Umwelt

Friemersheim: Stadt fällt Robinien und pflanzt Ahornbäume

Die Kaiserstraße: Immer wieder seien Baumkronen, etwa von Linienbussen beschädigt worden. Die Bäume seien als Straßenbäume nicht geeignet, heißt es.

Foto: Tanja Pickartz

Die Kaiserstraße: Immer wieder seien Baumkronen, etwa von Linienbussen beschädigt worden. Die Bäume seien als Straßenbäume nicht geeignet, heißt es. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Friemersheim.   Wirtschaftsbetriebe tauschen an der Friemersheimer Kaiserstraße 19 Bäume aus. Die Kaufleute und auch der Bauverein sind darüber sehr erfreut.

So groß der Aufschrei wegen zu fällender Bäume etwa in Hochheide ist, so groß scheint die Erleichterung einige Kilometer weiter südlich zu sein. Planen doch die Wirtschaftsbetriebe (WBD), 19 Kugelrobinien an der Kaiserstraße in Friemersheim zu fällen. Das sei längst überfällig, sagt unter anderem der Vorsitz des dortigen Spar- und Bauvereins.

„Die Bäume sind als Straßenbäume schlicht nicht geeignet“, erläutert der Bauvereins-Chef Dietmar Vornweg. Sie würden in die Straße hinein wachsen, wachsen unglücklicherweise in die Breite, müssten an der Stelle aber in die Höhe wachsen. Folge: Unter anderem würden Linienbusse Schneisen in das Geäst fahren. „Schneiden lassen sich die Bäume auch kam noch“, so Vornweg weiter.

Freude bei den Kaufleuten

Laut Aussage der WBD hätte man über die Jahre immer mehr Totholz aus den Bäumen schneiden müssen. „Sie sind nicht mehr intakt, also müssen sie gefällt werden“, erklärt ein WBD-Sprecher. Anfang kommenden Jahres sollen die Arbeiten starten. Gepflanzt werden Ahorn und Felsenbirne, die bereits zum Zeitpunkt des Einsetzens rund 3,50 Meter hoch sind. Der schlanke Ahorn soll bis zu acht Meter hoch werden, die Felsenbirne schafft um die 6,50 Meter.

Die Interessengemeinschaft der Kaufleute steht den Plänen positiv gegenüber, man freue sich, dass die Stadt in den Ortsteil investiere, heißt es aus dem Vorstand. Im kommenden Jahr könne man dann auch wieder die Weihnachtsbeleuchtung in die dann neuen Bäume hängen. Davon habe man jetzt aufgrund der angekündigten Fällung abgesehen und die Beleuchtung an den Häuserfassaden befestigt.

Bauvereins-Chef will neue Baumschutzsatzung

Die Abschaffung der Baumschutzsatzung vor nahezu zwei Jahren hat laut Dietmar Vornweg dafür gesorgt, dass diese Lücke im Gesetz von vielen Privatleuten ausgenutzt worden sei. „Was wir erleben, ist ein Kahlschlag“, sagt der Vorsitzende des Spar- und Bauvereins, der auch den Wohnungsunternehmen Duisburg/Niederrhein vorsitzt.

Das könne nur heißen, dass wieder eine Regelung her müsse, die nicht so bürokratisch ausfallen dürfe wie die frühere Baumschutzsatzung. „Es geht darum, ein geregeltes Miteinander zu schaffen und mit Augenmaß zu agieren.“ Es gelte, Bäume zu schützen, und auch für geeignete Ersatzpflanzungen zu sorgen.

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