Schulprojekt

Zwei Duisburger Gymnasien werden Talentschulen

Ihren MINT-Schwerpunkt wollen die beiden Gymnasien stärken. Das Bild zeigt Ayse Magat (li.) und Tuana Urtenur beim Erwerb des Mikroskopieführerscheins am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium.

Ihren MINT-Schwerpunkt wollen die beiden Gymnasien stärken. Das Bild zeigt Ayse Magat (li.) und Tuana Urtenur beim Erwerb des Mikroskopieführerscheins am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Das Elly-Heuss-Knapp- und das Mercator-Gymnasium wurden ausgewählt für den sechsjährigen Schulversuch der NRW-Landesregierung.

Eine gute Nachricht für zwei Duisburger Schulen: Das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium (EHKG, Marxloh) und das Mercator-Gymnasium (Hochfeld) sind von der Landesregierung ausgewählt als „Talentschule“. Für den sechsjährigen Schulversuch, der mit Beginn des nächsten Schuljahres startet, verspricht das NRW-Schulministerium zusätzliche Unterstützung in Form von Infrastruktur und Personal.

In der ersten Bewerbungsrunde, in der landesweit 35 Schulen zum Zuge kamen, hatten sich auch die Globus-Gesamtschule (Stadtmitte), das Sophie-Scholl-Berufskolleg und die Herbert-Grillo-Gesamtschule (beide Marxloh) beworben. Sie müssen nun auf die zweite Runde Ende 2019 hoffen, in der weitere 25 Plätze vergeben werden. Hier sollen sich auch das Max-Planck-Gymnasium (Meiderich), die Erich-Kästner-Gesamtschule (Homberg) und die Heinrich-Heine-Gesamtschule (Rheinhausen) bewerben.

Fokus der Schule auf Naturwissenschaften

Auf den Ausbau der „Fördersäule MINT“ hatten Elly-Heuss-Knapp- und Mercator-Gymnasium den Schwerpunkt ihrer Bewerbungen gelegt. „Wir konnten angesichts der großen Bewerberzahl nicht damit rechnen. Ein Gymnasium in Marxloh hat es nicht immer einfach, deshalb wollen wir diese Chance nutzen“, sagt Holger Rinn.

Ein Fokus der Schule habe schon bisher auf den Naturwissenschaften gelegen, so der Schulleiter des EHKG: „Wir fangen nicht bei Null an, wollen aber den Bereich Technik/Informatik stark ausbauen, um unseren Schüler damit gute berufliche Perspektiven zu verschaffen.“

Im Kollegium gebe es dazu eine „große Bereitschaft“, er hoffe aber, dass die Schule nun neben geeigneten Räumen und Ausstattung auch zusätzliches Personal bekomme. „Der Impuls soll im ganzen Stadtteil wirken“, verweist Rinn auf die enge Vernetzung, die alle Marxloher Schulen untereinander planen: „Auch die Grillo-Gesamtschule soll an der Talentschule partizipieren.“

Große Freude am Mercator-Gymnasium

„Wir freuen uns sehr und empfinden das als eine Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Dr. Raimund Hermes. Er ist seit dem 1. Februar kommissarischer Schulleiter am Mercator-Gymnasium, weil Schulleiter Thomas Herden nach Gronau gewechselt ist – er wohnt in der Nähe.

Der Status als Talentschule werde auch die öffentliche Wahrnehmung der Schule stärken, deren Fortbestand als Gymnasium immer wieder angezweifelt wird, hofft Hermes. Auch an der Musfeldstraße sind einige Angebote bereits etabliert: das „Forscherprofil“ in den Klassen 5 und 6, die Möglichkeit, ein MINT-Zertifikat zu erwerben sowie im Wahlpflicht-Bereich der Mittelstufe die Angebote Mathe/Informatik und Experimentelle Naturwissenschaft.

„Wir würden diese Angebote gern ausbauen und miteinander vernetzen“, so Raimund Hermes. Dazu braucht auch die Schule im Dellviertel eine technische Aufrüstung und zusätzliche Lehrer. „Als Talentschule fällt es uns hoffentlich leichter, sie für Duisburg zu begeistern“, hofft der Schulleiter.

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