Kontrollen

Zollamt Duisburg ist „Scheinselbstständigen“ auf der Spur

Das Hauptzollamt Duisburg hat sich an einer bundesweiten Schwerpunktaktion mit Kontrollen im Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe beteiligt.

Das Hauptzollamt Duisburg hat sich an einer bundesweiten Schwerpunktaktion mit Kontrollen im Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe beteiligt.

Foto: Zoll (Archivbild

Duisburg.  Auf der Spur von „Scheinselbstständigen“ im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe: So liefen die Kontrollen des Hauptzollamts Duisburg.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls hat am 16. Juli in einer bundesweiten Schwerpunktaktion die Beschäftigungsverhältnisse im Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe überprüft. Es ging insbesondere um die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns, der zum 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro pro Stunde gestiegen ist, um die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern.

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Im Bereich des Hauptzollamts Duisburg, zu dem unter anderem auch die Städte Essen, Mülheim und Oberhausen gehören, waren mehr als 40 Beschäftigte im Einsatz. Sie befragten 126 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen. Zusätzlich werden Geschäftsunterlagen von 42 Unternehmen geprüft. In sieben Fällen müssen noch Sachverhalte aufgeklärt werden. Die weiteren Ermittlungen der FKS des Hauptzollamts Duisburg hierzu dauern derzeit noch an.

Zoll Duisburg: „Scheinselbstständigen“ auf der Spur

Bei Prüfungen in der Branche des Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbes wurden demnach in der Vergangenheit oftmals sogenannte „Scheinselbstständige“ angetroffen. Dabei geben beispielsweise Fahrerinnen und Fahrer an, selbstständig tätig zu sein. Tatsächlich liegt aber eine abhängige Beschäftigung vor.

Auftraggeber sparen durch diese Konstellation oftmals nicht nur die zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge, sondern umgehen auch den Mindestlohn. Außerdem werde verstärkt versucht, mit Abdeckrechnungen Schwarzlohnzahlungen zu verschleiern oder gefälschte Identitätsnachweise zu nutzen, um eine Nationalität vorzuspiegeln, mit der eine erlaubnisfreie Erwerbstätigkeit möglich ist. Nicht nur das „fahrende Personal“ sei davon betroffen, sondern auch das Personal im Warenumschlag und in der Lagerwirtschaft.

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