Freizeit

Neuer Spielplatz im Rheinhauser Volkspark für 300.000 Euro

Mia, sie geht in den Kindergarten Am Holderbusch, macht das, wofür das Gerät gebaut wurde: klettern und balancieren.

Mia, sie geht in den Kindergarten Am Holderbusch, macht das, wofür das Gerät gebaut wurde: klettern und balancieren.

Foto: Volker Herold

Duisburg-Rheinhausen.   Im Volkspark gibt es einen neuen Spielplatz mit großer Holzkletterlandschaft. Die ist ganz nach den Wünschen und Plänen der Kinder gebaut worden.

An das Flugzeug erinnerten sich gestern im Volkspark nur noch die älteren Partygäste. Der stählerne und natürlich nicht funktionsfähige Flieger war nämlich einer der Vorgänger des brandneuen „Wunderwaldes“. Wunderwald, so heißt die zwar wenig stählerne, dafür aber umso hölzerne Kletter- und Spielattraktion im Park. Neben reichlich Prominenz aus Rathaus und Politik waren auch die kleinen Architekten des Wunderwaldes zu feierlichen Eröffnung gekommen.

Diese kleinen Architekten gehen in die benachbarte Pestalozzi-Grundschule. Auf Basis ihrer Ideen ist das rund 300.000 Euro teure Spielgerät nämlich gebaut worden. Geeignet ist der Wunderwald für etwa Vier- bis Sechsjährige. Es gilt, so manches Hindernis zu überklettern, dabei reichlich Höhe zu überwinden und auch ein ganzes Stück zu balancieren. Der Spielplatz für die Jüngsten ist übrigens nur wenige Meter vom Wunderwald entfernt und mit seinen fünf Jahren auch noch quasi neuwertig.

Es ist ein Unikat

Der Wunderwald ist übrigens ein echtes Unikat, eine Sonderanfertigung für die Mädchen und Jungen in Rheinhausen. „Wenn Kinder es mitplanen, kommt am Ende sicher kein Gerät von der Stange heraus“, sagt Uwe Linsen mit einem Augenzwinkern. Der Vorstand der zuständigen Wirtschaftsbetriebe (WBD) freut sich, dass trotz wenig frühlingshaften Temperaturen so viele Kinder zur Einweihungsfeier gekommen waren.

Die doch stattliche Summe von 300.000 Euro kommt übrigens nicht nur dadurch zustande, dass es sich um eine Sonderanfertigung handelt. Teure Rohstoffe wie Holz und Metall sowie ein tiefes Fundament und großräumiger Fallschutz mit Holzschnitzeln statt dem sonst üblichen Sand hätten ihren Preis. „Der Wunderwald soll schließlich 20 Jahre halten“, sagt Linsen. Die Holzelemente sind übrigens so verbaut, dass sich nirgendwo Regen sammeln kann, so bleibt das Holz länger intakt und fault nicht durch. Elf turnusmäßige Kontrollen pro Jahr plus eine Hauptuntersuchung sollen dafür sorgen, dass die Mädchen und Jungen noch sehr lange Spaß haben im Volkspark.

2,4 Millionen für sechs Plätze

Insgesamt kostet die Spielplatz-Neubauoffensive der Stadt übrigens 2,4 Millionen Euro. Alle sechs Bezirke erhalten jeweils einen neuen Spielplatz für 300.000 Euro. Der im Kantpark in der Innenstadt schlägt sogar mit 600.000 Euro zu Buche. Der Spielplatz am Uettelsheimer See in Homberg soll im Herbst fertig sein. Hier gibt es seit Jahren ein großes Spielgerät in der Form eines Schiffes. Das wird erneuert. Und einige weitere Attraktionen sind ebenso geplant.

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