Rattenplage

Anwohner klagen immer noch über Ratten in Homberg

Auch an dieser Treppe in am Rhein in Duisburg-Homberg wurden Ratten gesichtet.  Foto : Arnulf Stoffel / Funke Foto Services

Auch an dieser Treppe in am Rhein in Duisburg-Homberg wurden Ratten gesichtet. Foto : Arnulf Stoffel / Funke Foto Services

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Ein Homberger Hotel reagierte auf die Beschwerden der Anwohner über Ratten und räumte die Mülltonnen weg. Aber es gibt immer noch Klagen.

Duisburg-Homberg. Offene Mülltonnen, über die sich Ratten hermachen – dieses Bild bot sich vor einigen Wochen am Hotel Rheingarten. Bernd Klemt, der gleich nebenan wohnt, hatte einen perfekten Blick darauf. Mittlerweile kümmert sich das Hotelmanagement um eine ordnungsgemäße Unterbringung der Abfallbehälter, doch Klemt sieht nun auch die Stadt Duisburg in der Pflicht: „Der Wildwuchs zum Rhein hin lockt weiter Ratten an“, sagt er.

Gespräche mit dem Hotel verliefen zunächst im Sande

Grundsätzlich sind Ratten am Rhein nichts Ungewöhnliches, das weiß auch der Homberger. Doch Anfang Mai nahm die Situation überhand: Die offenen Tonnen mit Speiseresten des benachbarten Hotel Rheingartens hatten zahlreiche Nager angelockt. Die Deckel standen offen. Durch einen defekten Regenabfluss konnten die Ratten auch ins Innere eines größeren Müllbehälters gelangen. „Für die war das wie ein All-Inclusive-Büffet“, sagt Bernd Klemt.

Gespräche mit der Geschäftsführung seien im Sande verlaufen. Erst durch die Nachfragen dieser Zeitung reagierte man und brachte die Tonnen mit den Speiseresten fortan im Kühlhaus unter, wo sie hingehören. Den defekten Container ließ das Hotel austauschen. „Seitdem ist es deutlich besser geworden“, hebt Klemt hervor.

Doch zufrieden ist er noch immer nicht: Zwischen dem Hotel und seinem Haus führt eine Treppe hinunter zum Rhein. Daneben, in Angrenzung zum Parkplatz des Hotels, befindet sich eine Freifläche, auf der Sträucher und Bäume vor sich hin wuchern – für viele Passanten offenbar Grund genug, ihren Müll einfach dorthin zu werfen. „Das lockt ebenfalls viele Ratten an“, erklärt Klemt. Er zeigt auf kleine Löcher im Untergrund. „Das sind alles Rattenlöcher. Da hilft es auch nicht, rundherum Köder auszulegen. Erst muss man das Gestrüpp roden und den Müll beseitigen, das nimmt den Ratten ihre Lebensgrundlage“, meint er.

Stadt Duisburg rät: Auch keine Essensreste in der Toilette entsorgen!

Er habe die Stadtverwaltung auf das Problem hingewiesen, diese habe jedoch nicht gehandelt. Auf Nachfrage der Redaktion erklärt Stadtsprecher Peter Hilbrands jedoch, das Bürger- und Ordnungsamt habe sich inzwischen ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. „Daraufhin wurden kurzfristig der Grünrückschnitt und die Beseitigung des Mülls in Auftrag gegeben. Erst danach wird es möglich sein, sich ein genaues Bild hinsichtlich weiterer Maßnahmen wie dem Auslegen von Rattenködern zu machen.“

Alle müssen sich an die Regeln halten

Die Wirtschaftsbetriebe und die Stadt arbeiteten in dieser Angelegenheit eng zusammen. „Festzustellen bleibt: Angelockt werden Ratten durch organische Abfälle, vor allem dort, wo sie anders als üblicherweise vorgesehen entsorgt werden. Wirklich erfolgreich lassen sich die Ratten nur bekämpfen, wenn sich alle an die Regeln halten und ihre Abfälle ordnungsgemäß entsorgen. Essensreste haben weder in der Toilette noch in den Grünanlagen etwas zu suchen“, mahnt er. Bernd Klemt hofft nun, dass der Uferabschnitt vor seinem Haus zukünftig von Ratten verschont bleibt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben