Zoo Duisburg

Zoo Duisburg: Peta-Demo gegen Menschenaffen-Zucht

Junge Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta demonstrieren am vergangenen Samstag gegen die Menschenaffenhaltung im Zoo Duisburg.

Junge Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta demonstrieren am vergangenen Samstag gegen die Menschenaffenhaltung im Zoo Duisburg.

Foto: Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  „Ungerecht - nicht artgerecht“ – unter diesem Motto demonstrierte die Tierrechtsorganisation Peta gegen die Menschenaffen-Haltung im Zoo Duisburg.

„Dein Zoo ist unser Gefängnis“ oder „Artgerecht ist nur die Freiheit“ – das steht am vergangenen Samstag auf Schildern und Plakaten des Peta Zwei Streetteams vor dem Duisburger Zoo. Gekleidet in Sträflingsanzüge protestieren Freiwillige der Jugendkampagne der Tierrechtsorganisation vor dem Zoo am Kaiserberg gegen die Nachzucht von Menschenaffen.

Streetteam-Leiterin Elisa Heimes erklärt den Anlass für die Demonstration: „Die Affen werden in zu kleinen Gehegen und nicht artgerecht gehalten. Sie können auch nicht mehr ausgewildert werden, da sie Verhaltensweisen, die zum Überleben in der Wildnis wichtig sind, nicht erlernen können.“

Petition für ein Nachzuchtverbot

Auf einem Tisch liegen Informationsflyer und Sticker aus. Ebenso eine Petition gegen die Nachzucht der Menschenaffen. Diese soll dem Bundeslandwirtschaftsministerium zukommen. „In erster Linie möchten wir die Passanten auf das Thema aufmerksam machen und sie dazu bringen nicht in den Zoo zu gehen.“ Die Freiwilligen der Tierrechtsorganisation demonstrieren in Duisburg stellvertretend für 35 deutsche Tiergärten, die Menschenaffen halten. „Jede Art von Gefangenschaft ist schlimm. Wir möchten nicht differenzieren“, sagt Heimes. „Es würde den Tieren helfen, wenn keine Nachzuchten mehr stattfinden würden.“

Vorwurf: Tiere bekommen Medikamente zur Beruhigung

Laut Peta Zwei bekommen Tiere in Zoos Psychopharmaka zur Beruhigung, da sie aufgrund schlechter Haltungsbedingungen sich selbst verstümmeln oder andere abnormale Verhaltensweisen zeigen. In freier Wildbahn lebten Schimpansen in Revieren mit einer Fläche von zirka 50 Quadratkilometern. Elisa Heimes ergänzt weiter: „Kein Zoo kann so ein großes Gehege schaffen. Das ist kein tiergerechtes Leben“, sagt Elisa Heimes.

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Mitarbeiter des Zoos möchten sich am Samstag zum Protest der Tierrechtsorganisation nicht äußern. „Es soll jeder machen, was er will“, kommentiert ein Tierpfleger. Bereits vor zwei Wochen demonstrierte das Peta Zwei Streetteam vor dem Zoo am Kaiserberg. Allerdings gegen die Haltung der großen Tümmler im Delfinarium. Der Zoo Duisburg ist neben dem Tiergarten Nürnberg der einzige deutsche Zoo mit einem Delfinarium.

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