Brauchtum

Polizei verbietet Plakate bei Rheinhauser Martinszug

Schüler der Sekundarschule warten mit ihren aus Müll gebastelten Laternen auf den Beginn des Martinszugs der Rheinhauser Sekundarschule.

Foto: Tanja Pickartz

Schüler der Sekundarschule warten mit ihren aus Müll gebastelten Laternen auf den Beginn des Martinszugs der Rheinhauser Sekundarschule. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Hochemmerich.   Brauchtumszug, keine Demo: Beim Martinszug der Rheinhauser Sekundarschule durften von Kindern gemalte Plakate nicht mitgenommen werden.

Mit ihrer Laterne aus alten Milchkartons oder Plastikflaschen waren die Kinder der Rheinhauser Sekundarschule unterwegs durch Hochemmerich und Reinhausen-Mitte. Unter dem Motto „Wer teilt, gewinnt“ stand neben dem Teilen auch die Kluft zwischen Arm und Reich im Fokus. Allerdings durften die Schilder, die die Sechst- und Siebtklässler für den Zug gemalt hatten, nicht mit auf Tour genommen werden. Darauf abgebildet war unter anderem eine Schere, die als Symbol für den immer größer werdenden Unterschied zwischen armer und reicher Bevölkerung gilt.

Da es sich dabei aber um politische Äußerungen handele, habe die Polizei das Mitnehmen der Plakate untersagt. Die Begründung: Angemeldet sei ein Brauchtumszug und keine politische Demonstration. Die mit großem Fleiß und Kreativität der Kinder entstandenen Bilder blieben an der Schule zurück. „Das war sehr schade, damit die die Plakate aber nicht umsonst gemalt wurden, stellen wir sie bei unserem Tag der offenen Tür aus“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Nicole Schlette. Der Tag der offenen Tür findet statt am Samstag, 9. Dezember, 9.30 bis 14.30 Uhr, Sekundarschule am Körnerplatz.

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