Politik und Gesellschaft

OB Link in Homberg: „Duisburg hat Abstiegsplätze verlassen“

Gut aufgelegt: Oberbürgermeister Sören Link hielt den Festvortrag beim Frühjahrsempfang der SPD Duisburg-Homberg/Ruhrort/Baerl.

Gut aufgelegt: Oberbürgermeister Sören Link hielt den Festvortrag beim Frühjahrsempfang der SPD Duisburg-Homberg/Ruhrort/Baerl.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg-Homberg.   Oberbürgermeister blickte beim Frühjahrsempfang der SPD positiv in die Zukunft - auch wenn Projekte wie die Reparatur der Hubbrücke noch dauern.

„Wir trauen zu wenig dem Nebenuns./Wir träumen zu wenig im Wachen./Und könnten so leicht das Leben uns/Einander leichter machen...“ – Nein, es fand an diesem Vormittag bei der Awo KEINE literarische Matinee statt. Auch wenn es kurz den Anschein gehabt haben könnte – auch wenn Hombergs SPD-Chef und Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir anfangs Ringelnatz’ Gedicht „Wir machen wir uns gegenseitig das Leben leichter“ zitierte. Und dennoch. Beim gestrigen Frühjahrsempfang der Homberger SPD standen alle Zeichen auf einem schwungvollen „Weiter so!“ Oder wie sagte es Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link: „Wir sind zwar noch nicht am Ziel. Aber wir haben die Abstiegsplätze verlassen.“

Es geht voran, könnte durchaus auch das Motto des Vormittags lauten. Oder: Gemeinsam ist man stark. Dazu passt die Idee des traditionellen SPD-Frühjahrsempfangs perfekt: In ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen. Anregungen und Kritik sind dabei durchaus erwünscht.

Mit VfB-Spielen in die Schauinsland-Reisen-Arena?

Rote Nelken auf den Tischen, ein gut gefüllter Saal: Rund 80 Gäste hatten zugesagt. Darunter die SPD-Ortsvereine, SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas, sämtliche Schulleiter, Vertreter der Wirtschaft, des Homberger VfB und der Karnevals-, Wander-, Geflügelzüchter- und Schützenvereine. „Das Familientreffen unseres Bezirks“, sagt Özdemir. Erfahrungsgemäß bildeten sich später am Vormittag kleinere Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen heraus.

Er sei froh, dass Duisburg die Chancen des Strukturwandels nutze, sagte OB Link. Er gratulierte dem SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff zur just vollzogenen Wiederwahl zum Chef des Stadtsportbundes – um flott einen Haken zum bevorstehenden Aufstieg der Fußballer des VfB Homberg zu schlagen. In diesem Fall werden Umbaumaßnahmen am PCC-Stadion notwendig, um alle Sicherheitsstandards erfüllen zu können. Der OB stellte Hilfe seitens der Stadt und des MSV in Aussicht. Wie berichtet waren MSV und Hombergs VfB bereits übereingekommen, sogenannte „Risikospiele“ zwischenzeitlich in der Schauinsland-Reisen-Arena austragen zu lassen.

Lob für den Abriss des ersten Weißen Riesen

Link lobte das erfolgreiche Miteinander beim Abriss des ersten Weißen Riesen („Wenn auch nicht ganz so schnell, wie wir gedacht hatten“). Fortsetzung folgt – so bald, wie möglich. Derzeit stünde man mit den Abrissplänen für den Riesen Nr. 2 noch vor der Vergabekammer, sagte Link. Aber er versprach: „Er wird fallen!“ Vermutlich aber eher 2021 als 2020.

Zukunftsmusik, wenngleich wohlklingende, ist auch die Restaurierung der seit Herbst 2017 gesperrten Hubbrücke am Rheinpreußenhafen. Die Verträge für einen Ankauf durch die Stadt lägen auf dem Tisch – zurzeit würden noch rechtliche Fragen geklärt. „Das war kein einfacher Weg“, räumte Link ein. Doch er rechne damit, dass die Brücke 2020 wieder benutzt werden kann. Rund laufe es schon jetzt in Baerl. Hier habe die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums endlich eine große Lücke geschlossen. Link: „Und das Verkehrschaos an der Schulstraße ist dadurch nicht schlimmer geworden, sondern befindet sich auf konstant hohem Niveau.“

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