Verkehr

Rheinpreußenbrücke Duisburg-Homberg, wie geht es weiter?

Duisburgs älteste Hubbrücke ist seit November 2017 dicht und seit Juli vergangenen Jahres durch einen massiven Zaun geschützt.

Duisburgs älteste Hubbrücke ist seit November 2017 dicht und seit Juli vergangenen Jahres durch einen massiven Zaun geschützt.

Foto: Ulla Michels

Duisburg-Homberg.   Wie geht’s weiter mit der Brücke über den Rheinpreußenhafen, die bereits seit November 2017 gesperrt ist? Erklärungen von Stadt und Politik.

Wenn am Samstag, 27. Juli, wieder der traditionelle Rheinuferlauf startet, rennen die Aktiven einen Teil der Strecke doppelt, sprich, sie laufen erst hin, dann wieder zurück. Die historische Hubbrücke über den Rheinpreußenhafen, deren Überquerung eine „Runde durch die Gemeinde“ hätte komplettieren können, ist nach wie vor gesperrt. Warum eigentlich? Erklärungsversuche von Stadt und Politik

Eine Sprecherin der Verwaltung schreibt auf Anfrage der Redaktion: „Die Stadt ist bereits seit längerem im Dialog mit dem Eigentümer der Brücke über den Rheinpreußenhafen.“ Eigentümer sind übrigens die Unternehmen RAG und Ineos. Die Unternehmen hätten gegenüber der Stadt deutlich gemacht, dass sie Brücke gerne los werden würden, aber auch zugesagt, sich vorab nochmals an einer nachhaltigen Sanierung der Brücke beteiligen zu wollen.

In der Folgezeit, so verlautet es aus dem Rathaus weiter, „haben die Eigentümer mit Unterstützung der Unteren Denkmalbehörde einen entsprechenden Förderantrag gestellt. Ein Fördermittelbescheid für etwa die Hälfte der beantragten Sanierungsmittel wurde zwischenzeitlich bewilligt.“ Es sei korrekt, dass die Brücke nach der Sanierung in das Eigentum der Stadt übergehen soll. Eine endgültige Klärung hinsichtlich eines Eigentumsübergangs gebe es allerdings noch nicht. „Die Verhandlungen hierzu dauern noch an.“

Kosten: Rund eine Million Euro

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir befasst sich ebenfalls seit Jahren mit der maroden Brücke in seinem Heimatstadtteil. Er sagt: „Es gab vor einigen Jahren eine Kostenschätzung der Sanierung für den Förderantrag. Der damalige Betrag belief sich auf rund 900.000 Euro. Nach aktuellem Stand wäre rund eine Million Euro wohl realistischer.

Der Vertrag befindet sich derzeit zur vereinbarten Überarbeitung und Ergänzung der Anlagen bei den Eigentümern. Sobald der endgültige Vertrag dann noch einmal seitens der Stadt geprüft wurde, wird schnellstmöglich ein Unterzeichnungstermin vereinbart.“

Der Stadtrat habe die Übernahme der Brücke durch die Stadt in seinen wesentlichen Zügen bereits beschlossen. „Das sind alles gute Nachrichten, um diese unendliche Geschichte zu beenden.“ Wann genau die Brücke saniert ist und unter anderem Jogger sie wieder benutzen können, konnten indes weder Stadt noch der Politiker voraussagen.

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