann gleich bei Eintreffen hinein gehen und den Brand mit einem Klein-Löschgerät bekämpfen.

Löschzug Stadt sowie Hüthum und Vrasselt im Einsatz

Aufwändig an diesem Einsatz sei allerdings nicht der Brand gewesen, so der Feuerwehrsprecher weiter. Aber die Küche sei voller Rauch gewesen und den mussten die Einsatzkräfte mittels Überdruck entfernen. Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute der Löschzüge Stadt, Hüthum und Vrasselt im Einsatz. Ebenso waren Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Das Ordnungsamt wurde informiert. Gegen 12 Uhr waren die Einsatzkräfte wieder abgezogen.

Feuer brach während der Bandverteilung aus

Ungünstig war, dass zu der Zeit, als das Feuer ausbrach, gerade die Bandverteilung des Mittagessens für die Patienten lief. „Das Essen musste entsorgt werden“, erklärt Gerhorst. Daraufhin habe das Krankenhaus zunächst die Caféteria für Gäste geschlossen und von hier aus erst einmal die Patienten verpflegt. Obwohl das Standardessen nicht hatte ausgegeben werden können, habe trotzdem den Einschränkungen der Patienten (zum Beispiel vegan oder kein Schweinefleisch) entsprochen werden können.

Der Betrieb geht morgen weiter

Zwar hatte das Krankenhaus die üblicherweise zum Mittagessen kommenden Besucher gebeten, wegen der Ausnahmesituation nicht zu kommen. Doch selbst für jene, die trotzdem kamen, standen kurzfristig Pommes, Frühlingsrollen und Salat bereit.

„Der Betrieb geht morgen ganz normal weiter“, freut sich Jürgen Gerhorst. Schließlich sei nur die eine Industriepfanne kaputt, davon gibt es in der großen Krankenhausküche aber mehrere. Auch das Lager war vom Brand nicht betroffen, da es weit genug von der Küche entfernt liegt.

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