Wilke-Wurst

Wilke-Wurst: Mittlerweile 206 Betriebe in Duisburg betroffen

Die Firma Wilke musste die Wurstproduktion stoppen.

Die Firma Wilke musste die Wurstproduktion stoppen.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Duisburg.  Die Wurst der Firma Wilke steht im Verdacht, mit Keimen belastet zu sein. Mittlerweile sind laut Stadt 206 Betriebe in Duisburg betroffen.

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Anfangs war die Rede von acht betroffenen Betrieben in Duisburg, mittlerweile ist die Zahl laut Stadt auf 206 angestiegen. Sie alle sollen mit Wurst der Firma Wilke beliefert worden sein, die im Verdacht steht, mit Keimen, mit sogenannten Listerien, belastet zu sein.

Es handelt sich nach Angaben der Stadt um vier Krankenhäuser, vier Altenpflegeeinrichtungen und neun Großhändler. Überwiegend seien jedoch Pizzerien, Imbisse, einschließlich Bäckereifilialen und Cafés, Restaurants, Hotels und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung betroffen. Darunter sind demnach auch Gewerbetreibende, die nicht im Lebensmittelbereich tätig sind, aber im Großmarkt eingekauft haben. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Schulen und Kindertageseinrichtungen von dem Produktrückruf betroffen.

Anzahl der in Duisburg betroffenen Betriebe steigt ständig

Die Lebensmittelüberwachung wurde das erste Mal am 2. Oktober von einem Duisburger Großhändler über den Rückruf informiert. Seit dem 3. Oktober übermittelt die Kontaktstelle Schnellwarnmeldung des LANUV (Landesamt für Verbraucherschutz NRW) fast täglich neue Kundenlisten. Daher steigt die Anzahl der in Duisburg betroffenen Betriebe laut Stadt ständig.

Aktuell überwachen alle derzeit verfügbaren Lebensmittelkontrolleure in Vor-Ort-Kontrollen und durch Telefonate bei den betroffenen Betrieben den Rückruf der Produkte. Unterstützt werden sie durch drei wissenschaftliche Sachverständigen, zwei Lebensmittelchemikerinnen und eine Tierärztin. Insbesondere werden auch weitere Lieferwege von Duisburger Großhändlern überprüft und über die Kontaktstelle Schnellwarnungen des LANUV an die zuständigen Behörden der betroffenen Betriebe weitergeleitet.

Von Lieferanten über den Rückruf informiert

Ein Großteil der Betriebe sei von deren Lieferanten über den Produktrückruf informiert gewesen. In diesen Fällen waren auch keine „Wilke“-Produkte mehr im Verkauf. Allerdings haben einige Betriebe laut Stadt die Rückrufaktion nicht vollständig durchgeführt. Hier wurde zwar die Wurst aus dem Verkauf genommen, aber andere betroffene Produkte wie zum Beispiel Schinken nicht. In diesen Fällen wurde seitens der Lebensmittelüberwachung auch der Verkaufsstopp für alle Produkte mit der Kennzeichnung DE EV 203 EG ausgesprochen.

Zu diesen massiven Kontrollen habe sich die Lebensmittelüberwachung aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes entschlossen, obwohl nach derzeitigem Stand keine Informationen darüber vorliegen, dass in Nordrhein-Westfalen keimbelastete Wilke-Wurst gefunden wurde. Auch liegen dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium keine aktuellen Infos über Erkrankungszahlen in NRW vor, die auf einen Verzehr belasteter Wilke-Wurstwaren zurückgeführt werden könnten. In Hessen sollen zwei Menschen nach dem Verzehr gestorben sein.

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