Freizeittrends

Geocacher aus Rumeln-Kaldenhausen räumen am Toeppersee auf

Marion und Eugenio Gallego-Lopez mit Yaira und Roméo.

Marion und Eugenio Gallego-Lopez mit Yaira und Roméo.

Foto: PR

Duisburg-Rumeln/Kaldenhausen.   Eugenio und Marion Gallego-Lopez sind begeisterte GPS-Schatzsucher. Am 15. September laden sie zur großen Sauberkeitsaktion zur Wasserski-Anlage.

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Wenn Eugenio Gallego-Lopez über sein Hobby spricht, ist er in seinem Element. Begeistert erzählt er von Touren, die er mit seiner Frau Marion und den Hunden Yaira und Roméo unternommen hat. Von der selbst gestalteten Runde um den heimischen Toeppersee, die sie liebevoll „Tarantula“ getauft haben. Von Abenteuertrips nach Luxemburg und Frankreich.

Und so bekommt auch der, der sich unter Geocaching zunächst nicht viel vorstellen kann, eine Ahnung von der Leidenschaft, die moderne Schatzsucher befallen kann - und die vielen Naturschützern übel aufstößt. Sie monieren regelrechte Trampelpfade, die in geschützten Gebieten entstehen. „Cacher-Autobahn“ heißen die im Fachjargon.

Eugenio Gallego-Lopez kennt die Probleme. Aber er betont: „Wir legen nicht nur Dosen in den Wald, wir machen ihn auch sauber.“ Am Samstag, 15. September, lädt das Paar zum Cito-Event am Toeppersee. Was das jetzt wieder ist? Eine groß angelegte Aufräumaktion mit Hilfe der Wirtschaftsbetriebe.

Werkzeug ist das Navi

Klingt schräg, was Gallego-Lopez alles berichtet. Dabei ist Geocaching, das aus den USA stammt, längst auch in Deutschland populär; Allein in NRW soll es mehr als 25.000 Geocacher geben. Vergleichbar mit der guten alten Schnitzeljagd machen sie sich anhand geografischer Koordinaten auf die Suche nach Caches. Das sind in der Regel kleine Behälter, in denen ein Mini-Logbuch steckt. Hat man sie aufgespürt, trägt man sich ein.

Bei anderen Formen markieren die Koordinaten nur den Start - von da aus geht es dann Station für Station weiter, manchmal müssen Fragen beantwortet werden, um zum nächsten Versteck zu gelangen. Werkzeug ist ein Navigationsgerät oder eine App, die man sich aufs Handy laden kann.

Die Community spricht von einem „Cito-Event“

Aber jetzt wird erstmal aufgeräumt. Den Rahmen bildet ein Cito-Event. Gallego-Lopez: „Cito - das heißt soviel wie Cache-In-Trash-Out“: Großreinemachen im Cacher-Land. Aufgeräumt wird von 10 bis 12 Uhr, danach startet ein nettes Beisammensein an der Wasserski-Anlage. Müllsäcke, Greifer und Handschuhe stellen die Wirtschaftsbetriebe. Jetzt müssen nur noch viele mitmachen. Zehn Paare haben sich schon angemeldet, berichtet Gallego-Lopez. Um den Abtransport des Mülls kümmert er sich als Initiator.

Gallego-Lopez und seine Frau haben sich 2011 mit dem Geocaching-Virus infiziert. Mittlerweile firmiert das Duo plus Vierbeinern unter dem Cacher-Namen „Zauberhut“. Die eigene Toeppersee-Runde hat bereits 1500 Favoritenpunkte. Fünf Jahre steht sie jetzt im Netz. Eugenio Gallego-Lopez muss lachen. „Anfangs haben wir noch gedacht, Geocaching hat was mit Wald und Zauberei zu tun. Daher der Name.“

>>> Hintergrund: Jede GPS-Schatzsuche wird freigeschaltet <<<

Wer selber aktiv werden will: Das Prozedere ist einfach. Beim Geocaching versteckt jemand einen Behälter irgendwo auf der Welt, und meldet diesen Geocache an (www.geocaching.com). Nachdem er freigeschaltet ist, kann man sich die Koordinaten herunterladen. Manchmal befinden sich in einem Versteck nicht nur ein Logbuch zum Eintragen, sondern auch diverse Tauschgegenstände.

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