Stadtentwicklung

Gebag und Bonava bauen an der Prinzenstraße in Homberg

An der Prinzenstraße rollen bereits die Bagger für die sechs Mieteinfamilienhäuser, die die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag baut.

Foto: Udo Gottschalk

An der Prinzenstraße rollen bereits die Bagger für die sechs Mieteinfamilienhäuser, die die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag baut. Foto: Udo Gottschalk

Duisburg-Homberg.   Auf dem Areal der ehemaligen Friedhofsgärtnerei an der Prinzenstraße entstehen private Eigenheime und auch öffentlich geförderter Wohnraum.

Von hier aus kann man die Nachbarstadt Moers quasi schon fast sehen. Die Lage des neuen Baufeldes rund um die Homberger Prinzenstraße soll laut der Macher aus Politik, Stadt und Bauwirtschaft dafür sorgen, dass Duisburger in Duisburg bleiben können und nicht in die Nachbarstadt abwandern. Auf dem Gelände der früheren Friedhofsgärtnerei entsteht ein neues Quartier.

Den Begriff Quartier wählt Thomas Haucke ganz bewusst. Entstehen hier neben 18 Doppelhaushälften und drei Reihenhäusern nämlich auch sechs öffentlich geförderte Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus mit acht Parteien. „Das ergänzt sich prima, so entsteht ein hochwertiges, aber auch bezahlbares Wohngebiet“, erklärt der Leiter der Region Rhein-Ruhr des schwedischen Wohnungsbauriesen Bonava. Das Unternehmen beschäftigt 1600 Mitarbeiter und hat im Jahr 2016 1,43 Milliarden Euro umgesetzt.

Entwickelt wird das rund 7500 Quadratmeter große Areal quasi gemeinsam mit der städtischen Wohnungsgesellschaft Gebag. Die hat den Schweden einen Teil der Fläche verkauft, sorgt für die Erschließung durch eine Stichstraße, die an einem Wendehammer endet. Und baut dort eben auch selbst. „Die sechs Mieteinfamilienhäuser entstehen bereits, werden in etwa drei Monaten fertig sein“, sagt Gebag-Chef Bernd Wortmeyer.

Durch die öffentliche Förderung (Sozialer Wohnungsbau) zahlen die neuen Mieter für die 127 Quadratmeter großen Häuser 5,25 Euro pro Quadratmeter. Das gilt auch für das Mehrfamilienhaus, das an der angrenzenden Charlottenstraße entsteht. Zwischen 62 und 96 Quadratmeter werden die 2,5 bis 4,5 Zimmer großen Wohnungen groß sein. Wortmeyer: „Hier warten wir noch auf die Baugenehmigung, dann kann es zügig losgehen.“ Mit der Fertigstellung rechnet die Gebag in der ersten Jahreshälfte 2019.

Stichstraße mit Wendehammer

Ebenso gestaltet sich auch der Bonava-Zeitplan, liegt die Baugenehmigung vor, rollen die Bagger, die ersten der insgesamt 21 Häuser sollen im 1. Quartal 2019 bezugsfertig sein. Zwischen 100 und 130 Quadratmetern Wohnfläche – die Gesamtnutzfläche entspricht 155 bis 180 Quadratmetern – sollen die weiß gestrichenen Häuser haben. Garage und Stellplatz sind vorhanden die Grundstücksgrößen betragen zwischen 190 und mehr als 300 Quadratmetern. Das schlüsselfertige Reihenmittelhaus wird laut derzeitiger Berechnung der Bauherren 289.000 Euro kosten, für eine schlüsselfertige Doppelhaushälfte sind 359.000 Euro fällig.

Ob Eigenheimbesitzer oder weniger betuchter Mieter in den Gebag-Häusern und Wohnungen: Einziehen sollen laut SPD-Bundestagsabgeordnetem Mahmut Özdemir gerne Familien. Özdemir betont, wie wichtig es sei, junge Familien in der Stadt zu halten, „dafür braucht es bezahlbaren Wohnraum, der hier geschaffen wird.“

Spielplätze sind im Umfeld vorhanden

Bei der Planung habe man sich an die Vorgaben gehalten, die unter anderem bei Bürgerversammlungen gemacht worden waren. Da hatte es geheißen, es mögen öffentliche Parkplätze geschaffen werden, ebenso sollten nicht mehr als 2,5 Geschosse entstehen und auch an eine ausreichende Begrünung solle gedacht werden.

Bleibt die Frage nach einem Spielplatz für die zu erwartenden Kinder. „Es wird Gespräche mit dem Jugendamt geben, wie sich die Spielplatzsituation rund um das Quartier gestalten soll.“, sagt Özdemir. Aktuell gehen die städtischen wie privaten Bauherren davon aus, dass auf dem für insgesamt mehr als zehn Millionen Euro bebauten Gelände kein neuer Spielplatz entsteht. Die Kapazitäten im Umfeld würden ausreichen.

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