Stadtplanung

Sieben Mehrgenerationen-Spielplätze für Duisburgs Westen

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jörg Schormann (l.) und Uwe Linsen, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, am Toeppersee.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jörg Schormann (l.) und Uwe Linsen, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, am Toeppersee.

Foto: Udo Gottschalk

Duisburg-Rumeln/Kaldenhausen.   In allen sieben West-Bezirken entstehen Bewegungsflächen. Das Outdoor-Fitness-Center für Rheinhausen wünscht sich die SPD-Bergheim am Toeppersee.

Bauch, Beine, Po trainieren geht nur im Fitness-Studio? Nicht doch. Ein Fitnesstrainer wird zugegebenermaßen nicht immer zugegen sein, dennoch ist es ein bewegtes Großprojekt, dass die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) in die Tat umsetzen wollen. Der Arbeitstitel: Mehrgenerationen-Bewegungsflächen im Duisburger Westen. Der Treffpunkt an der Wasserskianlage des Toeppersees war als Ort für eine Bürgerversammlung bewusst gewählt worden, soll doch hier laut SPD-Ratsfrau Elke Patz ein solcher Mehrgenerationen-Spielplatz entstehen.

Damit viele Bürger das Angebot nutzen und Gestaltungsvorschläge machen können, lud die SPD-Bergheim zur Bürgerversammlung ein. Uwe Linsen von den hiesigen Wirtschaftsbetrieben, die solche Anlagen bauen, informierte mit dem Bergheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jörg Schormann über die Umsetzung. „In jedem Bezirk entsteht eine Mehrgenerationen-Bewegungsfläche“, erklärte Linsen.

Viele Senioren fühlen sich in Fitness-Studios unwohl

Eine Fläche kostet rund 50.000 Euro. Sieben Standorte soll es geben. Wo die genau sind, soll noch festgelegt werden: „Mit dem Stadtsportbund und dem Amt für Umwelt und Grün stimmen wir ab, welche Flächen gut nutzbar sind.“ Wichtig sei eine leicht erreichbare Lage. Linsen nannte das Beispiel des 80-Jährigen, der ungern ins Fitness-Studio gehen möchte: „Er geht vielleicht lieber in die Natur, kennt noch die einstigen Trimm-Dich-Pfade und möchte sich nach der Bewegung ausruhen.“ Diese Attribute sollen die Bewegungsflächen vereinen: „Alt und Jung bekommen einen Treffpunkt und können sich gemeinsam fit halten.“

Gelegenheit zum sportlichen Austoben sollen die 450 Quadratmeter Bewegungsfläche bieten. Über einen gepflasterten, barrierefreien Eingang geht’s los. Fünf Fitness-Geräte sind geplant. Ein Hüfttrainer zum Beispiel. Daneben ein Rad, auf dem man nicht strampelt, sondern dreht, um die Armmuskeln zu kräftigen. Wer die Beine stärken will, kann auf die Beinpresse oder den Cross-Trainer steigen. Für fitte Ober- und Unterschenkel steht ein Rudergerät parat.

Wünsche nach einer bienenfreundlichen Gestaltung

Alle Sinne sollen gefragt sein:. „Deshalb teilen wir die Bewegungsfläche in Aktivitäts-, Aufenthalts- und Sinnesbereich ein.“ Mit Rampen und Treppen ist der Aktivitätsbereich für sportliche Einheiten geeignet. Relaxen kann man im Aufenthaltsbereich auf Bänken und Wellness-Liegen aus recyceltem Material. Vier Gärten sollen im Sinnesbereich blühen: Ein Geruchs- und Geschmacksgarten, ein Kräuter- und ein Blütengarten. „Alle Pflanzen versehen wir mit Informationstafeln“, so Linsen.

Die Pflege der Gärten falle mit Gartenpersonal der WBD leicht. Zudem wolle man wetterfeste Blumen anpflanzen. Dem Bürgerwunsch, auf eine bienenfreundliche Gestaltung zu achten, entspreche man auf jeden Fall. In anderthalb Jahren sollen die sieben Bewegungsflächen fertig sein.

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