Musik

Metal-Band Ignition stellt neues Album in Friemersheim vor

Entspannt und mit einer Mischung aus Lächeln und Grimmigkeit zeigen sich die Männer von Ignition vor dem Auftritt im Jugendzentrum Mühle.

Foto: Tanja Pickartz

Entspannt und mit einer Mischung aus Lächeln und Grimmigkeit zeigen sich die Männer von Ignition vor dem Auftritt im Jugendzentrum Mühle. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Friemersheim.   Die Duisburger Band Ignition hatte zur Vorstellung ihres musikalischen Werks mit AngelInc. und Mindpatrol Verstärkung nach Friemersheim geholt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Jugendzentrum „Die Mühle“ in Friemersheim platzte aus allen Nähten. Kaum ein Durchkommen mehr im Konzertsaal der Einrichtung. Die Duisburger Band „Ignition“ hatte zur CD-Release-Party zum neuen Album „Guided by the waves“ geladen und 140 Metalfans waren gekommen. Es gab Freibier für alle, dennoch war es ein Risiko für die Band, da man auf Eintritt an der Abendkasse von 20 Euro spielte. Sänger Dennis Marschallik: „Wir hatten aber eine sichere Bank, da schon 70 Tickets im Vorverkauf weg waren.“

Schon die anheizenden Bands zur Party hatten es in sich. AngelInc. aus Duisburg waren der perfekte Opener mit ihrem melodiösen Thrash-Metal. Sänger und Produzent Marco Grashoff erklärt die Herkunft des Namens: „Das ist eine Abkürzung für den Lateinischen Begriff „Angelus Incubus““, das bedeutet Schmaler Grad zwischen Gut und Böse.“

Und so klingt auch deren Sound: viele harte Riffelemente, die aber über melodiöse Sequenzen der beiden Gitarristen Jean und Christoph aufgelöst werden. Die vier Musiker, die seit 2012 zusammenspielen, rocken den Saal mit vielen Songs ihres Albums „Resistance for all“, bei den Liedern„Disco Party“ und „Suicidal Nation“ tobt der Laden und Köpfe werden geschüttelt.

Anreise aus Luxemburg

Aus Luxemburg haben es Mindpatrol nach Friemersheim geschafft. „Im kleinen Luxemburg spielen wir eigentlich selten, uns zieht es mehr nach Deutschland“, sagt der 24-jährige Sänger und Songwriter Luc Francóis. Die sechsköpfige Band erscheint als Gesamtkunstwerk, zumal es zu den zwei ersten Alben „The marble Throne“ und „The Void“ vom Sänger geschriebene Bücher am Merchandise-Stand zu kaufen gibt.

Quasi als Geschichte zur Musik. Auch musikalisch fesselt deren Sound das Publikum: elegische, instrumentale Phantasy-Passagen, die mit entrückten Gitarren-Licks und ungewohnten Harmonien gefüllt werden, entwickeln sich zu schmutzigem Thrashcore, wenn auf einmal Sänger Luc Francóis an den Bühnenrand springt und mit weit geöffneten Augen in die Menge schreit. Seit 2012 gibt es Mindpatrol als Studioband, ab 2014 sind sie auch live unterwegs.

Und danach sieht man ein Meer von Händen im Publikum. Der prall gefüllte Raum wartet auf Ignition. Da braucht Sänger Dennis Marschallik nicht viel einzuheizen, die Band spielt fast das komplette Album „Guided by the waves“. Die Fans singen die Refrains mit, so gut sie es können. Und die Mitsing-Parts der Songs haben immer einen gewissen Hitcharakter. Ob bei den Songs „Reveal my way“ oder „I’ll take the shelter“, die Stücke sind genug Thrash, um nicht im melodiösen Bombast-Rock zu versanden.

Spielfreude bis zur letzten Minute

Die auf der CD arrangierten Chöre beim Lied „A whisper from the dark“ ersetzt in der Mühle das Publikum, zwar nicht so melodiös aber mit Inbrunst. Ein schweißtreibendes Konzert, das die Gitarristen Tim und Christian, Bassist Jochen, Drummer Dominik und natürlich Sänger Dennis bis zur letzten Sekunde mit spontaner Spielfreude genießen – am Schluss gibt es dann noch das smashige „We are the force“ als Zugabe von der ersten EP.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik