„Alltagsmenschen trecke dör de Stadt“

Rees.  Die Erfolgsgeschichte der Alltagsmenschen geht weiter. Tausende Besucher kamen, um die sympathischen Figuren der Künstlerin Christel Lechner zu sehen. Am 27. Februar werden die Alltagsmenschen wieder zu sehen sein, allerdings mit „Pappnas‘“ und „Kamelle“, aber wohl ebenfalls als Polonaise. „Alltagsmenschen trecke dör de Stadt“ haben die Macher des 34. Reeser Karnevalsumzugs als diesjähriges Motto ausgegeben und stießen dabei bei ihren Karnevalsfreunden bei der Bekanntgabe auf große Zustimmung.

Es sei ja nicht immer so einfach, ein passendes Motto zu finden, betonte der Vorsitzende des Reeser Karnevalsvereins (RKV), Frank Schenk, doch man habe sich daran erinnert, es auf jeden Fall in Plattdeutsch und in diesem Jahr eben besonders „kurz und knapp“ zu halten. Eigentlich startet die erste Zusammenkunft der Freunde des Reeser Karnevalsumzugs mit der Rückschau und Aussprache des vergangenen Zuges. „Die Aussprache geht in diesem Jahr sehr schnell“, erinnert Schenk an die Absage des Rosenmontagszugs 2016 und betonte, dass man bis zur letzten Sekunde gerungen habe und den Ausschlag letztlich die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gewesen sei. Um in Zukunft besser auf so eine Situation reagieren zu können, werde man sich noch einmal mit den Verantwortlichen zusammensetzten. Schenk betonte jedoch auch, dass Zelt trotz der Absage des Zuges sehr gut besucht gewesen sei und die Stimmung, ebenso wie das Wetter, „außerordentlich gut“ war. „Der Jubiläumszug wird in die Annalen eingehen als nicht stattgefunden“, resümierte Schenk.

Doch nun gilt der Blick nach vorn auf die neue Session, die sich auch durch die Proklamationen der neuen Prinzenpaare in den Ortschaften ankündigt. Noch nicht proklamiert, aber dennoch dabei, war der Halderner Karnevalsprinz in spe, Gregor van de Boom, und setzte damit ein Zeichen, wohin die Reise der Halderner Karnevalisten in diesem Jahr gehen wird. Und auch auf „die üblichen Verdächtigen“ können sich die Organisatoren verlassen.Mindestens sechs Wagen sollen es wieder werden, die vier Musikkapellen aus den Niederlanden, Bienen und Rees haben bereits zugesagt. Auch auf mannstarke Fußgruppen setzen die Karnevalisten. Alles wie immer also in Rees? Nicht ganz. Der Rosenmontagszug wird einen etwas veränderten Weg durch die Stadt nehmen. Gestartet wird erstmalig am Westring bei der Buseinfahrt zum Schulzentrum. Dort sei genügend Platz für die Zugfahrzeuge, auch für die Anreise der Gäste. Von dort geht es über die Rheinstraße Richtung Markt, der, anders als die Dellstraße, zweimal passiert wird. Der genaue Zugweg wird noch bekannt gegeben. Der neue Verkaufsartikel zur Finanzierung des Umzugs ist kinderfreundlich und mit Reeser Wappen versehen - ein Kamellebeutel, der für drei Euro zu erwerben ist.

Anmeldungen für den Zug

Anmeldungen für den Rosenmontagszug werden ab sofort entgegen genommen über das Onlineformular unter www.rkv-rees.de. Natürlich ist auch die klassische Anmelde-Variante möglich. Für die Wagentruppen wird es wieder einen TÜV-Service geben. Der voraussichtliche Termin wird am 14. Januar 2017 sein. Je nach Bedarf kommen die Abnehmer zu den Wagenbauern, um die Plakette auszuhändigen. Die Kosten übernimmt der RKV.

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