Modernisierung

Wie die Sparkasse ihre Filiale in Hochfeld kernsaniert

Dort, wo Einrichtungsplaner Matthias Wigger, Architekt Osman Kuzu, Sparkassensprecher Andreas Vanek und Klimatechniker Jörg Bruckhaus gerade stehen, stehen die Kunden bald in modernisierten Geschäftsräume.

Dort, wo Einrichtungsplaner Matthias Wigger, Architekt Osman Kuzu, Sparkassensprecher Andreas Vanek und Klimatechniker Jörg Bruckhaus gerade stehen, stehen die Kunden bald in modernisierten Geschäftsräume.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg-Hochfeld.  Noch bis Dezember läuft der Umbau der Sparkassenfiliale in Hochfeld. Wie die Sparkasse ihr Filialnetz bis 2022 in ganz Duisburg umbaut.

Der abgelöste Teppichboden gibt die darunter liegenden Schätze frei: Gut, es sind nur ein paar Cent-Münzen, die dort im Eingangsbereich der Sparkassenfiliale in Hochfeld zum Vorschein kommen, aber die sind in einer Bank auch nichts Ungewöhnliches. Drei Monate lang wird die Filiale an der Pauluskirche kernsaniert. Die Bauarbeiten sind Teil eines umfassenden Modernisierungskonzepts der Sparkasse Duisburg.

„Das letzte Mal wurde die Filiale allerdings in den 80er Jahren umgebaut“, sagt Pressesprecher Andreas Vanek. „Unser Anspruch ist es aber auch, personell und digital aufgestellt zu sein“, erklärt er. „Viele Kunden kommen nur noch einmal im Jahr in die Geschäftsstelle, ihre Geldangelegenheiten erledigen sie online. Bei Krediten oder der Altersvorsorge suchen sie aber noch ihren Bankberater auf. Deswegen müssen wir beide Bereiche pflegen.“

Umbau aller Filialen in sieben Jahren

Im Rahmen ihres Vertriebs- und Standortkonzeptes baut die Sparkasse Duisburg zwischen 2015 und 2022 ihr Filialnetz um. In jedem der sieben Bezirke – genauer in Mitte, Bergheim, Meiderich, Walsum, Hamborn, Homberg und am Sittardsberg – soll eine größere Filiale als Anlaufstelle für spezifischere Beratungen und Online-Angelegenheiten entstehen. Das normale Tagesgeschäft soll in den umliegenden Filialen abgewickelt werden. Die Sparkasse in Hochfeld ist eine davon.

Seit dem 13. September ist sie geschlossen, die Bauarbeiten schreiten voran. „Momentan bringen wir brandschutztechnisch alles auf den neuesten Stand. Vorher haben wir schon neue Schmutzwasserleitungen verbaut, sonst hätte man unter der neuen Decke direkt wieder einen Wasserschaden“, erklärt Architekt Osman Kuzu.

Über der Filiale liegen Arztpraxen und Mietwohnungen. Ihnen kommt insbesondere der neu verbaute Schallschutz zugute.

Baukosten: Eine halbe Million Euro

Die Bankfiliale erhält außerdem einen neuen Boden, neue Fliesen, Möbel sowie ein energetisches Lüftungs- und Heizsystem. „Nachhaltigkeit ist vielen Kunden heute wichtig“, meint Vanek. Die Kosten betragen gerade mal eine halbe Million Euro. Für das gesamte neue Vertriebs- und Standortkonzept wendet die Sparkasse Duisburg insgesamt 30 Millionen Euro auf.

In den Geschäftsräumen in Hochfeld werden die Kunden zukünftig an drei „Dialogtheken“ begrüßt. Die Kasse bleibt an ihrem alten Platz. Vier Beratungsräume wird es geben, darunter einen größeren für Gespräche mit Firmen. „In den Räumen hängen Bildschirme, die mit den Monitoren der Mitarbeiter verbunden sind. So kann der Kunde immer sehen, was der Berater gerade macht.“

Bauarbeiten sollen im Dezember beendet sein

Mitte Dezember soll der Umbau beendet sein. Kunden können bis dahin auf die Hauptgeschäftsstelle an der Königsstraße und auf die Filialen an der Wanheimer Straße sowie an der Koloniestraße ausweichen. Der Inhalt des Tresors und der Schließfächer verbleibt während der Bauarbeiten im Gebäude – natürlich gesichert. Kunden haben jedoch nur eingeschränkt auf ihre Schließfächer Zugriff, nämlich donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

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