Stabilo

Nach sechs Jahren hat Homberg wieder einen Baumarkt

Eröffnung im neuen Baumarkt: Marketingleiter Markus Wedde (l.) und Hauptgeschäftsführer Ulrich Abendschein begrüßten die Gäste.

Eröffnung im neuen Baumarkt: Marketingleiter Markus Wedde (l.) und Hauptgeschäftsführer Ulrich Abendschein begrüßten die Gäste.

Foto: Norbert Prümen

Duisburg-Homberg.   In Homberg gibt es jetzt wieder einen Baumarkt. Praktiker hatte 2013 dicht gemacht - Nachfolger ist Stabilo, eine Kette aus Baden-Württemberg.

Ende 2013 schloss die Praktiker-Filiale in Homberg an der Straße „Am alten Schacht“ nach der Insolvenz des Mutterkonzerns. Seit 12. April 2019 hat die Baumarkt-lose Zeit im Stadtteil ein Ende. Am Vorabend wurde mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft Eröffnung gefeiert. „Sie merken es schon am Dialekt: Stabilo ist ein süddeutsches Unternehmen“, sagte Marketingleiter Markus Wedde zur Begrüßung. Das Familienunternehmen kommt aus Kupferzell-Mangoldsall in Baden-Württemberg.

Der Praktiker-Markt in Homberg sei einer von sieben Standorten, die Stabilo von dem insolventen Unternehmen übernommen hat. Es sei der Standort gewesen, der am meisten Arbeit gemacht hat. „Als wir das Gebäude übernommen haben, war es eine Ruine mit Graffitis und eingeschlagenen Scheiben“, so Wedde.

Darum habe die Renovierung auch so viel Zeit in Anspruch genommen: immerhin mehrere Jahre. Aber jetzt will man umso länger bleiben. Das Unternehmen ist nicht bloß Mieter, sondern hat das Anwesen gekauft. „Dadurch gehen wir nicht fort“, verspricht Wedde.

7000 Quadratmeter Fläche

Insgesamt gibt es eine Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern. 5000 in den Hallen, jeweils 1000 bilden den Gartenbereich und das Freigelände. Normalerweise hätten Stabilo-Märkte eine Größe zwischen 3000 und 4000 Quadratmeter. Auch insofern sei der Homberger Markt für das Unternehmen etwas Besonderes – er ist außerdem der erste Stabilo-Markt in einer Großstadt.

„Wir wollen auch hier mit Qualität und Service überzeugen. 20 Prozent auf alles passt nicht mehr“, sagte Wedde mit einem Seitenhieb auf den Pleite-Vorgänger Praktiker, der letztlich auch an seinem Discount-Konzept gescheitert ist. „Wir wollen nicht nur die Homberger ansprechen, sondern auch die Handwerker vom ganzen Niederrhein“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Ulrich Abendschein. Derzeit arbeiten in Homberg zwölf Mitarbeiter. Weitere würden noch gesucht. Auf Dauer soll das Personal auf 18 bis 20 aufgestockt werden.

„Es freut uns ungemein, dass hier wieder ein Baumarkt eröffnet hat“, sagte der Duisburger Wirtschaftsdezernent Andree Haack. Seit jeher habe es an der Stelle einen Baumarkt gegeben. Vor Praktiker sei das Wirichs gewesen. Davor allerdings war der Schacht 3 der Zeche an dieser Stelle. Daran erinnerte Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann und übergab den neuen Eigentümern dazu passend auch gleich eine Grubenlampe als Begrüßungsgeschenk. „Ich glaube, dass die Bevölkerung in Homberg sehr auf einen neuen Markt gewartet hat.“

Von der Schraube bis zur Popcornmaschine

Stabilo besteht seit 44 Jahren und betreibt 45 Baumärkte in Deutschland. Sechs davon befinden sich in NRW. Das Familienunternehmen versteht sich als „Fachmarkt für Werkzeug, Landwirtschaft und Garten“.

Neben dem Endkunden sind die Zielgruppe auch Handwerker und Gewerbetreibende für die Stabilo nach eigenen Angaben ein umfangreiches Spezialangebot bereithält – von der Reifenmontiermaschine bis zur Popcornmaschine.

Genauso findet man aber auch einzelne Schrauben, Gartengeräte und Spielzeug. Die Spezialausrichtung findet sich auch in den Öffnungszeiten wieder. Diese sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 16 Uhr.

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