Gitarrist

Wie Musiker Marco Silvestri ins Duisburger Wasserviertel kam

„In Duisburg angekommen“: Im Garten des Künstlerhauses im Wasserviertel schöpft Marco Silvestri neue Kraft – und findet neue Inspiration.

„In Duisburg angekommen“: Im Garten des Künstlerhauses im Wasserviertel schöpft Marco Silvestri neue Kraft – und findet neue Inspiration.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Gitarrist Marco Silvestri hat in Duisburg seine neue Heimat gefunden. Im Gespräch verrät er, wer ihn inspiriert und wie sein neues Album klingt.

Über Rom, Berlin und Arnheim nach Duisburg: Musiker Marco Silvestri hat eine spannende Reise durch spannende Städte hinter sich, doch „in Duisburg bin ich jetzt richtig angekommen.“ In einem Künstlerhaus im Wasserviertel lebt, komponiert und unterrichtet der begnadete Gitarrist seit ein paar Wochen und hat seine neue Heimat schon ins Herz geschlossen. „Ich wohne ganz nah an der Innenstadt, und trotzdem ist es hier total ruhig“, freut sich Silvestri, während er im lauschigen Garten seine Gitarre zupft.

Vater Silvestro Silvestri war erfolgreicher Musiker

1994 in Rom als Sohn eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, hat Silvestri schon früh Kontakt in die Musikszene. Vater Silvestro Silvestri spielte Gitarre in der Band von Italo-Pop-Legende Rita Pavone, die auch in Deutschland viele Fans hat. Der Sohnemann entscheidet sich trotzdem zunächst für das Cello, bis er im Müll eine Gitarre findet.

Das klingt wie eine Story aus einem Hollywood-Streifen, aber schon bald spielt Marco Silvestri sich quer durch die Jazz-, Pop-, Blues- und Rockliteratur, seine liebsten Stilrichtungen. 2014 geht es dann für ein Jahr nach Berlin, wo Silvestri unter anderem auftritt, unterrichtet und bei Jazzgröße Torsten Goods lernt. Über einen Freund lernt er den Duisburger Gitarristen Frank Sichmann kennen – und folgt ihm zum Jazz & Pop-Studium an die ArtEZ Musikhochschule in Arnheim.

Schon während des Studiums in Arnheim viele Gigs

2019 beendet er das Studium mit einem umjubelten Abschlusskonzert und der Bestnote. Schon während der Zeit in Arnheim spielt Silvestri in Clubs, auf Festivals oder auf Privatfeiern, alleine, im Jazzduo oder in größeren Combos. Besonders mit Klasse-Sängerin Daria Assmus, zum Beispiel bei „Daria and the Groove Foundation“, steht er auf den Bühnen des Landes.

Zuhause in Duisburg bleibt ihm trotzdem noch Zeit zu spielen, zu unterrichten – und zu komponieren. „Ein Album habe ich schon veröffentlicht, in diesem Jahr wird schon das zweite fertig“, verspricht der Musiker; seinen Job als Lehrer will er trotzdem nicht vernachlässigen. „Musik ist einfach geil, und das will ich auch weiterhin an meine Schüler weitergeben.“

John Mayer ist ein großes Vorbild von Marco Silvestri

Als Vollblutmusiker spielt Silvestri natürlich nicht nur Gitarre, sondern sitzt auch am Klavier und singt ganz hervorragend. Neben einer Leidenschaft für Jazz und Blues ist deshalb auch der US-Musiker John Mayer ein großer Einfluss für Marco Silvestri. „Seine Art zu komponieren, Harmonie und Melodie zu nutzen, sprechen mich einfach an, John Mayer ist ein großes Vorbild.“

Die Einflüsse des berühmten Künstlers würzt Marco Silvestri mit seinen eigenen Zutaten: geschmackvolle Improvisationen, dezente Begleitung und eine riesige Portion Musikalität.

Das gibt es auch auf dem neuen, noch namenlosen Album zu hören, unserer Redaktion gewährte Silvestri einen exklusiven Einblick in die bereits fertigen Stücke: Soulig, poppig und jazzy wird es werden, mit einer Menge spannender Ideen des Deutsch-Italieners, der künftig unter dem Künstlernamen „mar.co“ arbeitet. Bis zum Release arbeitet Silvestri fleißig weiter – und lässt sich von seiner neuen Heimat Duisburg inspirieren.

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