Bildung

Rheinhauser Sekundarschule wünscht sich ein besseres Image

Die Sekundarschule am Körnerplatz in Hochemmerich.

Die Sekundarschule am Körnerplatz in Hochemmerich.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Rheinhausen.   Bezirkspolitik diskutierte über die Umwandlung in eine Gesamtschule. Denkbar wäre auch eine gemeinsame Oberstufe mit anderen Schulen.

Die Verwaltung der Stadt Duisburg soll prüfen, ob die Sekundarschule Rheinhausen in eine Gesamtschule umgewandelt werden kann. Das hat die Bezirksvertretung Rheinhausen nach kurzer Diskussion in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

An der erst vor zwei Jahren gegründeten Aufbauschule unterrichten zur Zeit 40 Lehrer, rund 450 Schüler besuchen die Klassen 5 bis 7. Der Anteil der Schüler aus Zuwandererfamilien beträgt rund 50 Prozent. Die Schulleitung verspricht sich von dem Aufbau einer gymnasialen Oberstufe für eine Gesamtschule langfristig ein verbessertes Image in der Öffentlichkeit und die Hebung des Selbstwertgefühls der Schüler, Eltern und Lehrer der Sekundarschule am Körnerplatz in Hochemmerich.

Vertreter der Sekundaschule, darunter auch die Schulleiterin Martina Seifert, nahmen als Besucher an der Sitzung der Bezirksvertreter teil. Vor diesem Hintergrund sagte Marcus Mellenthin, Sprecher der SPD-Fraktion: „Es ist eine noch junge, sehr schöne Schule. Wir wollen jetzt nicht einfach zu viel Hoffnung verbreiten.“

Viele Anträge in NRW

Das Hauptargument der Eltern und Lehrer der Sekundarschule für ihren Wunsch sei, den Ruf der Einrichtung zu verbessern. „Wir sind bereit, diesen Schritt zu gehen, wenn er sinnvoll ist“, betonte Mellenthin. Zahlreiche Sekundarschulen in NRW hätten bereits die Umwandlung in eine Gesamtschule beantragt, fügte er hinzu.

SPD-Ratsherr Jürgen Edel sagte: „Der Prüfauftrag an die Fachverwaltung hat den Sinn, festzustellen, in welche Richtung diese Schule gehen kann.“ Ihre Forderung nach einer Umwandlung in eine Gesamtschule hatten Vertreter der Sekundarschule im September einem kleinen Kreis von Bezirksvertretern und Ratsleuten bei einem Ortstermin vorgestellt. Außerdem trugen Schulvertreter den Wunsch nach einer Umwandlung den OB-Kandidaten bei einer Podiumsdiskussion der alevitischen Gemeinde in Hochemmerich vor. Alle OB-Kandidaten hatten dabei ihre Zustimmung zu dem Vorhaben signalisiert.

Weitere Gesprächsrunde mit den Eltern

„Eine weitere Gesprächsrunde mit den Eltern und Lehrern wäre sinnvoll gewesen“, sagte Ferdi Seidelt, Sprecher der CDU-Fraktion. „Wir möchten den Dialog mit den Vertretern der Schule fortsetzen. Wir brauchen noch mehr Informationen.“ Spätestens wenn die Ergebnisse des Prüfauftrags vorliegen, wollen Schul- und Bezirksvertreter wieder zusammenkommen und gemeinsam über das weitere Vorgehen beraten.

Angesichts steigender Schülerzahlen an der Sekundarschule soll die Verwaltung auch alternative Konzepte wie eine gemeinsame Oberstufe mit einer anderen Gesamtschule prüfen, so die Bezirksvertreter in ihrem einmütig beschlossenen Antrag.

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