Stadtplanung

Sprengung des Weißen Riesen in Duisburg: Das ist zu beachten

Lesedauer: 7 Minuten
Der Weiße Riese an der Ottostraße 24-30 in Duisburg-Hochheide. Das Gebäude steht schon lange leer. Am 5. September soll es gesprengt werden.

Der Weiße Riese an der Ottostraße 24-30 in Duisburg-Hochheide. Das Gebäude steht schon lange leer. Am 5. September soll es gesprengt werden.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg-Hochheide.  Der Weiße Riese an der Ottostraße in Hochheide wird am Sonntag, 5. September, gesprengt. 1750 Menschen werden evakuiert. Diese Regeln gelten.

Am Sonntag, 5. September, ist es soweit. Der zweite Weiße Riese an der Ottostraße 24 - 30 in Duisburg-Hochheide wird gesprengt, planmäßig um 12 Uhr. Es ist das zweite Hochhaus, das verschwindet. Im März 2019 fiel das Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße 10-16. Auch diesmal wird der Bereich rund um diesen Einsatzort großräumig abgesperrt und der Verkehr umgeleitet. Die Stadt bittet darum, von Besuchen abzusehen.

Hier die wichtigsten Informationen zu Straßensperrungen und das Verhalten am Tag der Sprengung.

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Welche Straßen werden gesperrt?

Für die Dauer der Sprengung werden folgende Straßenabschnitte für den Kraftfahrzeugverkehr vollständig gesperrt:

Moerser Straße (zwischen Kirchstraße und Kreuzung Rheinpreußen-/Lauerstraße), lageangepasst beginnt die Sperrung zwischen 8 und 10 Uhr

Ottostraße (zwischen Moerser Straße und Husemannstraße), ab 8 Uhr

Husemannstraße (zwischen Kirchstraße und Lauerstraße), ab 8Uhr

Von den Verkehrssperrungen sind die Buslinien 911 und 929 der NIAG und die Linien 916, 917 und 926 der DVG betroffen. Daher werden am 5. September die Haltestellen „Ottostraße“ (Linien 911, 916, 917, 926, 929), Hochheide Markt (916, 917, 926, 929) und „Prinzenstraße“ (Linie 926) ab 8 Uhr nicht mehr angefahren.

Bei der Linie 926 halten die Busse in Fahrtrichtung Duisburg an der gleichnamigen Haltestelle der Linie 912 auf der Friedhofsallee. (Weitere Informationen zu den Umleitungen stehen im Internet (www.niag-online.de und www.dvg-duisburg.de)

Wo wird die Evakuierungszone eingerichtet?

In der Evakuierungszone wohnen ca. 1.750 Personen. Am Tag der Sprengung müssen alle innerhalb der Evakuierungszone lebenden Bewohner ihre Wohnungen bzw. Häuser und somit auch die Sperrzone bis 8 Uhr verlassen.

Dies betrifft folgende Adressen: Paula-Echter-Straße 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, Husemannstraße 7, 9, 33, 35, 37, 39, 41, Ottostraße1a - 13b, 15-52, Hanielstraße 17, 19, 21, 36, 38, 40, 42, Lindenstraße 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 40, 42, 44, Moerser Straße 180.

Hilfebedürftige (Bettlägerige, Rollstuhlfahrer, Blinde etc.) werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0203/283-2000 zu melden. Ein Aufenthaltsraum steht in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule an der Hamborner Straße 274 - 278 in 47166 Duisburg zur Verfügung. Vor Ort gibt es ausreichend Parkplätze. Es wird aber auch ein Shuttle-Service zum Aufenthaltsraum in der Hamborner Gesamtschule angeboten.

Die Busse stehen am Tag der Sprengung ab 7.30 Uhr für den Transport an den DVG- Haltestellen „Prinzenstraße“ und „Ottostraße“ sowie an der Ecke Husemannstraße/Lauerstraße bereit (im Lageplan mit H markiert). Einsatzkräfte des Bürger- und Ordnungsamtes stehen betroffenen Anwohnern an den beiden Haltestellen für Rückfragen zur Verfügung. Die Transporte werden von städtischen Ordnungskräften auch organisiert und begleitet.

Wo bestehen Halteverbote?

In der gesamten Evakuierungszone wird ein absolutes Halteverbot eingerichtet, das schrittweise ab Freitag, 3. September, gilt:

Freitag, 3. September: Ottostraße, Aufstellfläche Sprengmeister und Einsatzleitung

Samstag, 4. September: Glückaufstraße, Bürgermeister-Bongartz-Platz

Sonntag, 5. September: Husemannstraße, Ottostraße, Lindenstraße, Hanielstraße, Moerser Straße, Kichstraße, Parkplatz Dr.-Kolb-Straße (Glückauhalle), Marktplatz Hochheide.

