Auszeichnung

Homberger Medaille an drei bekannte Preisträger verliehen

Ingo Gabbert (Hafenkids), Nicole Uphoff-Selke und Herbert Bruckschen (v.l.) freuten sich über Medaillen.

Ingo Gabbert (Hafenkids), Nicole Uphoff-Selke und Herbert Bruckschen (v.l.) freuten sich über Medaillen.

Foto: Udo Milbret

Duisburg-Homberg.   Im Bezirksrathaus wurden am Sonntag der Homberger Knappenchor, die Dressur-Reiterin Nicole Uphoff-Selke und die Ruhrorter Hafenkids geehrt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was den Rheinhausern ihr „Friemersheimer Hahn“, ist den Menschen aus der Stadt im Grünen ihre „Homberger Medaille“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung, die vom Heimatverein Freundeskreis Historisches Homberg zum vierten Mal verliehen wurde, an prominente oder bekannte Preisträger: An die Baerlerin Nicole Uphoff-Selke, mehrfache Olympiasiegerin im Dressurreiten in der Sparte Sport, an den Homberger Knappenchor im Bereich Kultur sowie an die Ruhrorter Hafenkids in der Sparte Soziales.

Udo Vohl, Vorsitzender des Freundeskreises und Homberger SPD-Ratsherr, überreichte den Preisträgern bei einer Feierstunde im Sitzungssaal des Bezirksrathauses Medaillen, Urkunden und Blumensträuße.

Chor löst sich nach 135 Jahren auf

Die Auswahl hatte eine fünfköpfige Jury getroffen, zu der auch die Laudatorinnen gehörten. Sonja Oppermann, Filialleiterin der Deutschen Bank in Homberg, lobte das Engagement des Homberger Knappenchors unter Leitung von Herbert Bruckschen. Der Chor wird sich nach 135 Jahren auflösen und am 9. September sein letztes Konzert geben.

„Wir wollen heute nicht nur diese Geschichte Homberger Kultur ehren, sondern auch für den unermüdlichen Einsatz und die Zeit danken, die Sie Proben und Konzerten gewidmet haben. Denn das ist die herausragendste Leistung, besonders in der heutigen Zeit: die Bereitschaft, mit Disziplin und Zeitaufwand eine Tradition zu pflegen, um anderen eine Freude zu bereiten.“ Der letzte Männerchor Hombergs dankte in schwarzer Knappenuniform mit kraftvollem Bergmannsgesang, darunter dem „Steigerlied“.

Dressur ist Arbeit für Reiter und Pferd

Die Baerlerin Karin Rinnen ehrte Nicole Uphoff, ihre langjährige Reitkollegin vom Homberger Reiterverein (RV Homberg), die mit ihrem Pferd „Rembrandt“, kurz „Remmi“, als Deutsche Meisterin, mehrfache Europa- und Weltmeisterin sowie vierfache Olympiasiegerin im Dressurreiten äußerst erfolgreich war: „Dressurreiten ist jahrelange disziplinierte Arbeit für Reiter und Pferd.

Das ist für beide ein Leistungssport.“ Die Laudatorin zitierte Nicole Uphoff: „Man muss sich in ein Pferd hineinversetzen können, Stärken und Schwächen austauschen, zu einer Einheit werden!“ Daher gehöre die Baerlerin zu den erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen. Auch privat habe Nicole Uphoff mit ihrer Familie ihr Glück gefunden, engagiere sich heute in vielen sozialen Initiativen.

Eine Medaille für die Ruhrorter Hafenkids

Für die Ruhrorter Hafenkids und ihr Engagement fand Mareike Nussbaum ehrende Worte: „Um Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Ruhrort eine pädagogische betreute Anlaufstelle zu schaffen, wurde 2009 durch die Initiative der Firma Haniel das Jugendzentrum Hafenkids in der denkmalgeschützten Nikolausburg eröffnet. Die Hafenkids setzen sich aktiv für die Belange der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil ein und engagieren sich für die Menschen in der Gemeinde.“ Der Treff helfe, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. „Es wird gekocht, musiziert, gebastelt, gefeiert, Fußball geguckt, gekegelt, Billard gespielt, dazu kommen Ausflüge und Zeltlager.“ Auch die Hafenkids bedankten sich für ihren Preis mit zwei Ständchen, mit Gitarrenspiel und Gesang. Viel Applaus für alle Preisträger.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben