SEK-Einsatz

SEK-Einsatz in Duisburg wegen Verdacht auf Bombenbauer

Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei durchsuchten in der Nacht eine Wohnung in Duisburg-Neumühl. (Archivbild)

Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei durchsuchten in der Nacht eine Wohnung in Duisburg-Neumühl. (Archivbild)

Foto: Marius Becker / dpa

Duisburg.  Das SEK und die Polizei haben in der Nacht eine Wohnung in Duisburg-Neumühl durchsucht. Ein Zeuge will verdächtige Gegenstände gesehen haben.

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Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten sich am Donnerstagabend auf die Lauer gelegt. Als ein 40-jähriger Syrer um 21.20 Uhr seine Wohnung an der Gartenstraße im Duisburger Stadtteil Neumühl verließ, griffen die Beamten zu. Der Mann wurde festgenommen und durchsucht. Sofort sperrten weitere Kräfte der Polizei den Bereich um das Haus weiträumig ab, um mögliche Schaulustige gleich von vornherein auf Distanz zu halten. Weitere 20 Minuten später drangen Polizisten in die Wohnung des Syrers ein. Sie hatten einen Durchsungsbefehl, denn der Vorwurf wog schwer.

Ein Zeuge hatte sich bei der Polizei gemeldet und angegeben, dass er gesehen habe, dass der 40-Jährige in seiner Wohnung Betäubungsmittel und Gegenstände aufbewahrt haben soll, die zum Bau einer Bombe geeignet sein könnten.

Die SEK-Beamten durchsuchten die Räume, fanden aber nur eine geringe Menge Drogen. Von bombentauglichen Gegenständen war jedoch keine Spur, so ein Sprecher der Duisburger Polizei im Gespräch mit unserer Redaktion.

40-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Der Syrer wurde zur Vernehmung zunächst mit aufs Revier genommen und muss sich nun wegen des Drogenbesitzes verantworten, ist aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Der 40-Jährige war den Behörden bisher nicht bekannt. „Staatsschutzrechtliche Kenntnisse“ lagen gegen den Mann nicht vor, erklärt Polizeisprecher Daniel Dabrowski - heißt, der Mann wurde weder bisher als sogenannter „Gefährder“ geführt, noch werde er das von jetzt an.

(red)

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