Bombenfunde

Bombenentschärfungen in Duisburg – Sperrungen aufgehoben

Die A40

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Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Mittwoch in Duisburg gefunden und entschärft worden – beide in der Nähe von Autobahnen.

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Bei Bauarbeiten auf der Essenberger Straße in Duisburg-Neuenkamp ist am Mittwoch eine Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Aber das war nicht alles: Kurz darauf tauchte auch in Duisburg-Beeckerwerth ein Blindgänger auf. Beide Fliegerbomben wurden noch am Mittwochabend entschärft.

Die Entschärfung der ersten Bombe in Neuenkamp startete gegen 20.15 Uhr. Dafür wurde ab 19 Uhr auch die A40 gesperrt. Gegen 20.55 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben – die erste Bombe war entschärft. Die Sirenen gaben laut Entwarnung.

In Beeckerwerth wurde die A42 gegen 22 Uhr gesperrt, kurz darauf begann Feuerwerker Uwe Palmroth mit der Entschärfung.

Blindgänger in Duisburg-Neuenkamp an der A40

Bauarbeiter hatten den Blindgänger in Neuenkamp am Mittwochmittag gefunden. In unmittelbarer Nähe zum Fundort verläuft die A40. In der Evakuierungszone (Umkreis von 500 Metern um den Fundort) leben 261 Menschen – sie mussten ihre Wohnungen für die Zeit der Entschärfung verlassen. In der Sicherheitszone (Umkreis von 1000 Metern) leben 3097 Personen. Ab 19 Uhr durften sie sich nicht mehr im Freien aufhalten.

Städtisches Tierheim wurde auch evakuiert

Im Evakuierungsradius lag auch das städtische Tierheim. Alle 120 Tiere wurden evakuiert. Die größten Tiere waren türkische Hirtenhunde (Kangal). Bereits am Mittag wurde mit der Umsiedlung der Tiere begonnen. „Es war ein Kraftakt, doch wir konnten uns auf unsere vielen ehrenamtlichen Helfer und befreundeten Firmen verlassen“, sagte Monika Lange, Vorsitzende des Tierschutz-Zentrums Duisburg, das das Tierheim führt.

Die Tiere, darunter neben Hunden auch Katzen, Hasen und Vögel, seien zum Großteil in Lagerhallen, etwa von der Schiffswerft, untergekommen. Auch die befreundete Firma Weber Facility stellte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, außerdem Autos für den Transport. Nach und nach wurden so alle Tiere in Sicherheit gebracht.

Ehrenamtler gingen mit Hunden spazieren

Nicht alle Tiere konnte man einfach mit dem Auto abtransportieren oder mit anderen in einem Käfig in einer fremden Halle unterbringen, erklärt Lange. „Einige der Hunde vertragen sich nicht mit anderen, kennen keine Autofahrten und würden darauf nicht gut reagieren“, sagt sie.

Für solche Fälle waren ehrenamtliche Spaziergänger zu Stelle, die auch sonst oft mit den Tieren unterwegs sind. „Natürlich war es nicht einfach, in so kurzer Zeit alle zu erreichen, aber es hat gut geklappt. In der Not stehen alle zusammen“, freut sich Lange.

Die Tiere, die in Lagerhallen Zuflucht fanden, konnten am Abend zurück. „Für die Tiere ist es natürlich Stress, gerade Katzen werden nicht gerne umquartiert“, weiß Lange, „aber im Moment sind zum Glück nicht so viele Katzen bei uns wie beispielsweise im Sommer“.

Bombe in Duisburg-Beeckerwerth – A42-Sperrung

Auf dem Thyssenkrupp-Gelände an der Hoffschen Straße in Duisburg-Beeckerwerth war bei Baggerarbeiten ebenfalls am Mittwoch ein Blindgänger gefunden worden – eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder.

In der Evakuierungszone leben keine Personen – in der Sicherheitszone leben 616 Personen. Thyssenkrupp sorgte selbst dafür, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält.

Betroffen ist neben einer Bahnstrecke auch die Autobahn A 42. Die A 42 wurde gegen 22 Uhr zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Baerl und der Anschlussstelle Kreuz Duisburg-Nord gesperrt. Auch die Grafenwerther und Euskirchener Straße waren dicht.

Um 22.48 Uhr war die Bombe entschärft – die Sperrungen wurden aufgehoben.

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