Duisburg

Wirtschaftsförderung: Ralf Meurer muss als GFW-Chef gehen

Duisburgs Wirtschaftsdezernent Andre Haack (links) und der scheidende Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ralf Meurer.

Duisburgs Wirtschaftsdezernent Andre Haack (links) und der scheidende Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ralf Meurer.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Ralf Meurer wird als Chef der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) abgelöst. Wirtschaftsdezernent Andree Haack sucht einen Nachfolger.

Die Stadtspitze baut den „Konzern Stadt“ weiter um: Ralf Meurer wird als Chef der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg abgesetzt, die GFW neu ausgerichtet.

Die Stadtspitze hat die Dortmunder Unternehmensberatung „Moduldrei“ beauftragt, neue Aufgaben und Strukturen für die Wirtschaftsförderer auszuarbeiten. Im Blick seien „besonders die Interessen potenzieller neuer Gesellschafter auch aus dem Konzern ,Stadt Duisburg’“, teilte die GFW am Dienstag mit. Die Wirtschaftsförderung solle künftig vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups unterstützen.

Rathaus-Kenner wissen: Entscheider in Politik und Stadtkonzern wollten den Neuanfang ohne Meurer. Dieser ist seit der GFW-Gründung 1988 für diese tätig, stand 22 Jahre an deren Spitze.

Abgesetzter Ralf Meurer soll städtische Flächen vermarkten

Zur Degradierung erklärte Wirtschaftsdezernent Andree Haack, Mitgeschäftsführer der GFW, Meurer werde „im nächsten Jahr dafür eingesetzt, die Vermarktung der städtischen Flächen und damit die Optimierung des städtischen Immobilienvermögens zu übernehmen.“

Der Job des ersten Wirtschaftsförderers werde im Laufe des Jahres 2020 „bundesweit ausgeschrieben“.

Meurer habe, so Haack, ein Expertenteam mit „validen Netzwerken“ geformt. Diese seien „hochmotiviert“. Meurers Nachfolger könne darum auf ein „gut bestelltes Haus zurückgreifen“.

Haacks Stelle als Wirtschaftsdezernent war 2018 auf Wunsch von Wirtschaft und CDU neu geschaffen worden. Bei der IHK Mittlerer Niederrhein war er bis dahin für Existenzgründung und Unternehmensförderung zuständig. (pw)

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