Freizeit

Zwischen Arbeit und Rente die Freizeit gemeinsam gestalten

In einer anderen Zwar-Gruppen haben sich Tango-Tänzer gefunden. Was die Neuenkämper gemeinsam unternehmen, wird sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren.

In einer anderen Zwar-Gruppen haben sich Tango-Tänzer gefunden. Was die Neuenkämper gemeinsam unternehmen, wird sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren.

Foto: Thomas Schmidtke

Neuenkamp/Kaßlerfeld.   In Neuenkamp gründet sich in der kommenden Woche eine Zwar-Gruppe: Zwischen Arbeit und Rente wollen die Senioren ab 55 Jahren aktiv werden.

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Wie geht es nach der Arbeit weiter? Über 50-Jährige zählen sich längst nicht mehr zum alten Eisen. „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ (Zwar) heißt eine neue Gruppe, die sich in der kommenden Woche im Dietrich-Krins-Weber-Zentrum gründet und (künftige) Rentner ansprachen möchte, in ihrer Freizeit aktiv zu sein.

Alter ist kein Tabu mehr

„Wir haben noch Kapazitäten und brauchen Nachwuchs“, erklärt Quartiersmanager Jan-Christopher Bremer – und meint damit Senioren ab 55 Jahren. Bettina Prothmann von der Zwar-Zentrale in Dortmund, beschreibt den Hintergrund: „Zwar wurde gegründet, als Hoesch dicht gemacht wurde. Man wollte den Arbeitnehmern eine Perspektive bieten, aber kein Programm überstülpen.“ Stattdessen versammelten sich die ehemaligen Mitarbeiter, um in Basis-Treffen zu überlegen, wie sie ihre Freizeit gestalten könnten. Mittlerweile gibt es viele Gruppen in Nordrhein-Westfalen, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. „Erst einmal wird überlegt, was einem selbst gut gefallen würde. Manchmal entsteht daraus auch ein soziales Engagement“, so Prothmann. Tango-Runden hätten sich so gefunden, Wander-Partner oder Frühstücksfreunde. Beim Auftakt am kommenden Donnerstag, 15. November, sollen die erste Kontakte geknüpft und später dann überlegt werden, was man unternehmen könnte.

Andrea Bestgen-Schneebeck, Leiterin des Amts für Soziales und Wohnen der Stadt, begrüßt die Initiative. „Die Menschen werden immer älter, aber das Alter ist kein Tabu-Thema mehr. Das merken wir etwa bei der Wohnungsbörse, wenn auch Personen über 50 Jahre sich über Wohnen im Alter informieren“, erklärt Thomas Wolf, Koordinator für Seniorenberatung bei der Stadt. Quartiersmanager Bremer betont: „Wir wollen gar keine Konkurrenz sein zu den anderen Angeboten des Bürgervereins oder in der Peter-Maasen-Siedlung, sondern eine Ergänzung.“ Erreichen wolle man nicht nur Neuenkämper, sondern auch anderen Ältere aus Kaßlerfeld. Die Stadt hat jedenfalls sämtliche Duisburger ab 55 Jahren angeschrieben und über die Gründung informiert. „Es gab auch schon Rückmeldungen.“

Auch Bürgermeister Manfred Osenger (70) hat so einen Brief bekommen. „Das Thema wurde bereits beim Runden Tisch vorgestellt. Ich finde das positiv für den Stadtteil. Es muss sich nur herumsprechen.“ Er würde sich wünschen, dass in Neuenkamp auch eine Pflegestation gegründet würde, dann müssten alteingesessene Bewohner nicht mehr umziehen.“

Bei den ersten Treffen wird Quartiersmanager Bremer die verschiedenenGruppen anleiten. Später sollen sie sich dann selbst organisieren.

>>> Interessierte sind willkommen

Alle, die über 55 Jahre alt sind, und Lust haben, neue Leute kennen zu lernen oder etwas in ihrer Freizeit zu unternehmen, sind zur Gründung herzlich eingeladen.

Das Treffen beginnt am Donnerstag, 15. November, um 18.30 Uhr im Dietrich-Krins-Weber-Zentrum (Mevissenstraße 16).

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