Wasserrettung

„Lebensrettungs-Award“ für den Rheinhauser Rolf Zieschang

Rolf Zieschang bei einem seiner unzähligen Tauchgänge im Toeppersse. Hier galt es, schafkantigen Bauschutt zu finden.

Rolf Zieschang bei einem seiner unzähligen Tauchgänge im Toeppersse. Hier galt es, schafkantigen Bauschutt zu finden.

Foto: Stephan Eickershoff/Archiv

Duisburg-Rheinhausen/Düsseldorf.   Für seinen Einsatz bei der Rheinhauser DLRG bekam der Bezirkstauchwart jetzt im Landtag den „Lebensrettungs-Award“. Hier seine Geschichte.

Wenn Menschen im Wasser in Not geraten, ist die DLRG (Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft) zur Stelle. Natürlich gibt es auch im gewässerreichen Duisburg eine Abordnung der Wasserretter. Einer von ihnen wurde nun im Düsseldorfer Landtag für besondere Leistungen mit dem „Lebensrettungs-Award“ ausgezeichnet.

Gemeinsam mit sechs weiteren Ehrenamtlichen aus Essen, St. Augustin, Geldern und Neuss wurde der Rheinhauser Bezirkstauchwart Rolf Zieschang für seine besonderen Leistungen in Ausbildung und Einsatz ausgezeichnet. Die Preisübergabe übernahmen die Vizepräsidentin des Landtags NRW, Carina Gödecke, und Reiner Wiedenbrück, Präsident des Landesverbandes Nordrhein der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

„Arbeitsweise eines Ingenieurs“

„In der gewöhnten peniblen Arbeitsweise eines Ingenieurs baute Rolf Zieschang die Tauchergruppe auf und ist als Bezirkstauchreferent so zum festen Bindeglied der DLRG im Bezirk Duisburg geworden, die über Jahrzehnte die kommunale Neuordnung innerhalb der DLRG-Arbeit nur schwer verwinden vermochte. Die Tauchgruppe in Duisburg wird heute von drei Ortsgruppen mit Personal bestückt und ist zu einer festen Institution herangewachsen“, sagte Martin Flasbarth, Chef der DLRG-Ortsgruppe Rheinhausen in seiner Laudatio.

Der heute 61-jährige Rolf Zieschang trat zwei Jahre vor der kommunalen Neuordnung von 1975 in die DLRG-Ortsgruppe Rheinhausen ein und lernte in der benachbarten Ortsgruppe Moers das Tauchen. „Seinen Tauchschein hat er 1976 an einem Tag absolviert, die theoretische Prüfung war damals bei der Feuerwehr in Rheinberg und die Freiwasserprüfung im Rayersee in Geldern. Der Abschluss wurde im Freibad Rheinkamp mit nur vier weiteren Prüflingen beendet“, erzählt Flasbarth.

Jugendwart und Einsatzleiter

Zieschang wurde Jugendwart und Einsatzleiter, nach einer Schnorcheltauchgruppe gründete er gegen den Widerstand des Ortsgruppenvorstandes eine Tauchergruppe. Auch in ganz Duisburg zeichnete er für die Neugründung einer Tauchergruppe im Jahr 1980 verantwortlich. 1986 gingen die ersten von Zieschang ausgebildeten Einsatztaucher in den Dienst.

Im Landesverband Nordrhein arbeite er federführend in der Ausbildungsregion Nord mit und sei heute einer der wenigen Tauchlehrer, die dem Landesverband in dem Bereich noch zur Verfügung stünden. „Sein eigener Stempel war von Anfang neben der Taucherei das Gesellige nicht zu vernachlässigen. Schnell wurde ein Kegelclub gegründet und mit der Jugend etliche Wochentouren organisiert“, erinnert sich Flasbarth. Es ging zu vielen Wassersportveranstaltungen wie dem Neujahrsschwimmen in Düsseldorf, dem Möhnesee-Schwimmen oder dem Ruhr-Schwimmen in Mülheim.

Eine Taucheruhr für die ausgezeichneten Taucher

„Mit dem Preis wollen wir signalisieren, dass wir sehr wohl das Engagement und die Leistungen vor Ort wahrnehmen. Außerdem ist es so, dass das Geleistete auch in den DLRG-Gliederungen und bei den ehrenamtlichen Helfern selbst gar nicht als so herausragend beurteilt wird.

Da heißt es dann oft: ‚Das ist doch normal, das ist doch keiner besonderen Erwähnung wert.‘ Aber das ist eben nicht so und wir sind froh, dass wir mit einem Uhrenhersteller einen interessanten Partner für diese Lebensrettungs-Award und mit dem Landtag auch einen würdigen Rahmen für die Verleihung gefunden haben“, sagt DLRG-Präsident Wiedenbrück. Denn neben der Ehrung gab es passenderweise eine Taucheruhr.

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