Fahrzeuge, die im Halteverbot halten bzw. parken, werden abgeschleppt.

Wie wird die Sprengung angekündigt?

Vor und nach der Sprengung werden gut vernehmbare Sprengsignale gegeben:

•Ein langer Ton – Erstes Sprengsignal: Sofort in Deckung gehen!

•Zwei kurze Töne – Zweites Sprengsignal: Es wird gezündet!

•Drei kurze Töne – Drittes Sprengsignal: Die Sprengung ist beendet (noch keine Entwarnung!) oder unterbrochen!

Nach dem ersten Sprengsignal haben alle Personen, die sich im Sprengbereich befinden, sofort in Deckungsräume zu gehen oder den Sprengbereich zu verlassen.

Das zweite Sprengsignal darf erst gegeben werden, wenn sichergestellt ist, dass sich alle Personen in Deckungsräumen oder außerhalb des Sprengbereichs befinden – mit Ausnahme des Sprengberechtigten oder die Hilfskraft, der die Sprengsignale gibt. Nach dem zweiten Sprengsignal haben sich auch die Sprengberechtigten und Hilfskräfte, die die Signale gegeben haben, in Deckungsräume zu begeben oder den Sprengbereich zu verlassen. Erst dann dürfen die Sprengladungen gezündet werden.

Das dritte Sprengsignal darf erst gegeben werden, wenn sich der Sprengberechtigte nach dem Zünden vom Ergebnis der Sprengung überzeugt hat. Dabei hat er auch auf eventuell vorhandene „Versager“ zu achten. Das dritte Sprengsignal kann auch gegeben werden, wenn die Sprengung unterbrochen worden ist. Erst nach dem dritten Sprengsignal dürfen auch die anderen Personen die Deckungsräume verlassen und die Absperrung des Sprengbereichs aufgehoben werden.

Wie erfolgt Entwarnung?

Zusätzlich zu den Signalen zur Sprengung wird nach der Freigabe der Sicherheitszone durch den Sprengmeister und die Feuerwehr eine Entwarnung durch das städtische Sirenensystem im direkten Umfeld gegeben (einminütiger Dauerton).

Erst nach diesem Sirenenton können die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück. Dies wird erfahrungsgemäß ca. ein bis zwei Stunden nach der eigentlichen Sprengung der Fall sein.

Am Tag der Sprengung ist die Feuerwehr mit rund 250 Kräften im Einsatz. Ihr obliegt die Gesamteinsatzleitung aller eingesetzten Kräfte und die Organisation der Betreuungsmaßnahmen für evakuierte Personen. Das Bürger- und Ordnungsamt wird ab sofort verstärkt mit Kräften im Umfeld des Sprengobjekts präsent sein. Die Bewohner in der Evakuierungszone werden nach Möglichkeit persönlich über die bevorstehenden Maßnahmen und damit verbundenen Einschränkungen informiert. Auch auf dem Hochheider Wochenmarkt (mittwochs und samstags) steht das Bürger- und Ordnungsamt ab 11. August mit einem Infostand für Rückfragen im Zusammenhang mit der Sprengung bereit.

Am Tag der Sprengung werden für das Bürger- und Ordnungsamt ca. 200 Mitarbeiter im Einsatz sein, die ab 8 Uhr insbesondere die Räumung der Evakuierungszone kontrollieren.

Bitte keine Besucher!

Wegen der weiträumigen Absperrungen, der Verkehrssituation und da es praktisch keine Sichtmöglichkeiten auf das Sprengobjekt gibt, bittet die Stadt Duisburg von einer Anreise abzusehen. Stattdessen biete sich die Live-Übertragung im WDR-Fernsehen an.

Es wird vor Ort keinerlei Verpflegungsstände (Getränke/Imbiss) und keinerlei Toiletten geben. Das Bürger- und Ordnungsamt wird auch Versuche von mobilen Händlern, die am Tag der Sprengung vor Ort Waren anbieten möchten, unterbinden.

>>>> Weitere Informationsmöglichkeiten <<<<

•Homepage der Stadt Duisburg www.duisburg.de•Hashtag #sprengungweisseriesen•Homepage „www.diesprengung.de“ und Mailadresse info@diesprengung.de.

•Informationsblätter werden durch den städtischen Außendienst ab 5. August 2021 in der Evakuierungszone verteilt.•Call Duisburg unter 0203/283-2000.

•Informationsstand des Bürger- und Ordnungsamtes auf dem Wochenmarkt Hochheide (mittwochs bzw. samstags) zwischen dem 11. August und dem 1. September

• automatischer Infotext unter 0800/112 1313 (nur am 5. September ab 8 Uhr)

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